12 Ich wollte kein Tattoo!

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Mein Körper ist super schwer. Ich merke, wie meine Arme und Beine auf dem Boden liegen, er ist hart. Mein Kopf dröhnt und ich kann nicht wirklich was hören. Ich sehe nur schwarz, aber es ist nicht wirklich unangenehm. Mir ist warm und schwindelig. Meine Augen gehorchen mir nicht, genauso wenig wie meine Arme und Hände. Ich versuche, meine Augen zu öffnen, aber sie wollen nicht. Bald schon gebe ich es auf. Was ist denn nun passiert? Warum kann ich mich kaum bewegen? Und warum ist mir überhaupt schwarz vor Augen? Warum bin ich ohnmächtig? Meine Erinnerungen sind sehr langsam und wollen mir noch nicht wirklich helfen. Gemächlich kommen einzelne Funken und Bilder in mein Gedächtnis. Ich erinnere mich, dass wir in den Hügeln unterwegs waren. Ich erinnere mich, dass wir angegriffen wurden. Meine Freunde wurden angeschossen. Namjoon, Jungkook und ich haben versucht sie zu retten und zu beschützen. Jiminie und Hobi wären fast gestorben und Feather und ich haben versucht sie zu heilen. Es hat irgendwie geklappt und dann war da noch der Schmerz in meinem Oberarm, danach nur Schwärze. Aber Holy, ich hab es geschafft sie zuheilen. Oder? Aber die Wunden waren geschossen, als ich sie das letzte mal gesehen habe.

Langsam öffne ich meine Augen. Über mir sehe ich ein Zeltdach. Es sieht mir wie mein Zeltdach aus, aber in dem Dämmerlicht ist das schwer zu sagen. Ich blinzle einmal und drehe sanft meinen Kopf. Neben mir sitzt Jungkook in eine Decke gehüllt und schläft. Ich sehe an mir herunter und sehe, dass ich meinen Umhang noch trage und über mir meine geliebte hellblaue Decke liegt. Leicht bewege ich meine Hand und merke den weichen Stoff der Decke. Das leise Rascheln weckt wohl Jungkook, den er schreckt ruckartig hoch und sieht sich um. Sein Blick fällt auf mich und ich sehe, wie sich seine Augen weiten. „Tae! Du bist wieder wach. Geht es dir gut?", fragt er mich und beugt sich vor, um zu sehen, wie es mir geht. Dabei fallen ihm die Haare in die Stirn und seine Augen funkeln im Dämmerlicht. Ich glaube mein Gehirn ist noch nicht ganz wach, denn in diesem Moment kann ich mich nur auf seine Augen konzentrieren. Ich sehe die Tiefe und das Licht, dass sich wie Sterne in seinen Augen spiegelt.

Ich merke, wie seine Hände sich über meinen Körper bewegen und er sanft an meinen Kopf drückt. Dass reißt mich dann wieder aus meiner Starre und weckt mein Gehirn auf. „Was ist passiert?", frage ich ihn. „Du bist ohnmächtig geworden und auf den Boden gefallen. Zum Glück hast du nur gekniet", meint Jungkook. „Wie geht es Hobi und Jiminie? Und Yoongi und Jin? Geht es ihnen gut?", frage ich besorgt. „Ihnen geht es gut. Ihre Wunden sind verheilt und der Blutverlust ist ausgeglichen." „Oh Gott sei Dank." „Wie geht es deinem Kopf?", fragt Kookie mich und streicht sanft über meine Stirn und Kopf. „Es pocht ein wenig und es ist alles noch ein bisschen verschwommen, aber es tut nichts weh." Ich bekomme als Antwort ein Lächeln geschenkt. „Komm. Ich helfe dir dich hinzusetzen", meint er und hilft mir, mich aufzusetzen. Meine Decke rutscht in meinen Schoss und ich blicke mich um. „Es ist noch sehr früh. Wir haben heute Nacht noch in den Hügeln übernachtet. Es war zu gefährlich dich mitzunehmen und Jimin und Hobi, die sich noch erholen müssen, genau wie Jin und Yoongi. Wir haben aber immer eine Wache für die Nacht, falls die Räuber wieder kommen, was ich nicht glaube", erklärt Jungkook. Als Antwort nicke ich nur.

„Ich mag deine Decke. Als ich sie dir vorhin übergelegt habe, war sie sehr weich", meint Jungkook lächelnd, während er sanft mit der Hand über sie streicht. „Ja. Sie begleitet mich schon, seit ich ganz jung war", meine ich auch mit einem Lächeln. „Möchtest du raus gehen? Ein wenig frische Luft schnappen?", fragt er mich. Zur Antwort nicke ich ihm zu. Er hilft mir aus dem Zelt zu kommen. Ich sehe mich um und erkenne ein Lagerfeuer, an dem Namjoon sitzt und in das Feuer starrt. Wir gehen langsam auf das Feuer zu und Namjoon hebt den Kopf. „Tae! Du bist wach. Wie geht es dir?", fragt er als er uns erkennt und steht auf. Er kommt auf uns zu und geht an meiner anderen Seite zum Feuer. „Ein wenig schwindelig, aber gut", meine ich. Gemeinsam setzen wir uns an die Wärmequelle. „Was ist mit den Anderen?", frage ich nun ebenfalls Namjoon. Auch er sagt mir, dass es ihnen gut geht und sie aktuell schlafen. Von irgendwoher kommt Jungkook wieder und legt mir plötzlich meine Decke um. Überrascht blicke ich auf und danke ihm lächelnd.

Dragon (Vkook)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt