ZWEIUNDDREIßIG

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Die Luft war abgestanden und ich befand mich in einer total unbequemen Sitzposition. Mein Kopf hing vor mir runter, während meine Hände an einem Metallstuhl hinter mir fest gebunden waren.

Mein Nacken fühlte sich an als würde er gleich abbrechen und meine Augen und mein Kopf schmerzten.

Gerade als ich meine Augen öffnen wollte, hörte ich Stimmen, direkt vor mir.

"Was werden sie jetzt tun?", fragte Will und mein Herz hielt still, genauso wie mein ganzer Körper.

"Ich werde sie erstmal verhören, wenn das nichts bringt, müssen wir auf härtere Mittel zurückgreifen.", sprach eine mir bekannte Stimme und ich ordnete sie unter Barth ein, der mit unseren Schuldirektor telefoniert hatte, als ich ihn ein paar mal belauscht hatte.

Aus Versehen.

"Wir wissen, dass du wach bist.", erklärte dieser Barth und ich atmete langsam meine angehaltene Luft aus.

Wollte er mir nur Angst machen mit seiner vorherigen Antwort? Ich hoffte schon, auch wenn ich nichts getan hatte. Aber wie sollte ich etwas erklären, was ich nicht getan hatte?

Vor allem wie schlecht war ich bitte im unauffälligen Verhalten?

Ich hob mein Kopf und ließ ihn erstmal knacken. Danach streckte ich erstmal meinen Rücken, sodass er auch knackte und ich herausstellte, das ich einfach gar nichts fühlte.

Als wäre es normal, das ich in einem Keller verhört werde und mich alle als Mörderin ansehen. Ja moin.

Naja wie auch immer. Vor mir stand ein Metalltisch und dahinter saß ein etwas älterer Mann, der vermutlich Barth sein musste.

Er hatte schwarz-gräuliche Haare und blaue emotionslose Augen. Er trug ein kariertes Hemd, welches er an den, auf den Tisch verschränkten, Armen hochgekrempelt hatte, wobei man ein paar Narben sehen konnte. Kurz gesagt: Unheimlich und voll die Mördervibes. Vielleicht sollten wir Plätze tauschen?

Will lehnte links hinter ihm an der Wand und musterte mich.

Er trug einen schwarzen Rollkragenpullover und sah dabei wie ein Agent aus. Ziemlich sexy musste ich zugeben.

Unsere Blicke trafen sich und niemand verzog eine Miene.

Hmm, glaubte er mir oder den anderen?

"Erzähl uns, was du weißt.", klang Barths Stimme durch den Raum und ich wandte meinen Blick ihm zu.

'Von ihm verhört zu werden, wird bestimmt nicht leicht sein', dachte ich mir als ich seine harten, kalten Augen traf.

"Ich war auf den Weg zurück zu meiner Hütte, als-", fing ich an zu reden, wurde jedoch sofort unterbrochen.

"Wo warst du denn davor?", fragte Barth und zog eine Augenbraue hoch.

Ich biss mir auf die innere Wange, sodass er es nicht sah. Will versteifte sich im Hintergrund.

Was? War es ihm peinlich, dass er etwas mit einer angeblichen Mörderin hatte?

"Ich hatte VNU.", erklärte ich leichthin.

"War das dann nicht schon vor einer Stunde?", blickte er mich weiter hartnäckig an.

"Ich war noch an meinem Spind, um etwas im Freizeitraum zu trinken. Sie wissen ja, um meine Energie nachzutanken.", erklärte ich ohne zu Zögern.

"Erzähl weiter.", sagte er und analysierte mein Gesicht weiterhin nach einem Anzeichen einer Lüge.

Ich faltete meine Hände unauffällig hinter meinem Rücken, um auch nur ein Zucken zu unterdrücken, bei dieser einen Lüge.

School Of DarknessGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt