Ein bisschen kürzer dieses Mal.
Muss jetzt wieder mit dem Lernen anfangen.🙄😂
Viel Spaß😊
*****
PoV. Levi
*vor drei Tagen*
Ich hatte gerade meinen letzten Patienten für heute behandelt und konnte nun endlich Feierabend machen.
Während ich alles disinfizierte und mir danach noch meine Hände wusch, dachte ich über Eren nach.
In den letzten Wochen kamen wir wirklich von Tag zu Tag besser miteinander klar, was ihn sichtlich freute.
Doch auch mich schien es aus irgendeinem Grund ziemlich glücklich zu machen, die Zeit mit ihm und nicht immer nur alleine zu verbringen.
Ich hatte zwar die anderen Therapeuten, jedoch saßen die bei meinen Behandlungen nicht dabei und schauten mir auch nicht so interessiert zu wie Eren es tat.
Er drückte seine Bewunderung sogar nach jedem Patienten aus, indem er mir immer wieder sagte, wie gut ich meine Arbeit doch machen würde und dass ich Zauberhände hätte.
Es war schön zu wissen, dass man jemanden begeistern konnte.
Und das, obwohl da diese gewisse Sache vor ein paar Wochen zwischen uns vorgefallen war.
Als ich daran dachte, wurde ich sofort wieder von Schuldgefühlen und Selbsthass übermannt, versuchte aber, mich nicht wieder von ihnen beirren zu lassen.
Selbst, wenn ich immer noch nicht so recht verstand, wie Eren mir so einfach verzeihen konnte, war ich dennoch sehr froh über die Entwicklung unserer 'Beziehung'.
Er hatte ein wirklich großes Herz.
Ein unbewusstes Lächeln schlich sich bei dem Gedanken an ihn auf meine zarten Lippen.
Mir war nicht klar warum, doch es war nicht abzustreiten, dass dieser Junge mich veränderte. Mich glücklicher machte.
Das spürte ich mittlerweile vor allem, wenn ich nach einem Arbeitstag nach Hause kam und mich auf mein Sofa pflanzte.
Dort ließ ich den Tag noch einmal revue passieren, dachte an die ganzen Späße, die Eren zwischendurch, wenn wir alleine waren, machte und an die Dinge, die er erzählte.
Alles, was er von sich gab, war so positiv und strahlte eine riesige Lebensfreude aus.
Diese Freude hatte ich schon so lange nicht mehr verspüren dürfen.
Doch mir fiel in den letzten Tagen immer öfter auf, wie sie langsam tatsächlich zu mir zurück kam.
Es war, als würde Eren mir einen Teil seiner optimistischen, fröhlichen Art schenken, denn ich erwischte mich nun beinahe täglich dabei, wie ich einfach kurzzeitig lächeln musste oder wie ich allgemein euphorischer an manche Sachen heranging.
Noch vor einigen Wochen wäre das nicht auszudenken gewesen. Da habe ich nie gelächelt, geschweige denn irgendetwas positiv gesehen.
Es war, als würde Eren mich komplett umkremmpeln und das beste aus mir raus holen.
Anfangs wollte ich mich zwar noch dagegen wehren, doch ich habe bemerkt, wie gut mir das alles eigentlich tat. Wie gut mir seine Gesellschaft doch tat.
Und schon wieder musste ich ungezwungen Lächeln.
"Wenn das so weitergeht, wird das noch zur Gewohnheit", sagte ich zu mir selbst und legte meine Finger sanft auf meine Unterlippe.
Eren. Wie schaffst du das nur?
Meine Arbeitskleidung in meiner Tasche verstauend blickte ich über mich auf die Uhr und sah, dass unser Betrieb in 20 Minuten schließen würde. Perfektes Timing.
Ich schulterte meine Tasche und lief dann in den unteren Teil der Praxis, in welchem sich bereits keine Patienten mehr befanden.
Dort waren nur Christa, die das Wartezimmer ein wenig sauber machte - wie ich es ihr mal gezeigt hatte - und Petra, die sich um die Sauberkeit ihres eigenen Arbeitsplatzes bemühte.
Als die zuletzt Genannte mich bemerkte, stellte sie sich auf, zog sich ihre Kleidung zurecht und lächelte freundlich.
"Herr Ackerman, Sie sind ja noch hier!", stellte sie erstaunt fest.
Innerlich rollte ich mit den Augen.
Hatte sie mich schon verschwinden sehen oder was?
"Ja. Ich habe gerade noch das Behandlungszimmer auf Vordermann gebracht", bestätigte ich ihr.
"Hach, das ist so nett von Ihnen. Vielen lieben Dank. Jetzt müssen wir das nicht mehr machen, hörst du, Christa?", rief sie und es tönte ein "Super" zurück.
"Das ist selbstverständlich. Jeder hier hat gefälligst seinen Arbeitsplatz aufzuräumen, wenn die Arbeit beendet ist", stellte ich klar und erhielt daraufhin ein wildes Kopfschütteln von der Braunhaarigen.
"Ja, natürlich. Selbstverständlich", verlieh sie meiner Aussage Nachdruck.
Ich setzte zum Gehen an, verabschiedete mich noch von den beiden übrig Gebliebenen, wurde dann jedoch daran gehindert, nach Hause gehen zu können.
"Ach, eine Sache noch, Herr Ackerman", Petra kam hinter der Anmeldung hervor und stellte sich glücklicherweise mit genügend Abstand vor mich, "Ich hatte eben ein Telefongespräch. Ab Montag werden wir für zwei Wochen einen Praktikanten haben und ich haben ihn Ihnen zugeteilt. Dann hat er die Möglichkeit, von unserem besten Therapeuten zu lernen."
Ihre Wangen färbten sich leicht rot.
Ich hingegen wurde stutzig.
Ein Praktikant? Und den sollte ausgerechnet ICH unter meine Fittiche nehmen?
Was war denn dann mit Eren?
"Und was ist mit Eren? Er war immerhin schon vorher da. Dementsprechend hat er auch das Recht darauf, weiterhin mit mir arbeiten zu dürfen. Planen Sie das dann bitte um", bat ich sie kaltherzig und drehte mich erneut um.
"Oh, Sie wissen es gar nicht, oder?", nahm ich ihre leise Stimme wahr und meine Bewegungen froren ein.
"Was weiß ich nicht?", hakte ich nach, blieb jedoch mit dem Rücken zu ihr stehen.
"Nun ja, eigentlich wollte ich es Ihnen ja gar nicht sagen, weil ich Eren keineswegs irgendwelche Unannehmlichkeiten bereiten möchte, aber ich denke, Sie haben es verdient, es zu erfahren", sie seuftzte einmal stark, "Ich habe eben mit Eren gesprochen und habe ihn auch gefragt, wie ihm denn so die Arbeit und alles weitere hier gefallen würde. Und er meinte daraufhin dann nur, dass er keine Lust mehr hätte und total genervt sei...von Ihnen..."
Meine Augen weiteten sich.
Blitzschnell wirbelte ich herum und schaute Petra in die Augen.
"Ist das wahr?", wollte ich wissen, da ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte.
Sie machte ein bedrücktes Gesicht und nickte dann.
"Ja. Er will nicht mehr mit Ihnen zusammen arbeiten müssen..."
Auf einmal spürte ich ein immenses Stechen in meiner Brust, weswegen ich meinen Rücken leicht krümmte und meine Hand direkt an die bettoffene Stelle legte.
"Herr Ackerman", rief Petra panisch und griff nach meinem Arm, "Alles in Ordnung? Brauchen Sie etwas?"
Nebenbei fing sie an, über meinen Oberarm zu streicheln, was ich als ziemlich unpassend und von ihr definitiv anders gemeint empfand.
Also zog ich schnellstmöglich meinen Arm aus ihrem Griff, richtete mich auf und verließ dann zügig mit einem "Alles gut" die Praxis.
Draußen angekommen empfing mich die kühle Abendluft und ich begab mich auf den Weg zu meinem Auto.
Der Schmerz, der eben so stechend in meiner Brust begonnen hatte, wurde immer schlimmer und ich musste sogar kurz stehen bleiben, um mich an einem Baum abzustützen.
Ich war gar nicht mehr in der Lage, das zu verarbeiten, was Petra mir soeben anvertraut hatte.
Stimmte es? War Eren so genervt von mir? Wollte er nicht mehr mit mir zusammen arbeiten?
Es war wegen der Sache von vor zwei Wochen.
Dass ich ihn angefasst hatte...das hatte er mir doch nicht verziehen. Da war ich mir sicher.
Aber wieso sagte er nicht einfach was? Warum erzählte er anderen davon, aber nicht mir?
Und dabei hatte ich gerade begonnen, ihm zu vertrauen...
Wie konnte ich mich nur so in ihm getäuscht haben? Anscheinend war seine ganze nette Art doch nur vorgetäuscht und er fand mich in Wahrheit widerlich. Abstoßend.
Bei diesen Gedanken stach es erneut in meiner Brust, diesmal aber stärker als zuvor.
Ich wusste es...
Ich wusste, es war keine gute Idee, sein Herz erneut zu öffnen.
Man wird doch eh nur verletzt.
Das war nun das beste Beispiel dafür.
Nie wieder.
Nie wieder würde ich mich so öffnen.
Ich will diesen Schmerz nicht mehr haben!
Nie mehr!
*****
Also ich glaube, Petra macht sich hier nicht gerade beliebt...😅😅
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The guy I'm working with / Ereri (Ger)
FanfictionEine Ereri Fanfiction. Eren hat gerade die Schule abgeschlossen und nun nichts mehr zu tun. Doch da sich alle seine Freunde bereits einen Job gesucht hatten, konnte er sich nicht mehr mit ihnen treffen und hing nur noch Zuhause rum. Als sein Vater j...
