Viel Spaß beim Lesen und bleibt gesund! 😊🌼
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Wie auf Knopfdruck weiteten sich meine Augen und mein Herz pumpte das Blut nun noch schneller durch meine Adern.
"I-ich...", setzte ich an, doch musste dann wieder abbrechen, da mir seine Berührungen absolut die Sprache verschlagen hatten.
Auf einmal spürte ich, wie sein Griff an beiden Stellen fester wurde, was mir ein erschrockenes "Ha" entlockte.
"Was ist denn los, Eren? Schon so ausgepowert?", fragte er mit einem sarkastischen Unterton.
Seine kleinen Hände schickten Stromschläge durch meinen Körper und ließen mich kaum merklich zittern. Warum zeigte ich so eine Reaktion? Und die viel wichtigere Frage: warum schien ihn das so zu amüsieren?
"H-Herr Ackerman, k-könnten Sie bitte-" - "Was denn, Eren?", unterbrach er mich, was mich irgendwie noch nervöser werden ließ. Diese tiefe, kehlige Stimme, die ich so nah an meinem Ohr vernehmen konnte, bereitete mir eine weitere Gänsehaut. Ich konnte spüren, wie seine Hände den Druck noch einmal erhöhten und damit begannen, meine Brust und meinen Oberschenkel zu massieren, was sich zugegebenermaßen wirklich gut anfühlte...Aber ich musste mich zusammenreißen! Das, was hier gerade passierte, war nicht gut! Weder für ihn, noch für mich! Obwohl ich mir ja nicht mal sicher war, was genau hier überhaupt geschah...
Meine Augen zusammen kneifend, versuchte ich die Kontrolle über die Situation zu behalten und legte meine Hände auf die seinen, welche ich dann sanft von mir wegzog. "Es ist genug...", hauchte ich leise und hoffte, dass er mich dennoch hören konnte. Es war wirklich mehr als schwierig, diese Worte über meine Lippen kommen zu lassen. Aber es musste sein.
Entgegen meiner Vorstellung ließ er mich daraufhin auch relativ schnell los und entfernte sich ein Stück von mir. "Eren", fing er an zu sprechen. Ich drehte meinen hochroten Kopf zu ihm und sah, wie er, nicht wie sonst immer desinteressiert und gelangweilt, sondern nun ein wenig geschockt oder eher überrascht auf den Boden schaute. "Entschuldige", sagte er, was mehr an ihn selbst, als an mich gerichtet war. Ohne auf eine Reaktion meinerseits zu warten, ging er geradewegs aus dem Raum, wobei er fast Hanji umrannte, die genau in diesem Moment die Rückenschule mit einer älteren, lächelnden Frau ohne Zähne betreten wollte. "Huuuch! Ganz ruhig mit den mittel-jungen Pferden, Levi~ Ahahaha!", lachte sie und ließ die Frau auf einem der Geräte Platz nehmen, "Was ist iiiihm denn über die Leber gelaufen?" Sie wandte sich an mich, doch mein Blick war stets auf die Tür, aus der Herr Ackerman gerade hinaus gestürmt war, gerichtet.
"Weiß ich nicht", gab ich etwas benommen von mir. Dabei wollte ich sie doch nicht anlügen...Naja. Ging nicht anders. "Hm", Hanji zuckte mit den Schultern und tanzte dann zu ihrer Patientin zurück, "Ich kümmer' mich gleich mal um ihn. Willst du solange hier zuschauen, Erenleinchen?"
Ich stimmte zu und stellte mich neben sie. Das war jetzt wohl besser als alles andere. Mein Körper musste sich erstmal beruhigen. Und ich mich auch. Ein bisschen Abstand würde uns beiden jetzt bestimmt gut tun...
Levi PoV.
Verdammt! Warum hatte ich es zugelassen?!
Wütend auf mich selbst stürmte ich ins Badezimmer und schloss die Tür hinter mir ab. Ich wusch mir ein paar Mal mit eiskaltem Wasser das Gesicht, stützte mich dann mit beiden Armen auf das Waschbecken und schaute mich im Spiegel an. Ich sah, wie die Wassertropfen langsam über meine Wangen, Nase und Mund in Richtung Kinn liefen und von dort aus ins Waschbecken tropften. Meine Haut war ziemlich warm. Das wurde sie immer, wenn ich mich aufregte. Und nun regte ich mich über mich selbst auf. Was hatte ich getan? Ich hatte einen kleinen Jungen angefasst!
Ok. Das hörte sich jetzt so an, als hätte ich ihn wirklich sexuell belästigt, aber das konnte man ja wohl schon fast dazu zählen!
Scheiße! Levi, du einsames Schwein! Wieso tust du das?!
Ich klatschte mir einmal mit der flachen Hand gegen die Stirn und fuhr von da aus weiter durch meine Haare, an denen ich leicht zog.
Nun war es geschehen. Ich bin schwach geworden. Die Situation hatte mich mitgerissen...
Schon seit ewiger Zeit hatte ich keinen richtigen Körperkontakt mehr zu irgendjemandem. Ich massierte zwar tagtäglich mehrere Leute, das war ja aber wohl nicht das gleiche...Und vielleicht rettete mich mein Beruf ja sogar davor, vor Einsamkeit ganz auszurasten...
In meinem Leben war niemand mehr, der mir Zuneigung schenkte. Also wirkliche Zuneigung. Meine Mutter war tot. Meinen Vater hatte ich nie gekannt. Mein Onkel verließ mich, als ich klein war. Meine beiden besten Freunde, die ich damals schon zu meiner Familie zählte, starben vor 11 Jahren an Lungenkrebs. Und mehr Familie hatte ich auch nicht. Ich war einsam.
Doch bis jetzt hatte ich es eigentlich immer gut kontrollieren können. Stets hielt ich meine Gefühle verschlossen, weswegen ich auch nach außen hin so kalt und herzlos wirkte. Aber das war nun mal meine Taktik. Und die hatte bis heute auch super funktioniert!
Es war alles die Schuld von diesem Balg...Er war so...Ja. Was war er denn?
Anders. Er war anders als alle anderen, mit denen ich bis jetzt zu tun hatte. Ich wusste nicht, was es war, aber ich hatte schon vom ersten Augenblick an, als ich ihn kennenlernte, gespürt, dass er etwas an sich hatte, was meinen Schutzpanzer langsam zum brechen bringen würde.
Und das beunruhigte mich unnormal. Anfangs hatte ich noch versucht, ihn abzuweisen. Aber dies war schier unmöglich! Er war einfach nur penetrant und wollte mir unbedingt bei jeder Sache helfen. War immer da. Auch, wenn es mir auf die Nerven ging, bereitete es mir dennoch ein wohliges Gefühl, welches ich schon ewige Jahre nicht mehr verspürt hatte.
Das Schlimmste daran war jedoch, dass ich ihn erst seit gestern kannte!! Wie war es diesem Balg gelungen, meine Fassade in nicht einmal 48 Stunden zum bröckeln zu bringen?!
Dass er ein Junge war, war hierbei kein Problem. Über meine Sexualität wusste ich schon sehr sehr früh Bescheid, da ich Mädchen einfach weder attraktiv, noch sonst irgendwie anziehend oder erregend fand. Und dass ich schwul war, wussten auch nur Erwin und Hanji.
Ich hatte aber auch kein Bedürfnis dazu, es laut in der Welt rum zu posaunen. Wozu auch? So darauf versessen, einen Partner für mich zu finden, war ich nicht. Ich kam sehr gut alleine klar. Doch dies stimmte, wie sich ja eben herausgestellt hatte, auch nicht so ganz.
Als ich seinen Körper berührte, war es wie als würden Blitze meinen Körper durchzucken, als würde eine Welle der Aufregung, der Freude, sich in mir aufbäumen und sich in der Nähe meines Herzens sammeln, als würde mein Bauch sich zusammen ziehen, was sich jedoch gut angefühlt hatte.
Und in diesem Moment war ich wie im Rausch. Ich wollte mehr von diesem Gefühl, welches ich in diesem Ausmaße tatsächlich noch nie verspürt hatte. Meine Gedanken und Handlungen waren nicht mehr unter meiner Kontrolle und hätte Eren nichts mehr gesagt, um mich aus meinem Delirium heraus zu holen, wer weiß, wie weit ich gegangen wäre...
Angewidert von mir selbst schüttelte ich den Kopf. Es widerte mich an, dass ich mich nicht beherrschen konnte und mich fast an einem kleinen Jungen vergangen hätte. So etwas darf mir nicht noch einmal passieren! Eren muss aus meiner Nähe veschwinden! Sonst passiert es vermutlich noch einmal...Nein. Soweit werde ich es nicht kommen lassen!
Schnell griff ich mir ein paar Papiertücher und trocknete mit ihnen mein Gesicht und meine Hände ab. Dann lief ich aus dem Bad raus nach unten zur Anmeldung, an welcher wie immer Petra saß und arbeitete. Als sie mich entdeckte, legte sich wieder dieser für sie typische Rotton auf ihre Wangen und sie fuhr sich einmal schnell durchs Haar, um es zu richten oder so.
"Ohh~ Hallo, Herr Ackerman", sie nahm eine Strähne zwischen ihre Finger und spielte schüchtern damit, "Ist alles in Odrnung oder kann ich Ihnen irgendwie helfen? Sie brauchen nur etwas zu sagen. Ich tue alles..." Den letzten Teil flüsterte sie eher, damit ihn die Patientin nicht mitbekamen. Ich jedoch ignorierte ihn gekonnt, da ich sowas schon von ihr gewohnt war und fragte stattdessen: "Wo ist Erwin?" Direkt nachdem Sie mir verraten hatte, er würde sich im Hinterhof eine rauchen, stürmte ich dorthin. Dann riss ich die Tür zu besagtem Hinterhof auf und erntete ein erschrockenes Gesicht vom Leiter unserer Praxis. Dieses beachtete ich aber nicht und stieß direkt mit meiner Forderung oder eher meiner Bitte heraus:
"Ich will nicht, dass Eren weiter mit mir arbeitet!"
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The guy I'm working with / Ereri (Ger)
FanfictionEine Ereri Fanfiction. Eren hat gerade die Schule abgeschlossen und nun nichts mehr zu tun. Doch da sich alle seine Freunde bereits einen Job gesucht hatten, konnte er sich nicht mehr mit ihnen treffen und hing nur noch Zuhause rum. Als sein Vater j...
