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Danke, danke für die Reads und die Votes.
Falls ihr irgendwelche Verbesserungsvorschläge habt, könnt ihr mir diese auch gerne mitteilen.
Und jetzt viel Spaß beim Lesen😊💞

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Als sie meinen traurigen Blick bemerkte, wechselte auch ihr Gesichtsausdruck schnell wieder ins Freundliche und sie legte ihre Hand an meinen Oberarm.
"Tut mir leid, Eren. Ich wollte dich nicht so anmaulen. Aber ich denke, es wäre das beste, wenn du ein wenig Abstand von ihm gewinnst", nachdem sie das gesagt hatte, drehte sie sich auf dem Stuhl wieder um und arbeitete weiter.
Ich seufzte leise, aber so, dass nur ich es hören konnte.
Erwin hatte mich doch aus einem bestimmten Grund gerade ihm zugeteilt. Wenn Levi wirklich so große Probleme damit gehabt hätte, dann hätte der Blonde diese Entscheidung doch wohl auch nicht getroffen, oder?
Meine Gedanken wurden unterbrochen, als ich durch die große Fensterscheibe das Auto meines Vaters vorfahren sah. Ich griff mir meinen Rucksack, murmelte noch ein "Tschüß" zu Petra und verließ die Praxis.
Wie immer wollte mein Vater wissen, wie mein Tag gelaufen war. Und wie immer sagte ich ihm, dass alles gut war.
Dies erzählte ich auch meiner Mutter und Mikasa beim Mittagessen.
Eigentlich war ja auch alles gut.
Dennoch hatte ich so ein beklemmendes Gefühl in meiner Brust, das nicht weggehen wollte...
Abends lag ich mal wieder an die Decke starrend auf meinem Bett und spielte mit meinen Haaren.
Warum ging mir das nur so nah? Dass Petra das gesagt hatte. Ich wusste ja irgendwie, dass ich Levi nicht nervte, denn er hätte es mir schon längst gesagt, wenn es so sein würde. Er war ziemlich direkt bei allen Sachen und würde sich niemals dauerhaft von etwas abfucken lassen.
Aber trotzdem verletzte mich der Gedanke, ich würde eine Last für ihn sein, unheimlich.
Ich brauchte jetzt jemanden zum reden. Und da fiel mir ein, ich hatte schon eine ganze Weile nicht mehr mit meinem besten Freund gesprochen!
Armin fing nach dem Schulabschluss als Altenpfleger in dem Heim gleich neben unserer Schule an. Dort wohnte auch sein Opa in einem Zimmer, weswegen er sich gerade für diesen Job entschied. Er meinte, er würde nie Zeit mit ihm verbringen und dass dies die perfekte Gelegenheit sei.
Schnell griff ich zu meinem Handy, das ich zuvor auf meinem Nachttisch platziert hatte, öffnete seinen Kontakt und drückte auf den grünen Hörer.
Es tutete eine ganze Weile.
Und langsam verlor ich die Hoffnung, er würde noch rangehen.
Doch dann im nächsten Augenblick vernahm ich seine Stimme und merkte gleich, wie sehr ich ihn doch eigentlich vermisst hatte.
"Eren! Oh wow, schön dass du anrufst! Es kommt mir vor, als wäre eine halbe Ewigkeit vergangen!"
Ich musste lachen.
"Ja, du hast Recht. Wir müssen uns auch unbedingt mal wieder treffen. Aber ich wollte dich jetzt einfach mal anrufen, um zu hören, wie's dir so geht. Ach ja und wie es so bei deinem Job läuft!"
Armin berichtete mir aufegregt von seinen vergangenen Wochen, in denen er häufig die Füße von alten Frau massieren, Erbrochenes und Exkremente weggemachen und Pudding an die Einwohner verteilen musste.
Während des Gespräches musste ich entweder grinsen, oder angewidert das Gesicht verziehen. Aber alles in allem war es ziemlich lustig, was Armin mir so erzählte.
"Aber es macht trotzdem Spaß und ich bin auch voll oft bei meinem Opa. Das ist richtig schön", ich konnte sein Lächeln bildlich vor meinem inneren Auge sehen, "Und wie läuft's bei dir? Du hattest mir ja letztens nur mal geschrieben, dass du jetzt beim Physiotherspeuten arbeitest. Los, erzähl' mal. Wie ist das so?"
Daraufhin begann ich zu berichten.
Von den ganzen schwitzenden Leuten, die wir, oder besser gesagt Levi, massierten, von den Geschichten, mit denen die Patienten uns zutexteten, von meinen Aufgaben und selbstverständlich von Levi.
Da hatte ich einiges zu berichten. Und ich hörte auch gar nicht mehr auf, bis Armin mich dann letztendlich unterbrach.
"Ok ok, Eren. Das hört dich ja wirklich spannend an. Du scheinst diesen Levi ja wirklich krass anzuhimmeln, hmm?", fragte er und kicherte.
Die Augen verdrehend hielt ich mir die Hand an die Stirn, musste jedoch auch lachen.
"Jaja", sagte ich und meine Stimme wurde wieder etwas ernster, "Aber weißt du, eine Sache muss ich dir noch sagen. Vielleicht weißt du ja, was man da machen kann..."
Ich berichtete Armin von diesem Gefühl in meinem Bauch, das in den letzten Wochen von Tag zu Tag schlimmer oder eher gesagt stärker wurde. Ich führte ihm aus, wie heute sogar meine Brust zu schmerzen begann, nachdem ich mich mit Petra unterhalten hatte. Langsam fing ich nämlich an, mit ernsthafte Sorgen um meine Gesundheit zu machen.
Er hörte aufmerksam zu und fiel mir kein einziges Mal ins Wort.
"Joa und so geht's mir jetzt schon seit einiger Zeit...Hast du 'ne Ahnung, was das sein kann? Ich wollte nämlich eigentlich heute beim Arzt anrufen, das hab ich aber vergessen. Wenn du also 'ne Idee hast, hau' raus. Sonst lass ich mich die Tage wirklich mal durchchecken."
Nachdem ich das gesagt hatte, war es Still. Sogar ziemlich lange.
Ich dachte schon, er hätte aufgelegt, doch als ich mein Handy vom Ohr weghielt sah ich, dass der Anruf noch immer lief.
"Armin?", fragte ich, um sicher zu gehen, dass er nicht eingeschlafen war oder so.
"Ehm, also Eren", fing er dann auf einmal an zu sprechen und ich lauschte ihm aufmerksam, da Armin eigentlich IMMER recht hatte, selbst wenn er das nicht einsehen wollte, "...das wirkt auf dich jetzt vermutlich ein wenig unwahrscheinlich, aber für mich hört sich das alles so an, als ob du verliebt wärst."
Ok, vielleicht doch nicht IMMER.
Ich prustete.
"Hahaha, ja ok, Armin. Der war gut. Aber jetzt mal im ernst. Weißt du, was das ist?"
"Eren, wenn ich es dir doch sage! Das sind alles Anzeichen dafür, dass du verliebt bist!"
Nun stockte ich. Er meinte es ernst. Verliebt? War ich verliebt? Nein, das konnte nicht sein. Definitiv nicht.
Zwar war ich noch nie verliebt, aber das konnte sich doch mit Sicherheit nicht so anfühlen. Oder? Und außerdem: in wen sollte ich mich denn bitte verliebt haben?
"Du denkst das tatsächlich...Aber, Armin. In wen denn bittschön?", ungläubig rutschte ich auf die Kante meines Bettes und gestikulierte wild, auch wenn mir bewusst war, dass er es nicht sehen konnte.
"Na, in diesen Levi! Wen denn sonst? Stell' dich doch nicht so doof an, Eren Jäger."
Jetzt war ich völlig verwirrt. Ich sollte in Levi verliebt sein?
Seine Worte warfen mich völlig aus der Bahn.
"A-aber das..."
"Es scheint nun einmal so zu sein. Ich glaub', du musst das jetzt erstmal verarbeiten. Du hörst dich gerade nicht so an, als wenn du noch ganz bei dir wärst. Denk' einfach in Ruhe darüber nach und ich bin mir sicher, dass du selbst zu der Erkenntnis kommen wirst. Wenn noch was sein sollte, kannst du mich jederzeit anrufen. Bis dann, Eren", versicherte er mir noch, bevor er auflegte und ich wieder ein regelmäßiges Tuten vernahm.
Ich ließ mich rückwärts auf mein Bett fallen und dachte nach. Mal wieder.
War das wirklich der Grund für das flaue Gefühl in meinem Magen? War das auch der Grund für das Schmerzen in meiner Brust? Und lag hier auch die Ursache, warum mir alles, was er sagte und tat, so wahnsinnig nah ging?
War es so? War ich wirklich in Levi verliebt? Außerdem würde das ja heißen, dass ich schwul war! Selbst mit meiner Sexualität hattr ich mich zuvor noch nie befasst. Sie ist mir zumindest nie bewusste geworden...
Aber das alles konnte ich mir eigentlich nicht vorstellen.
Ich dachte immer, man würde es bemerken, wenn man sich in jemanden verliebte und nicht, dass das so unterbewusst geschah, ohne es richtig zu wollen...
Doch je länger ich mir über diese mir so willkürlich vorkommende und völlig banale Aussage von Armin den Kopf zerbrach, desto einleuchtender und klarer wurde sie.
Ich fing sogar an, im Netzt zu recherchieren.
"Anzeichen von Verliebtsein", "Wie merke ich es, dass ich jemanden mag?" und "Gefühle beim Verliebtsein" waren Dinge, die ich in die Suchzeile eingab.
Was mir dabei jedoch ein wenig Angst einjagte war, dass alle Ergebnisse, die dabei herauskamen, fast zu 100% auf mich zutrafen, wenn ich an mein Verhalten Levi gegenüber dachte. Und an die Gefühle, die ich hatte, wenn ich bei ihm war. Die Reaktionen meines Körpers, wenn wir Zeit miteinander verbrachten...
All das passte perfekt zu den Beschreibungen des Internets.
So richtig traute ich dem Sachen im Netz nicht, aber selbst Armin hatte es mir bestätigt...
Und auch, wenn ich es vielleicht nicht wahrhaben wollte, so konnte ich es am Ende des Tages doch nicht mehr leugnen: Ich war verliebt. In Levi. In den Mann, mit dem ich zusammen arbeitete.

The guy I'm working with / Ereri (Ger)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt