Hey, Leute.😊
Tut mir leid, dass momentan nicht so viel kommt, aber ich muss gerade wirklich viel lernen und habe nur noch ganz wenig Zeit. 😕
Ich hoffe, ihr versteht das. Da bin ich mir aber sicher. 😜
Und trotzdem wünsche ich euch jetzt viel Spaß beim Lesen und noch einmal danke für alle Kommentare, Reads und Votes. Das ist sehr motivierend!☺
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Mir wurde bewusst, dass sie es war.
Sie hatte sowohl mir als auch Levi erzählt, dass wir gegenseitig voneinander genervt seien und sich dann bei jedem von uns als Unschuldslamm ausgegeben.
Was für eine kleine hinterlistige *****.
Meine Kiefermuskeln spannten sich an und ich ließ meine Augen zu der Braunhaarigen hinter der Anmeldung wandern.
"Was meinst du denn?", fragte ich mit einem scharfen Unterton und trat einen Schritt auf sie zu, "Was soll ich denn bitte getan haben? Weißt du, Petra, es wundert mich gerade ziemlich, dass Levi mir auf einmal genau das vorhält, was du mir noch vor ein paar Tagen als seine Meinung über mich verkauft hast."
Wütend verschränkte ich die Arme vor der Brust und beobachtete sie dabei, wie sie nur unbeteiligt ihrer Arbeit nachging und sich eigentlich gar nicht für mich interessierte.
"Tja, Zufall", sie zuckte mit den Schultern, während sie auf der Tastatur des Computers herumtippte, "Außerdem sollst du ihn doch wieder siezen, oder nicht?"
Ein siegessicheres Grinsen machte sich auf ihren Lippen breit.
Ich knurrte leise und wollte ihr eigentlich die Standpauke ihres Lebens erteilen, da sich meine ganzen Emotionen gerade immer mehr wuchsen und herausgelassen werden wollten, doch ich hielt mich aufgrund der anderen Patienten und Annie zurück.
Also lehnte ich mich mit beiden Armen auf den Tisch, hinter welchem Petra ihren Arbeitsplatz hatte und machte ihr leise, aber mit drohendem Unterton klar:
"Das werde ich nicht durchgehen lassen. Ich weiß zwar nicht, warum du das tust, aber das juckt mich auch nicht weiter.
Dass du mich dadurch wohl loswerden willst, das hab ich schon verstanden. Es ist offensichtlich. Obwohl ich dir meiner Meinung nach nie etwas getan habe.
Aber es gibt eine Sache, die ich dir zu 100% versichern kann: damit wirst du nicht durchkommen. Versprochen."
Nach diesen Worten zog ich mich zurück, bemerkte noch ihren nun in die Unsicherheit gleitenden Blick und ging dann zu Annie rüber, die die Augen verdrehend noch immer in der Ecke des Wartezimmers stand und gerade zum Meckern ansetzen wollte.
"Entschuldige bitte die Verzögerung. Jetzt kann's losgehen", kam ich ihr zuvor und sie betrat ohne weitere Worte eine der Kabinen, in der schon ein älterer Mann oberkörperfrei auf der Liege lag.
Während der Behandlung war ich nur körperlich anwesend, was aber auch nicht schlimm war, da Annie sowieso nicht sehr gesprächig zu sein schien.
Die Gedanken daran, dass Levi nun sauer auf mich war, quälten mich ununterbrochen und ich wollte eigentlich nur noch zu ihm laufen, um das Missverständnis oder eher die "Fehlinformation", die uns beiden gegeben wurde, aufzuklären.
Und natürlich, um endlich reinen Tisch zu machen und ihm meine Gefühle offenlegen.
Doch ich konnte weder zu ihm gehen, weil ich gerade in dieser Behandlung saß, noch wusste ich, ob er überhaupt mit mir sprechen wollte. Geschweige denn mich SEHEN wollte.
Bestimmt hatte er jetzt tatsächlich keine Lust mehr auf mich...
Ich musste das so schnell wie möglich klären! Verlieren konnte ich ihn auf keinen Fall! Das durfte ich einfach nicht!
Er war ein so besonderer Mensch, der trotz der ganzen Scheiße, die er in seinem Leben schon durchstehen musste, noch immer so liebevoll und warmherzig sein konnte...
Auf einmal traf es mich wie ein Schlag und ich konnte regelrecht spüren, wie das Blut durch meine Adern floß.
Mir schoßen die Worte in den Kopf, die er mir vor Tagen anvertraut hatte.
Seine Geschichte.
Dass er riesige Angst davor hatte, einen Menschen zu verlieren, den er mochte; dass er jahrelang generell niemanden mehr näher an sich heran gelassen hatte, aus Angst, derjenige würde ihn wieder verlassen.
Und dann kam ich.
Mir hat er letztendlich diese einmalige Chance, ihn näher kennenzulernen und mich mit ihm anzufreunden, zuteilwerden lassen.
Er hatte sich mir gegenüber geöffnet, das konnte ich ganz klar spüren.
Er hatte mir vertraut. Da war ich mir sicher.
Und nun dachte er bestimmt, dass ich ihn hinterhangen habe! Ihn verlassen habe! So wie auch schon alle zuvor...
Ich habe mich doch immer so sehr bemüht, ihm zu helfen und ihn aufzuheitern, damit ich ihm zeigen konnte, dass es jemanden gab, dem er wichtig war.
Doch nun dachte er, das sei alles nur ein riesengroßer Schwindel gewesen und ich hätte sein Vertrauen missbraucht.
Selbst, wenn es nicht der Wahrheit entsprach: er wusste es nicht besser.
Was sollte er denn auch glauben?
Woher sollte er es denn auch besser wissen?
Selbst ich hatte Petras Worten ja zunächst Glauben geschenkt...
Und es hat mich fertig gemacht.
Doch ich wollte gar nicht wissen, wie Levi, der solch immense Probleme mit der Bindung zu anderen Menschen hatte, sich nun fühlen musste.
Allein darüber nachzudenken ließ mein Herz sich schmerzhaft zusammenziehen.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es noch 26 Minuten bis zur Mittagspause waren.
Dies würde meine einzige Chance sein, mit ihm reden zu können, da ich ja nun nicht mehr als Lehrling zu ihm gehörte.
Ich musste alles auf dieses eine Gespräch setzen, denn ich hatte das miese Gefühl, ich würde sonst keine Woche mehr hier arbeiten.
Sowohl Levi als auch Petra - vor allem Petra! - werden diesen Vorfall sicherlich Erwin melden, der dann natürlich gezwungen ist, eine Entscheidung zu fällen.
Und wenn beide dann auch noch für meine Entlassung stimmen würden, wäre es beschlossene Sache und ich könnte nichts dagegen tun. Dann würde ich Levi wohl nie wiedersehen...
Meine Hände hatten zu zittern begonnen, was ich erst nicht bemerkt hatte, doch der ältere Mann, der nun mit dem Gesicht zu mir lag, sprach mich darauf an und wollte wissen, ob alles in Ordnung sei.
Ich entgegnete, dass ich lediglich unterzuckert war und nur etwas zu essen bräuchte, woraufhin er dann auch Ruhe gab.
Je näher der kleine Zeiger der 1 kam, desto nervöser wurde ich und desto größer wurde meine Angst.
Meine Angst davor, Levi wirklich verlieren zu können.
Oder...vielleicht hatte ich das auch schon bereits.
Tränen traten mir in die Augen, die ich aber augenblicklich versuchte weg zu blinzeln.
Es klappte nicht wirklich, denn es kamen immer neue und außerdem immer mehr von ihnen nach.
Diese Ungewissheit darüber, was gleich passieren würde, brachte mich fast um.
Würde ich ihn überhaupt im Aufenthaltsraum antreffen können oder hatte er meinen Plan womöglich schon durchschaut und würde erst gar nicht erscheinen?
Och, verdammt! Mein Schädel explodierte beinahe!
Als es dann schließlich doch so weit war und Annie die Behandlung abgeschlossen hatte, verabschiedete ich mich für die Zeit meiner Mittagspause von ihr und lief auf wackligen Beinen - und ich meine wacklig - in Richtung des Raumes, in dem ich mit Levi zuvor so viel gelacht und geredet hatte.
Die Erinnerungen daran ließen mich für einen Augenblick lächeln, sie wurden dann aber direkt wieder von der Realität überdeckt und auf meiner Stirn bildeten sich einige Tropfen Angstschweiß.
Noch nie hatte ich so Panik vor einem Gespräch gehabt, wie vor diesem, dass hoffentlich dennoch jetzt gleich stattfinden würde.
Am Raum angekommen drückte ich mit noch immer zitternden Händen die Türklinke hinunter und schmulte vorsichtig hinein.
Da ich so aber nichts erkennen konnte, musste ich wohl oder übel die Tür komplett öffnen, was ich dann auch tat.
Und mein Herz setzte kurz danach auch für einen Schlag aus, als mich seine stahlgrauen und emotionslosen Augen wie ein Blitz trafen.
Er war hier. Zum Glück.
Reiß' dich zusammen, Eren!
"Levi...", setzte ich an, doch er stand sofort auf, um seine Tasse in die Spüle zu stellen und den Raum zu verlassen.
Ich jedoch stellte mich in den Türrahmen.
"Geh' mir aus dem Weg", knurrte er, was sich wirklich sehr bedrohlich anhörte, mir auch eine Gänsehaut bescherrte.
"Nein, das kann ich nicht. Lass' uns bitte kurz darüber reden. Ich muss-"
"Ich wüsste wirklich nicht, was wir beide noch zu bereden hätten", ohne mich anzusehen drückte er gegen meine Seite, um mich wegzuschieben.
Aber ich blieb standhaft und hielt dagegen an.
"Bitte, ich flehe dich an, Levi!"
"Nein, ich will nichts hören!"
Er presste seine Arme immer fester in meine Seite, doch je doller er das tat, desto mehr stemmte ich mich ihm entgegen.
"Du musst mir zuhören! Ich-"
"Pff! 'N Scheiß muss ich!"
"Bitte! Es ist wichtig! Hör' mir doch zu!"
"Ich hab' dir immer zugehört! Egal worum es ging und egal wie banal es war! Und jetzt geh. Mir. Aus. Dem. Weg!!!!"
Sein Gesichtsausdruck wurde mit jedem seiner Sätze verzweifelter und auch seine Handlungen unkontrollierter.
Und als ich meinte, kleine Tränen in seinen Augen schwimmen zu sehen, überkam es mich und ich schloss ihn einfach fest in meine Arme.
"L-lass mich sofort los!", fuhr er mich an und schlug mit der Faust gegen meinen rechten Oberarm.
Ich schüttelte nur den Kopf, hielt ihn sogar nur noch fester und ertrug stumm seine Schläge, die mit der Zeit jedoch auch an Stärke verloren.
"Bitte...lass mich los...", hauchte er irgendwann nur noch und stoppte in seiner Bewegung.
Die Arme ließ er schlapp an seinem Körper runterfallen und ich vernahm ein leises Schluchzen von ihm, was mir nun entgültig das Herz zerriss.
Niemals.
Niemals wollte ich ihn zum weinen bringen.
Es war doch mein Ziel gewesen, sein wunderschönes Lachen zu sehen! Und zwar nur noch das!
Ich wollte und sollte der Grund dafür sein, dass Levi lachte. Dass er endlich wieder in der Lage war, aus tiefstem Herzen zu lachen .
Und nicht der Auslöser für sein Weinen sein...
Noch nie tat es mir so sehr weh, jemanden weinen zu sehen wie ihn jetzt gerade.
Es war eines der schlimmsten Erlebnisse, die ich je erlebt habe.
Ich hatte die Person zum weinen gebracht, die ich liebte.
"Levi", meine Stimme war nun auch am Beben und eine nasse Spur zog sich meine Wange hinunter.
"Du sollst mich nicht mehr so nennen", krächzte der Kleiner in meine Brust, an die ich seinen Kopf gedrückt hatte.
"Es tut mir leid...Es tut mir so wahnsinnig leid! Ich wollte nicht, dass du ausgerechnet wegen mir deine Tränen vergießen musst! Aber hör' mich bitte an. Bitte", erflehte ich und als nichts von ihm zurückkam, sah ich das als Aufforderung an, weiter zu sprechen.
Ich holte noch einmal tief Luft.
"Ich habe nie etwas dergleichen gesa-"
Auf einmal wurde die Tür aufgerissen und knallte somit voll gegen meinen Kopf.
Vor Schreck lösten wir uns voneinander und ich hielt mir die Stelle, gegen die die Tür geknallt war, mit beiden Händen.
"Woah, was geht'n hier bitte ab?", fragte Jean erstaunt und schaute abwechselnd zum weinenden Levi und zu mir, der ebenfalls weinte.
Oh, wie ich diesen Typen doch hasste.
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The guy I'm working with / Ereri (Ger)
FanfictionEine Ereri Fanfiction. Eren hat gerade die Schule abgeschlossen und nun nichts mehr zu tun. Doch da sich alle seine Freunde bereits einen Job gesucht hatten, konnte er sich nicht mehr mit ihnen treffen und hing nur noch Zuhause rum. Als sein Vater j...
