Jax's POV
Wir rannten mehrere Stunden lang. Annabelles Wolf war wirklich faszinierend. Ich ertappte mich dabei, dass ich sie mehr als einmal anstarrte, anstatt darauf zu achten, wohin ich ging. Am Ende stolperte ich entweder oder lief gegen etwas, gewöhnlich gegen einen Baum.
Schließlich machten wir uns nun langsam auf den Weg zurück zum Haus, und ich konnte feststellen, dass Annabelle nervös war, wieder in ihre menschliche Gestalt zurückzukehren. Ich versuchte, sie davon zu überzeugen, dass es nicht so schlimm sein würde wie vorhin, als sie sich zum ersten Mal verwandelt hatte, aber das beruhigte ihre Ängste immer noch nicht.
Als wir die Baumgrenze überschritten hatten, die den Wald von meinem Hintergarten trennte, hörte ich hinter mir ein kleines Wimmern. Mir wurde klar, dass Annabelle hinter mir zurückblieb und versuchte, so lange wie möglich in ihrer Wolfsgestalt zu bleiben.
Also drehte ich mich zu ihr um und trabte auf sie zu, vergrub meinen Kopf in ihrem Nacken, um ihr zu signalisieren, dass alles okay war. Wir waren noch nicht so weit, dass wir ihr beigebracht hatten, wie man die Gedankenverbindung herstellt, so erfolgte also jegliche Kommunikation zwischen uns durch Körpersprache.
Als der bittere Geruch der Angst die Luft erfüllte, wimmerte ich leise auf, streichelte wieder ihren Hals, und versuchte, sie so gut es ging zu beruhigen, bevor ich mich zurückzog und mich wieder in meinen menschlichen Körper zurückverwandelte.
Annabelles Augen wurden groß, als sie merkte, was ich tat. Schnell drehte sie sich um, bevor sie mich nackt sehen konnte. Ich lachte auf und schüttelte meinen Kopf, denn jeder, der sich zurück verwandelte, würde nackt sein. Das war keine große Sache.
Ich ging ein paar Schritte wieder in den Wald, um Klamotten zu holen, die hier in meinem Territorium überall an den Bäumen hingen, denn wenn man mal keine Sachen bei sich hatte, konnte man sich diese nehmen.
Ich schlüpfte in ein paar Shorts, und nahm noch ein Shirt für Annabelle mit, denn sie würde eins brauchen, wenn sie sich zurückverwandelte.
,,Komm schon, Kleine, du musst dich
zurück verwandeln, ich verspreche dir, es wird nicht so weh tun wie letztes Mal.", sagte ich bittend zu ihr, während ich in ihre wunderschönen Augen schaute. Alle Wölfe, die ich bis jetzt getroffen hatte, hatten goldene Augen, wenn sie sich zurückverwandelten, allerdings war das bei ihr nicht der Fall. Die Frage war, warum nicht?
Annabelle schüttelte trotzig den Kopf, bevor sie sich auf den Bauch legte und ihren Kopf auf ihren Pfoten ablegte.
Ich seufzte, legte mich neben Annabelle auf den Rücken und verschränkte meine Hände hinter meinen Kopf.
,,Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich mich zum ersten Mal verwandelt habe, es war an Hannahs dreizehntem Geburtstag.", begann ich zu erzählen.
"Sie hasste mich noch Monate später, weil ich all die ganze Aufmerksamkeit auf mich gezogen habe." Bei der Erinnerung lachte ich belustigt auf. ,,Sie hatte diese Party mit Mum vor Monaten geplant. Sobald es an der Zeit war, einen Kuchen zu kaufen und alle ein Geburtstagslied sangen, wollte mein Wolf genau in diesem Moment herauskommen. Ich glaube, wir haben es sogar irgendwo auf Kamera.", lachte ich.
Annabelles Ohren drehten sich zu mir, was mir zeigte, dass sie mir bei meiner kleinen Geschichte zuhörte. Würde mir dieses Zeichen nicht genau verraten, dass sie mir ihre Aufmerksamkeit schenkte, hätte ich gedacht, dass sie eingeschlafen war. ,,Möchtest du den Knaller der Geschichte hören? Hannahs Geburtstag war eine Woche nach meinem, aber sie wollte es vor meinem Geburtstag planen, weil sie wusste, sobald ich 16 werde, würde die ganze Aufmerksamkeit auf mich und meinen Wolf gerichtet sein und sie würde keine bekommen.", ich musste schmunzeln. ,,Anscheinend gefiel meinem Wolf diese Idee nicht besonders, denn ich verwandelte mich eine Woche bevor ich es eigentlich hätte tun sollen. Hannah schiebt es auf meinen inneren Alpha, aber ich glaube, mein Wolf wusste, wie gerne ich mich mit ihr anlegen wollte, und beschloss, mir zu helfen.", sagte ich mit einem Lächeln auf den Lippen.
Wir schwiegen wieder eine Weile und genossen einfach nur die Gesellschaft des anderen, aber als die Sonne hinter den Bäumen unterzugehen begann, setzte ich mich auf und streichelte das weiche Fell auf Annabelles Kopf. ,,Komm schon, Kleine, es ist Zeit, sich zurück zu verwandeln. Jeder Werwolf hatte mal Angst sich zurückzuverwandeln, wegen den ganzen Schmerzen. Aber es wird nicht so schlimm wie beim letzten Mal sein, und je öfter du dich verwandelst, desto leichter ist es. Es ist, als ob dein Körper lernt, sich zu verwandeln, und je öfter er das tut, desto weniger Schmerzen wirst du spüren, bis es das normalste auf der Welt ist."
Annabelle brummte, offensichtlich war sie nicht glücklich darüber, sich zurückzuverwandeln.
Es dauerte ein paar Sekunden, aber schließlich stand sie dennoch auf und wagte den Versuch, sich zu verwandeln.
Ihr darauf folgendes frustriertes Knurren signalisierte mir, dass es offensichtlich nicht klappte.
,,Stelle dir vor, wie du aussiehst. Wenn du deine Zehen bewegst, etwas in deinen Händen hast, deine Haare kämmst und all die Sachen, die man als Mensch macht und die dich ausmachen."
Wir standen hier für mehrere Sekunden, bevor ihr Körper schließlich anfing, sich zu bewegen. Ich wusste, dass sie sich gleich in ihre menschliche Gestalt verwandeln würde. Also griff ich nach dem Shirt, das neben mir lag, und hielt es hoch, so dass ich nichts sehen konnte, was ich nicht sehen sollte, jedenfalls kicherte ich noch nicht vor mich hin.
Mein Wolf war einerseits traurig, dass seine Wölfin gehen musste, aber andererseits war er auch glücklich, dass sie nun in unserem Leben war und sie nun die Möglichkeit hatte, die Verbundenheit mit ihrem Mate zu spüren.
Als ich hinter dem Shirt ein Keuchen hörte, kam ich wieder in die Realität zurück. Sie war wohl gerade wieder in ihrer menschlichen Gestalt. Schnell zog ich ihr das Shirt über den Kopf und fing sie auf, bevor sie vor Erschöpfung zu Boden fallen konnte. Das Verwandeln, vor allem bei den ersten paar Malen, war sowohl körperlich als auch geistig extrem anstrengend, weshalb sie lange schlafen würde, wenn ich sie erst einmal hineingebracht hatte.
Ich zog sie an meine Brust und hielt sie fest, als ich mich in das Haus begab, wo inzwischen eine angenehme Wärme herrschte. Obwohl sie mit Schweiß bedeckt war, konnte sie sehr schnell krank werden, wenn ihr nicht bald warm war.
,,Ich fühle es.", hörte ich sie plötzlich leise murmeln.
Beim Klang ihrer Stimme setzte mein Herz einen Schlag aus, nur um dann noch schneller loszugaloppieren.
,,Was fühlst du, meine Kleine?", fragte ich mit rasendem Herzen.
Sie lächelte und versteckte sich an meiner Brust. ,,Die Matebindung."
Ein Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus, ohne dass ich es verhindern konnte. Meine Mate könnte sie endlich spüren. Endlich konnte ich sie jetzt beanspruchen, für mich, für mich ganz allein und für niemanden sonst.
Ich küsste sanft ihren Kopf, bevor ich die Vordertür aufmachte und mich nach oben auf den Weg zu meinem Zimmer machte, zu unserem Zimmer.
,,Schlaf gut, meine Kleine, ich werde hier sein, wenn du wieder aufwachen wirst.", flüsterte ich, nachdem ich sie sanft zugedeckt hatte.
Mit einem süßen kleinen Stirnrunzeln auf der Stirn schüttelte sie den Kopf, wodurch ein kleines V zwischen ihren Augenbrauen entstand.
,,Schlaf bei mir."
Wieder schien mein Herz für einen Moment auszusetzen, während langsam ein glückliches Lächeln auf meinem Gesicht erschien.
Ich kam zu ihr unter die Decke, und zog sie fest an meine Brust. Wenn möglich war das Funkeln zwischen uns noch stärker geworden, und ich lächelte bei dem Gedanken, bevor mich die Müdigkeit überkam und ich sicher mit meiner Mate einschlief.
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Hört ihr während ihr Lest Musik? Wie findet ihr es wenn ich in den Kapiteln Musik reinstelle? Wenn ja, Vorschläge?
Und im nächsten Kapitel geht es weiter aus Annabelle's Sicht. Welche Sicht mögt ihr mehr? Jax's oder Annabelle's?
PS: Tut mir Leid für den Cliffhanger 😆
Wörter: 1301
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The Alpha and his Mate
Fiksi Remaja&& Wird komplett überarbeitet. Grammatik und Logik Fehler sind vorhanden&& ,,Wer bist du und was machst du auf unserem Territorium?", Knurrte der Mann, trat einen Schritt vor und verkürzte so die Distanz zwischen uns. ,,Du betritst umser Territori...
