Jax's POV
Ich war so glücklich, als Annabelle Xavier verzieh, was er ihr bei ihrem ersten Treffen angetan hatte. Es ist in der Geschichte der Wölfe schon einmal vorgekommen, dass die Luna dem Beta nicht getraut hat. Das Rudel ist entweder instabil geworden oder der Beta musste zurücktreten. Beide Meinungen waren nie sehr gut, und in den meisten Fällen bedeutete dies das Ende des Rudels.
Wir machten uns auf den Weg ins Wohnzimmer und nachdem ich Annabelles Sandwich geholt hatte, machte ich es mir auf den Sofas bequem.
Ich lächelte Annabelle an, als sie sich mit herangezogenen Beinen neben mich setzte. Sie knabberte an dem Essen, das ich ihr gegeben hatte. Ich wusste zwar, dass sie keinen großen Hunger hatte, aber ich wollte, dass sie etwas aß.
,,Du sagtest, du hast etwas gefunden, Xavier, und ich denke, es hat was mit dem riesigen Buch in deinen Händen zu tun." begann ich, während ich meine Arme auf meinen Knien abstützte.
,,Gut, erinnerst du dich noch daran, als ich gesagt habe, dass Annabelles Augen bei ihrer Verwandlung eine andere Farbe haben?"
Ich nickte, während ich über meine Schulter schaute und meine Mate vorfand, die aufgehört hatte zu essen und uns verwirrt anstarrte. Zu Recht, denn sie wusste ja nicht, wovon wir redeten. ,,Annabelle, wenn wir uns in unseren Wolf verwandeln, haben unsere Augen eine goldene Farbe, ganz egal, welchen Rang du in einem Rudel hast." sie nickte mit dem Kopf, bevor sie ihr halb aufgegessenes Sandwich auf ihren Teller legte und die Krümel von ihren Fingern klopfte. ,,Und was heißt das jetzt?"
Bevor er auch nur antworten konnte, drehte ich mich um und blickte sie mit einem aussagekräftigen Blick an. ,,Xavier will es uns sagen, wenn du das Sandwich jetzt isst. Denn ich möchte nicht von Dr. Tessler hören müssen, dass du zu wenig gegessen hast."
Sie lächelte schüchtern, bevor sie das Essen ansah, es schließlich nahm und noch einen Bissen davon aß.
Als ich sicher war, dass sie weiter essen würde, schaute ich zu Xavier hinüber und deutete ihm, dass er weiter erzählen sollte.
,,Also, das ist das Buch, aus dem ich es ursprünglich gelesen habe. Ich musste einen Berg von Büchern durchforsten, aber schließlich fand ich es." Xavier legte das Buch auf den Tisch und schlug es auf.
,,Hier, Seite 367...
Die Wolfs Augen sind bemerkenswert. Unabhängig davon, ob sie ein Alpha oder Omega sind, bleiben sie immer gleichfarbig. Man glaubt, dass die Mondgöttin es so gestaltet hat, um uns daran zu erinnern, dass wir alle etwas Besonderes für sie sind und alle gleich sind - wir sind alle aus Gold.
Es gibt jedoch eine Ausnahme von dieser Regel. Man glaubt, dass es in jeder Generation eine Art Boten gibt, der direkt mit der Mondgöttin selbst verbunden ist. Dieser Bote wird immer weiblich sein und an der Farbe ihrer Wolfsaugen zu erkennen sein. Im Gegensatz zu allen anderen Wölfen wird sie mondsteinfarbene Augen haben, die ihre Verbindung zu unserer Schöpferin symbolisieren.
,,Gut, was steht da noch drin?", fragte ich während ich auf das Buch schaute und dann wieder zu Xavier.
Xavier schüttelte seinen Kopf und zuckte die Schultern ,,Das ist es, es geht nur um eine normale Verwandlung von einem Wolf, danach aber nichts mehr. Ich werde mal in der Bücherei nachsehen, um zu schauen, was mit Boten gemeint ist."
Ich nickte und schaute unauffällig über meine Schulter, um sicher zu gehen, dass Annabelle aß.
,,Was immer du brauchst, sag es mir und du bekommst es. Ich möchte der Sache auf den Grund gehen."
,,Was weiß er?", flüsterte Annabelle hinter mir, ich drehte mich um und sie schaute auf das Kissen unter ihr.
,,Was meinst du, Kleine", fragte ich, als ich mich zurücklehnte, um näher bei ihr zu sein.
,,Was wäre, wenn Alpha Parker von dieser Sache mit dem Wolfsboten wusste und deshalb das tat, was er tat. Deshalb hat er mich meinen Eltern weggenommen und mich gezwungen, mich nicht zu verwandeln und mich im Haus der Leftons versteckt zu halten." Man konnte Angst aus ihrer Stimme hören.
Ich legte einen Arm um sie und zog sie zu mir, sodass sie ihren Kopf auf meiner Brust ablegen musste. Meine arme kleine Mate hatte bis jetzt so viel in ihrem kurzen Leben ertragen müssen.
,,Sie haben einen Standort dort, Jax. Ich meine, das würde erklären, warum die Rudel gestern dort waren. Kein zurechnungsfähiger Alpha würde einen Krieg zwischen zwei Rudeln auslösen, nur weil ein einzelner Ausreißer seine Mate gefunden hat.", erklärte Xavier, während er mit seinem Kopf knackte.
,,Aber woher sollte er das wissen? Ich hatte mich noch nie davor verwandelt, vor allem nicht, als ich so jung war. Er konnte nicht wissen, wie meine Wolfsaugen aussahen, außerdem habe ich sie selbst noch nicht gesehen."
,,Guter Punkt." Xavier setzte sich frustriert auf seinen Sitz, weil er nicht alle Antworten für seine Luna hatte.
,,Was ist, wenn es genetisch bedingt ist?" wunderte ich mich und merkte nicht, dass ich das tatsächlich gesagt hatte, bis ich fühlte, wie Annabelle sich leicht in meinen Armen bewegte, so dass sie mein Gesicht besser sehen konnte.
,,Du meinst, meine Mutter könnte eine von diesen Boten sein?"
Ich zuckte mit den Schultern, als ich darüber nachdachte. ,,Ich denke, es macht am meisten Sinn, richtig? Wenn deine Eltern ein Teil von Alpha Parkers Rudel wären, dann dürfte er über dich und deine Eltern bestimmen. Er hatte die Macht gehabt, deine Kraft vielleicht auf irgendeine kranke Weise für sich selbst beanspruchen zu können."
,,Aber ich hätte mich verwandeln müssen, um auf diese so genannten Mächte zugreifen zu können, also warum sollte er sie vor mir schützen?"
,,Ich weiß es nicht", knurrte ich frustriert, als ich meine Hand auf mein Gesicht legte. ,,Vielleicht ist er ein Idiot, der seinen Plan nicht durchdacht hat?"
Xavier schnaubte bei dem Gedanken, bevor er den Kopf schüttelte und die Hände auf die Knie legte, um sich in eine stehende Position zu bringen. ,,Wieso reden wir nicht wann anders darüber? Wenn wir mehr Antworten haben?"
Ich nickte als Antwort, als ich runter zu meiner Mate sah, wo sie sich in meine Arme kuschelte. ,,Kommst du selber raus? Ich glaube, sie ist noch ziemlich müde von der Verwandlung gestern."
Xavier lächelte, bevor er nickte, ging aus dem Wohnzimmer, aber blieb nochmal an der Tür mit seinem Buch in den Händen stehen. ,,Sicher Mann, keine Sorge, ich gebe dir Bescheid, wenn es was Neues gibt."
,,Danke, Xavier", ich lächelte ihn wertschätzend an. Als er den Raum verließ, ließ ich mich wieder zurück nach hinten aufs Sofa fallen.
,,Was, wenn er sie getötet hat?", hörte ich meine Mate nach fünf Minuten flüstern. ,,Was, wenn er meine Eltern getötet hat? Und ich sein nächstes Ziel bin?"
Meine Arme legte ich noch fester um sie. ,,Ich werde nicht zulassen, dass dir was passiert, Kleine. Du bist meine Mate und es ist mein Job, dass du die glücklichste Person auf der Welt bist."
Bei der Erwähnung von ihrem Tod knurrte mein Wolf in meinem Kopf und ich versicherte ihm, dass es niemals so weit kommen würde.
,,Annabelle, du hast jetzt ein Rudel, ein Rudel, das dich beschützt." , flüsterte ich, während ich auf sie schaute, um zu sehen, wie sich ihre Augen schlossen und ihre Atmung gleichmäßiger wurde. Sie schlief.
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Es tut mir echt Leid das so lange nichts kam aber ich hatte sehr viel Stress die letzten Tage. :(
Wörter: 1219
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The Alpha and his Mate
Novela Juvenil&& Wird komplett überarbeitet. Grammatik und Logik Fehler sind vorhanden&& ,,Wer bist du und was machst du auf unserem Territorium?", Knurrte der Mann, trat einen Schritt vor und verkürzte so die Distanz zwischen uns. ,,Du betritst umser Territori...
