Kapitel 3 (h/ü)

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Jax' POV

,,Kleine Mate, du bist wach" stotterte ich. Ich wusste nicht wirklich was ich anderes sagen soll. ,,Bist du durstig? Hier, ich habe ein Glas Wasser für dich, falls du durstig bist." Warum war ich plötzlich so nervös? Ich bot ihr nur ein Glas Wasser an. Ich erwartete, dass sie es mir aus der Hand nehmen würde, aber sie schreckte vor mir zurück, als ich ihr das Glas hinhielt. Warum sollte sie sich vor ihrem Mate scheuen? Mates wird etwas erzählt und sie freuen sich darauf unser ganzes Leben zusammen zu verbringen. Jemanden, der die andere Seite von uns vervollständigt werden. Jemanden, der uns versteht.

Ich runzelte die Stirn und half ihr, das Glas zunehmen. ,,Bitte kleine Mate, du musst etwas trinken um dich zu stärken. Du hast ziemlich viele Verletzungen."

Ganz langsam streckte sie ihre Hand aus, wahrscheinlich aus Angst, dass ich es wieder wegziehen würde, um das Glas zu nehmen. Ihre Augen starrten mich die ganze Zeit vorsichtig an. Ich gab ihr nur ein ermutigendes Nicken und ein kleines Lächeln, als sie das Glas von meiner Hand nahm. Als sich unabsichtlich unsere Finger berührten, riss sie ihre Hand weg, und verschüttete dabei das Wasser über sie selbst und das Bett.

Plötzlich hörte ich, wie ihre Herzfrequenz drastisch anstieg. Ich sah in ihre Augen und konnte pure Angst erkennen.
,,Es tut mir leid... Es tut mir leid... Es tut mir leid.", Flüsterte meine kleine Mate immer wieder und sie begann ängstlich das Durcheinander aufzuräumen.

,,Hey... hey, es ist okay, kleine, es war ein Unfall. Die Bettwäsche muss sowieso gewechselt und gewaschen werden, also keine Sorge." ,sagte ich in dem beruhigendsten Ton, den ich aufbringen konnte.

Meine Mate erstarrte und sah mich mit gesenktem Kopf an und zeigte dabei die typische Pose gegenüber ihrem Alpha. Normalerweise freut es mich, wenn die Leute mich so ansehen. Es zeigt mir, dass sie mich respektieren und mir vertrauen, dass ich mich um sie kümmere, aber diese Pose von ihr fühlte sich einfach falsch an. Sie war meine Mate. Meine bessere Hälfte und die einzige Person auf der Welt die sich mir nie unterwerfen müsse.
Ich streckte meine Hand aus und hob ihr Kinn, so dass sie mich ansah und verzweifelt versuchte, das Zucken zu ignorieren das sie hatte, als sie meine Hand auf sich zukommen sah.

,,Nein, kleine Mate. Ich möchte das du mich ansiehst. Ich möchte deine hübschen Augen sehen, bitte scheu dich nicht vor mir zurück.", Ich lächelte sie an, woraufhin sie leicht errötete. Ich lächelte bei ihrer Reaktion und war froh, dass sie auch die Verbindung spürte.

,,Möchtest du duschen gehen, bevor wir ins Krankenhaus gehen?" Bei meinen Worten runzelte sie leicht die Stirn und sah auf ihr Aussehen herab. Anscheinend bemerkte sie nun, dass sie voller Blut und Schlamm bedeckt war und mit Zweigen im Haar vor mir saß.

Sie wurde wieder rot und sah zu mir auf. Sie sah ein wenig verlegen aus, bevor sie langsam mit dem Kopf nickte.

Ich lächelte glücklich darüber, dass ich endlich eine Reaktion von ihr bekommen hatte, die kein zusammenzucken war. ,,Komm schon kleines, lass uns dich ins Bad bringen, sollen wir? Ich bin mir nicht sicher, ob du im Moment mit deinen verwundeten Füßen richtig unter der Dusche stehen könntest." Ich streckte die Hand aus, um ihr zu helfen sie ins Badezimmer zu bringen.  Aber als ich mich umdrehte, hastete sie ein bisschen durch das Bett und ging vor schreck weg von mir. Was war mit meiner armen kleinen Mate passiert, um sie so ängstlich zu bekommen?

,,Es ist okay Engel. Ich werde dich nicht verletzen. Ich verspreche es, ich wollte dir nur helfen, ins Badezimmer zu kommen. Ich könnte dir niemals weh tun, meine süße kleine Mate", murmelte ich und hoffte, sie ein wenig zu beruhigen.

Sie starrte mich ein paar Sekunden lang  an, bevor sie langsam mit dem Kopf nickte. Ich schritt langsam vorwärts und wollte sie nicht wieder verschrecken. Als ich wieder bei ihr ankam, streckte ich ihr meinen Arm hin,  bevor ich langsam ihr Gewicht auf meine Arme nahm und sie im Brautstil ins Badezimmer trug. Sie zuckte leicht zusammen, aber ich ignorierte sie. Ixch konzentrierte mich auf ihr Gewicht oder genauer gesagt auf die Leichtigkeit ihres Gewichtes. Ich konnte all ihre Knochen in ihrem Körper fühlen, als ich sie an mich drückte, als könnte ich sie sogar vor der Luft um uns herum schützen.

Ich ging in mein Bad und setzte sie auf die Theke neben dem Waschbecken ab, bevor ich mich umdrehte, um das Bad mit schönem warmem Wasser zu füllen. Als sich die Wanne füllte, drehte ich mich zu ihr um. Es gingen mir so viele Fragen durch den Kopf, aber ich wusste nicht wo ich anfangen sollte. Wie war Ihr Name? Aus welchem Rudel stammte sie, wenn sie überhaupt aus einem Rudel stammte? Wie ist sie an die Grenze meines Territoriums gekommen und wer zum Teufel hat ihr so weh getan?

Sie fing unbehaglich an zu zappeln und mir wurde klar, dass ich sie ziemlich intensiv angestarrt hatte ohne es zu merken.

,,Mein Name ist übrigens Jax, wie heißt du, kleine?" Ich musste ihren Namen kennen. Ich wette er ist wunderschön. Ein wunderschöner Name für ein wunderschönes Mädchen. Ich sah sie erwartungsvoll an, aber alles was ich bekam, war Schweigen von ihr als sie mich anstarrte.

,,Bitte kleines, ich muss deinen Namen wissen.", bat ich. Ich hatte noch nie einen Tag in meinem Leben nach etwas gebeten, aber heute tue ich scheinbar eine Menge Dinge, die ich noch nie in meinem Leben getan hatte.

Sie runzelte für eine Sekunde die Stirn, bevor sie ihren Kopf leicht schüttelte und ich knurrte frustriert und drehte mich von ihr weg, weil ich nicht wollte, dass sie meine Wut sah, warum wollte sie mir nicht ihren Namen sagen!

Plötzlich hörte ich ein Wimmern hinter mir und ich drehte mich schnell um, als sie lautlos weinte und ihren gesunden  Arm vor ihr Gesicht hielt, als würde sie sich selbst schützen wollen. Ich ging schnell zu ihr und kniete mich vor ihr nieder in der Hoffnung, dass ich sie nicht mehr erschrecken würde, wenn ich sie kniend betrachtete.

,,Nein, nein, es tut mir leid Angel, bitte weine nicht... ich kann es nicht ertragen, dich weinen zu sehen.", Flüsterte ich so gut ich konnte, da ich angst hatte meine Stimme würde sie verschrecken. Ich griff langsam nach ihrer gesunde Hand und legte sie in meine. Zwischen uns spürte ich wiedereinmal Funken. Diese waren ein gutes Zeichen. ,,Kleine, ich will nur deinen Namen wissen, und nicht deinen Namen zu wissen bringt mich um. Mich und meinen Wolf. " murmelte ich.

Sie sah mich verwirrt an, bevor sie ihre Nase leicht zusammenzog und in die Ferne blickte, als würde sie sich auf etwas konzentrieren.

Sie war für ein paar Sekunden gedanklich weg, aber als sie wieder in der Realität zurückkam, sah sie aus, als hätte sie sich über etwas Gedanken gemacht. Gerade wollte ich sie fragen, ob es ihr gut geht, da öffnete sie ihren Mund und ich hörte die schönste Stimme die ich je in meinem Leben gehört habe.

,,A-Annabelle. Mein Name ist Annabelle."

,,Annabelle", hauchte ich. ,,Ich hatte Recht. Ein wunderschöner Name, für ein wunderschönes Mädchen."

Sie wurde wieder rot und wandte sich ab. Sie versuchte es vor mir zu verbergen, aber ich nahm sanft ihr Kinn und drehte ihr Gesicht so zu mir, sodass ich sie ansehen konnte. Sie war so wunderschön, dass ich am liebsten den ganzen Tag auf ihr Gesicht schauen würde.
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Wie geht es wohl weiter?







The Alpha and his MateGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt