Annabelle's POV
Das erste was mir auffiel, als ich aufwachte war der Geruch, der Geruch von Feuchtigkeit und Rost. Ich wusste, ohne auch nur meine Augen zu öffnen, dass wir in den unterirdischen Zellen waren, in denen ich meine Träume gehabt hatte.
Ich stöhnte, als ich merkte wie weh mein Körper eigendlich tat. Ich streckte meine Hand hoch, um eine bestimmte Stelle an meiner Schläfe zu berühren, zuckte aber zusammen, als ich ein Brennen um mein Handgelenk spürte. Was zum?
Ich schaute an mir herunter und sah wegen dem kleinen Licht, das das kleine Fenster bot ein Paar silberne Handfesseln an meinen Handgelenken und Knöcheln, die mich ziemlich bewegungslos an meinem Platz auf dem kalten, feuchten Boden hielten.
,,Alles gut Annabelle?" hörte ich ein flüstern nicht weit weg von mir. Erst erschrack ich mich von wo die Stimme herkam, beruhigte mich aber als ich Xavier blutverschmiert und mit blauen Flecken neben mir liegend fand.
Ich seufzte und schaute an mir herunter bevor ich mit dem Kopf nickte und zu ihm rüber schaute. ,,Mir geht es gut, danke" bedankte ich mich ,,weißt du wo wir hier sind?"
Xavier nickte neben mir, aber er sah nicht glücklich darüber aus, wenn überhaupt sah er gar nicht gut aus als er sich an die Wand anlehnte.
,,So schlecht hu?"
Er seufzte und schaute mit einem Schulterzucken nach unten ,,Ich weiß nicht, was ich dir sagen soll, Annabelle wir befinden uns mitten auf dem Territorium von Alpha Parker in einem unterirdischen Bunker. Selbst wenn Jax und die anderen uns finden könnten, werden sie es schwer haben, durch den Rest des Rudels zu kommen" seufzte er, bevor er stöhnte weil er sich neu positionieren wollte.
Ich stieß einen Seufzter aus und lehnte meinen Kopf mit dem Rücken gegen die kalte Steinmauer, die mich aufrecht hielt. ,,Kannst du nicht den Mind-Link benutzen um das Rudel zu kontaktieren? Dann kannst du Jax sagen wo wir sind und er kann entscheiden was das Rudel dann macht?" Wieso hatte ich die Sache nicht ernster genommen?
,,Ich kann nicht, wir sind in Silberketten gefesselt. Der Schmerz, den mein Wolf gerade durchmacht bedeutet, dass er nicht in der Lage ist, den Mind-Link zu benutzen. Es tut mir leid, Annabelle" erklärte er mir.
Ich nickte verständnisvoll mit dem Kopf, aber blieb dann ruhig, als ich fühlte wie meine Schläfe wegen der Bewegung pulsierte. ,,Es ist in Ordnung, es war einen Versuch wert. Keine Sorge, ich sorge dafür, dass sie dich auch freilassen."
Bevor Xavier antworten konnte, öffnete sich die Tür zu unserer Zelle und ein helles künstliches Licht strömte in den Raum und ließ uns beide vor Schmerz zusammenzucken. Mein Kopf tat vorher auch weh, aber durch das zusätzliche blendende Licht wurde es fast unerträglich.
,,Ahh ihr seid wach, gut. Ich habe mich gefragt, ob einer Männer dich vielleicht zu hart geschlagen hat oder getötet hat oder so." eine Stimme lachte. Ich kenne diese Stimme.
Als sich meine Augen langsam an das helle Licht gewöhnt hatten, begann ich eine Gestalt zu erkennen, die im Licht der Türöffnung stand. Es war zu hell für mich, um irgendwelche Schlüsselmerkmale zu erkennen, nur seine Größe und Gestalt, denn er blieb ein Schatten im Licht des Korridors.
,,Wer bist du? Wo ist Alpha Parker? knurrte Xavier während er versuchte aufzustehen aber nach vorne flog.
,,Alpha Parker ist zur Zeit... verhindert, aber ihr Glückspilze habt stattdessen mich" lachte der Typ, aber wir fanden den Witz ganz und gar nicht lustig.
,,Du riechst nach Alpha Parker" sagte ich.
,,Warum aber ja das tue ich" sagte der Typ während er mich anlächelte, aber es war alles andere als nett. ,,Du siehst, wir glauben dass die Mondgöttin die Mates nicht erschaffen hat, um uns komplett zu machen, sondern um uns schwach zu machen. Sie sah, dass wir mächtiger als alles andere wurden, mächtiger als sie selbst und so schuf sie das Band der Gefährten, um uns zu und verwundbar zu machen."
Der Fremde klang fröhlich, als er erklärte wie er einen Weg gefunden hatte, die Matebindung zu blockieren.
Ich schaute ihn geschockt an, ,,Warum solltest du nicht etwas so Erstaunliches wie die Mateverbindung erleben wollen? Vor zwei Wochen wusste ich noch nicht einmal, was es war und jetzt kann ich mir ein Leben ohne das nicht mehr vorstellen."
,,Exakt" erklärte der Fremde und lehnte sich an den Türrahmen, völlig entspannt über die Situation um ihn herum. ,,Wegen dieser Mateverbindung bist du nun für den Rest deines Lebens mit diesem dummen Alpha verbunden. Wenn du matelos wärst, hättest du keinen Grund gehabt dich uns auszuliefern, aber wegen ihm kamen deine Luna-Instinkte zum Vorschein, und du musstest dein Rudel retten."
Ich blickte ihn finster an, lehnte mich zu ihm hin und ignorierte den Stich in meinen Handgelenken, als meine Haut auf die silbernen Fesseln reagierte. ,,Lass mich etwas klarstellen" knurrte ich ,,Selbst wenn ich nicht mit Jax oder irgendjemandem aus diesem Rudel ein Mate hätte, hätte ich immer noch die gleiche Wahl getroffen. Ich würde mich jederzeit für die Rettung von Jax entscheiden und nicht für mich selbst."
Der Fremde lächelte ,,scheint so als hätte jemand die Leften's verlassen."
Bei der Erwähnung ihrer Namen ließ mir sofort das Blut in den Adern gefrieren und ich sackte unbewusst wieder ein bisschen in mich zusammen. Er kannte die Leften's. Er kannte Damon.
Das Grinsen des Fremden wuchs, als ob er wüsste, dass schon die bloße Erwähnung ihres Namens ausreicht, um mir Angst einzujagen.
,,Sie werden so glücklich sein, dass wir dich gefunden haben. Sie sind krank vor Sorge, seit du weggelaufen bist" lachte er. ,,Mach dir aber keine Sorgen, sie sagten sie hätten eine Überraschung für dich, wenn es ihnen endlich gelingt dich zurückzuholen."
Mein Herz begann zu rasen und meine Handflächen fangen an zu schwitzen. Ich konnte nicht mehr dorthin zurückgehen, nicht nachdem ich wusste wie es war, nicht jeden Morgen in Angst aufzuwachen.
Der Fremde trat einen Schritt näher an mich heran, aber bevor ich Zeit hatte zu reagieren, ließ Xavier einen allmächtigen Schrei los und ging dem Fremden an die Kehle, ohne sich um das Brennen seiner Haut zu kümmern.
,,Du bleibst schön weit weg von unserer Luna" knurrte er als seine Zähne wuchsen.
Der Fremde schmunzelte nur, unbekümmert um den wütenden Beta, der nur wenige Meter von ihm entfernt war, gefesselt mit nur ein paar Silberketten, die sie auseinander hielten.
Die Erinnerung daran, dass Xavier hier mit mir war, gab mir allerdings ein wenig Kraft. Sie erinnerte mich daran, dass ich nun ein Werwolf und eine Luna war und dass mir das niemand mehr nehmen konnte.
,,Xavier genug" schrie ich und versuchte so wie Jax zu klingen wenn er jemanden anschreit. Ich musste meine Leute hier rausschaffen.
Xavier beruhigte sich langsam und der Fremde wandte sich von ihm ab und sah mich an. ,,Nicht schlecht für eine unerfahrende Luna, nicht schlecht." schmunzelte er.
Ich ignorierte was er sagte und schaute ihm direkt in die Augen, ohne ein Zeichen von Schwäche zu zeigen.
,,Lass ihn gehen, lass sie alle gehen und dann werde ich machen was du sagst."
Der Fremde lachte augenblicklich und starrte mich belustigt an. ,,Okay, jetzt zeigst du deine Unerfahrenheit."
Ich starrte ihn weiter an, die Verwirrung stand mir deutlich ins Gesicht geschrieben, aber als ich zu Xavier hinüberblickte, konnte ich sehen dass er überhaupt nicht verwirrt war. Er war wütend.
,,Oh Annabelle, wir hatten nicht die Absicht, eines deiner gefangenen Rudelmitglieder gehen zu lassen." sagte er, als er uns den Rücken zukehrte und sich auf den Weg aus unserer Zelle machte. ,,Sie waren nur ein Köder um dich herzulocken" zuckte er mit den Schultern ,,und jetzt, wo wir dich haben... nun, sagen wir einfach wir werden deine Dienste nicht mehr benötigen."
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Heyho
Hier das nächste Kapitel. Viel Spaß beim lesen 😊
Wörter: 1289
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The Alpha and his Mate
Teen Fiction&& Wird komplett überarbeitet. Grammatik und Logik Fehler sind vorhanden&& ,,Wer bist du und was machst du auf unserem Territorium?", Knurrte der Mann, trat einen Schritt vor und verkürzte so die Distanz zwischen uns. ,,Du betritst umser Territori...
