A normal life?

379 14 2
                                        

Wir standen vor dem College, viele liefen schon hektisch hin und her. Ich hatte mir einen Hoodie angezogen und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, weil es mir einfach unangenehm war, egal wie sehr Thomas versucht hatte, sie mir auszuziehen.

„Also, wir müssen jetzt in unsere Stunden, wir sehen uns später" er hatte mir vorgestern und gestern den ganzen Campus gezeigt, da wir ja jetzt hier leben werden und ich durfte selbst rumlaufen und mich beschäftigen, bis sie fertig waren.

„Bis später Küken, kontaktier mich" kicherte ich, da ich kein Handy, sondern nur das Headset hatte, machte ich es mir gleich rein, um ihn später zu hören.

„Mach ich" er schüttelte seinen Kopf, kniff mir in die Seite und gab mir einen Kuss.

Sie liefen in ihren Raum, während ich mich nach draußen begab und einfach über die Wiesen lief, bis ich einen guten Baum fand.

Mit ein paar Handgriffen war ich oben, machte es mir bequem und holte mein Heft und den Kuli aus meiner Kängurutasche.

Das College war ganz schön wo sie waren, aber das war nichts für mich. Ich wollte nicht jeden Tag lernen um dann einen bescheuerten Test zu schreiben, der über meine Zukunft bestimmte, ich wollte sie selbst bestimmen und frei sein, das konnte man am besten, wenn man sich zu nichts verpflichtete Thomas und meine Beziehung ausgeschlossen.

„Hey, was machst du denn da?" lachte jemand, was ich nur mit einem Ohr hörte, wegen dem Headset.

Ich schloss mein Heft und sah runter. Da stand ein gut aussehender Junge.

„Ich male"

„Es ist eigentlich nicht gestattet auf Bäumen zu klettern. Bist du neu?" ich kletterte runter und klopfte mir den Dreck ab.

„Ich geh hier nicht hin, ich bin wegen meinem Freund hier" ich zog meine Kapuze tiefer und sah ihm nicht in die Augen.

„Wer ist denn der glückliche?" er versuchte mir ins Gesicht zu sehen, doch ich ließ es nicht zu, was echt komisch aussehen musste.

„Thomas Sangster" er nickte.

„Ich habe frei, hast du Lust in der Cafeteria was zu essen?"

„Den Part, dass ich einen Freund habe hast du aber mitbekommen?" scherzte ich und er lachte.

„Ja keine Sorgen" er deutete mir ihm zu folgen und das tat ich, packte dabei meine Sachen in die Tasche und genoss die Sonne auf meiner fast komplett bedeckten Haut.

„Magst du die Sonne nicht oder warum versteckst du dich hinter dem Hoodie bei über 20 Grad" lachte er.

„Doch ich liebe sie, aber ich mag es nicht, wenn man über mich urteilt"

„Wieso sollte man? Du siehst doch hübsch aus, soweit ich das bewerten kann" sein Lächeln war ganz süß, er hatte sogar Grübchen.

„Es ist weniger wegen meinem Aussehen, sondern wer ich bin"

„Wer bist du denn? Ich bin Henry" ich musste lachen, er war verdammt süß. Scheiße!

„Das sag ich nicht, sonst magst du mich vielleicht nicht mehr"

„Ach komm" er hielt mir die Tür auf und, da ich schon wusste wohin lief ich nach links.

„Nur den Vornamen?" er würde nicht mehr lockerlassen.

„Melissa" log ich, vielleicht könnte er sich damit abfinden.

„Okay, und jetzt deinen richtigen" ich sah ungläubig rauf und wieder auf den Boden.

„Grace" murmelte ich.

Er überlegte sehr lange und die Stille zwischen uns wurde unerträglich.

An angle for you // Thomas Sangster FF//Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt