Vier Wochen waren seit dem Wochenende in Paris vergangen. Seit vier Wochen hatte ich Henry nicht mehr gesehen. Er hatte ein paar Mal versucht mich anzurufen, doch ich hatte ihn ignoriert. Ein paar Nachtichten kamen, doch ich bat ihm, er solle mir Zeit geben. Die ließ er mir, mit dem Wissen, mich jederzeit bei ihm melden zu können. Ich tat es nicht. Ich hatte mich lediglich dafür bedankt, dass er meine Sachen hergeschickt hatte, die ich im Apartment liegen lassen hatte.
Ich war zu verletzlich. Seit dem stürzte ich mich in meine Arbeit. Mir durfte kein Fehler mehr passieren, sonst wäre ich meinen Job los. Mein Boss hatte mich stinksauer angerufen, nachdem er aus Paris nur die Bilder vom halben Abend bekommen hatte. Ich hatte ihm erklärt, dass mir nicht gut gewesen wäre und ich deshalb zurück ins Hotel gegangen sei. Das hier war meine letzte Chance.
Seit zwei Wochen war ich nun in der Welt unterwegs und begleite die Promotour für den neuen DC Film Justice Leauge. Mein Glück war, das Henry noch immer mit Tom Cruise drehte, ansonsten wäre das schwer geworden.
Seufzend ließ ich mich in den Sessel fallen. Das Reisen machte mich müde. Gal, die Lady die Wonder Woman spielte saß mir gegenüber und lächelte. „Du siehst müde aus", sagte sie freundlich. „Das bin ich auch. Ich bin das Reisen einfach nicht gewohnt. Aber es macht Spaß mit euch zu arbeiten“, erwiderte ich lächelnd und trank einen großen Schluck Wasser. „Für heute hast du es ja geschafft. Ich und ein paar Leute aus der Crew wollen heute Abend was Essen gehen und die Stadt unsicher machen. Hast du auch Lust?“ fragte sie mich. „Beim Essen bin ich dabei, danach werde ich mich aber abseilen, wenn es ok ist.“ „Ja klar, so wie du möchtest. Dann sehen wir uns später. Morgen lernst du übrigens auch unseren Superman kennen“, sagte sie ganz nebenbei und wollte den Raum verlassen. „Wen?“, fragte ich erschrocken. Bitte mach, dass ich mich verhört habe. „Superman", wiederholte sie lachend. „Henry ist toll. Du wirst ihn mögen, da bin ich mir sicher", erklärte sie und ließ mich allein. Na toll. Wie sollte ich das hinkriegen? Mein Hals wurde trocken und mir wurde schlecht. Nur im letzten Moment schaffte ich es bis zum Mülleimer und erbrach mich.Die Tür öffnete sich und Gal kam nochmal zurück. „Entschuldige, ich hab was… Sonja, geht’s dir nicht gut?“ fragte sie besorgt und reichte mir ein Taschentuch. „Ich helfe dir bei deinen Sachen und bringe dich aufs Zimmer. Vielleicht solltest du morgen einen Tag aussetzen“, schlug sie vor. Das wäre perfekt, um Henry aus dem weg zu gehen, aber ich durfte nicht ausfallen. Ich würde meinen Job verlieren.
Im Hotelzimmer angekommen stellte Gal meine Sachen im Wohnzimmerbereich ab. „Ich danke dir", murmelte ich erledigt und griff zu den Schokobonsbons, steckte mir einen in den Mund. Gal musterte mich eingehend. Dann setzte sie sich zu mir. „Süße, ich will dir nicht zu nahe treten, aber…. Kann es sein, dass du ganz vielleicht schwanger sein könntest? Du bist müde, übergibt dich und futtert anschließend Bonbons“, zählte sie auf und ich schluckte. „Nein!“ kam es ganz automatisch und dann seufzte ich und vergrub mein Gesicht in meine Hände. „Vielleicht… „ gab ich zu. Ich hatte die Anzeichen ignorieren wollen, aber sie waren da. Klar und deutlich. „Bist du schon überfällig?“ wollte sie wissen. „Seit 4 Tagen", gab ich zu. „Aber einen Test gemacht, hast du noch nicht", vermutete sie und ich schüttelte den Kopf. „Den solltest du als erstes machen. Weiß dein Freund davon?“ „Ich habe keinen", murmelte ich beschämt und wischte mir eine Träne weg. „Gott, ich kann das nicht“, schluchzte ich und verbarg mein Gesicht wieder in meinen Händen. "Das wird zu viel.“ Ich war heillos überfordert. „Du weißt aber wer der Vater ist?“ fragte sie vorsichtig. „Natürlich weiß ich das“, maulte ich und wischte mir über die Augen. „Und morgen kommt er hier her und bringt meinen ganzen Plan durcheinander", schnaufte ich und tigerte im Zimmer hin und her. „Er kommt hier her?“ fragte Gal verwundert. „Ja. Das hast du mir doch vorhin gesagt.“ Verwundert sah sie mich an, bis sie es kapiere. „Du liebe Güte, Henry?“ fragte sie und ich nickte. „Sag nichts. Versprich es. Kein Wort zu niemandem“, bat ich. „Keine Sorge, ich halte meinen Mund. Aber du solltest mit ihm reden. Henry ist ein verantwortungsbewusster Mann. Und er ist verständnisvoll“, sagte sie sanft und legte mir die Hand auf die Schulter, strich darüber. Ich schnaufte nur. „Ich weiß nicht, was da zwischen euch gewesen ist, und ich werde mich da nicht einmischen, aber ihr solltet reden.“, ermutigte sie mich und stand auf. „Ich nehme an, du willst lieber hier bleiben?“ „Nein, ich komme mit zum Essen. Die Ablenkung wird mir gut tun", lächelte ich. Ich wollte nicht an morgen denken. „Danke", sagte ich noch und ließ mich von ihr in die Arme ziehen. „Wenn du reden möchtest, jederzeit“, versicherte sie mir und ließ mich erstmal allein.
Ich ging lange duschen, legte dann Make Up auf und föhnte mir meine Haare zu wilden Locken. Meine Kontaktlinsen ließ ich draußen. Meine Augen gebrannten noch vom rumheulen. Ich zog mir meine enge, schwarze Jeans an und dazu ein fliederfarbenes Top und meine Lederjacke. Vielleicht würde ich ja doch mit ihnen um die Häuser ziehen.
Ein anerkennendes Pfeifen ertönte und ich grinste breit. Jason Momoa, der den Aquaman spielte, zog mich an seine Seite. „Hola Lady. Für heute Abend bist du mein Date", scherzte er mit seiner tiefen Stimme und lachte dann. Ich mochte Jason, nein ich liebte diesen Kerl einfach. Er war zum knuddeln und er brachte mich zum lachen. Und er war so liebenswürdig und sanft, was man sich bei seiner Statur und seinem Auftreten gar nicht vorstellen konnte. Und er war glücklich verheiratet, also brauchte ich mir bei ihm keine Sorgen zu machen, dass er mehr wollen würde. Wir stiegen in ein großes Taxi und so machte ich mit mit Gal, Jason, Cally aus der Maske, Ben, und zwei Typen von der Crew auf den Weg in die City von Peking. China war atemberaubend, riesig und Imposant. Es hatte mich mehrmals sprachlos gemacht.
Ein Blick in die Karte des Restaurants und ich konnte mich absolut nicht entscheiden. „Himmel, die Auswahl ist ja riesig. Wie soll man sich denn da entscheiden?“ beschwerte ich mich amüsiert und Jasons langen Locken erschienen neben meiner Karte. „Das da musst du probieren. Das ist einfach…“ er küsste sich die Fingerspitzen. „Spinner", lachte ich uns las mir das Gericht durch. „Das klingt super. Das nehme ich. Und wehe es schmeckt nicht, dann kriegst du Ärger", warnte ich ihn und er drückte mir einen dicken Schmatzer auf die Wange.
Wie versprochen war das essen fantastisch. Die Stimmung war locker und ich fühlte mich wie immer wohl in dieser Runde. Auf den Weg von einer Bar in die nächste, hatte ich Jason zu meiner rechten und Ben an meiner linken Seite an meinen Armen hängen und die beiden sangen ein Lied, welches vorhin gespielt worden war. Ich verzog das Gesicht zum Gelächter der Anderen. „Komm, trink einen Whisky mit mir. Nur einen", bettelte Jason, der schon ein paar Drinks intus hatte. „Nein, Jay. Ich möchte wirklich nichts“, erklärte ich. „Nur einen winzig kleinen? So?“ fragte er, zog eine Schnute und zeigte mit Daumen und Zeigefinger einen kleinen Abstand? „Jay, wenn sie nichts trinken will, dann lass sie. Hier wird niemand zu irgendwas überredet, klar?“ meinte Ben, zwinkerte mir zu und stieß mit mir mit unseren Gläsern Cola an. Ich schmunzelte und dankre ihm dafür. „Irgendwer muss ja auf diese Bande aufpassen“ zwinkerte er und legte den Arm um mich. „Was wahrlich eine Schwestarbeit ist“, lachte ich und Jason legte auch den Arm um mich. „Das ist mein Date, Ben. Such dir eine Andere hübsche Lady aus", foppter er ihn und Ben boxte ihm gegen den Oberarm. Ich befreite mich lachend aus den Armen der beiden und drehte mich zu ihnen um. „Entschuldigt Jungs, das entscheide immer noch ich. Und wenn zwei sich streiten, dann….huch", ich war ein paar Schritte rückwärts gegangen und prallte nun mit dem Rücken gegen eine harte Männerbrust. „Entschuldigen sie, ich….“ Ich drehte mich um, und mir wurde schlagartig heiß und kalt. „Sonja…?“ Henry war sichtlich überrascht und ich konnte seinen Blick nicht deuten. Mein Herz raste augenblicklich und mir wurde schlagartig schlecht. Ich hastete nach draußen und übergab mich. Das gesamte Essen des Abends landete im Garten, und die gesamten Getränke. Ich würgte noch, als gar nichts mehr in meinem Magen war, und doch krampfte er sich immer wieder zusammen. Warum zum Teufel war er schon hier? Ich spürte eine Hand auf meinen Rücken und sah ein Glas Wasser vor meiner Nase. „Du hast doch gar nichts getrunken“, brummelte Jason und ich nam ihm das Wasser dankend ab, ehe ich mich auf die kleine Mauer setzte. Er setzte sich daneben und ich lehnte mich an ihn. „Und so zum kotzen ist Henry doch gar nicht“, versuchte er lustig zu sein, doch ich konnte nicht darüber lachen. „Soll ich dich zum Hotel bringen?“ fragte er dann. „Nein, das mach ich“, kam es von Gal. „Geh du wieder rein und amüsier dich, Großer.“ „Kann ich dich mit ihr alleine lassen?“ fragte Jason besorgt und ich lächelte ihn sanft an. Er war so ein lieber Kerl. „Ja. Hab noch ein bisschen Spaß. Henry ist extra hergekommen", versicherte ich ihm und ich machte mich mit Gal auf den Weg zum Hotel. „Danke, dass du mich nicht alleine lässt", murmelte ich beschämt. „Ist Ehrensachache. Wir Mädchen müssen doch zusammenhalten", zwinkerte sie mir zu und drückte meine Hand. Ich seufzte. „Wie soll ich morgen nur Arbeiten können. Er bringt mich ja schon alleine durch seine Anwesenheit aus dem Konzept. Ich dachte, ich würde das hinkriegen, aber jetzt wo ich ihn gesehen habe… es tut einfach weh.“ Ich fing leise an zu weinen und ließ mich von Gal in die Arme nehmen. „Willst du mir nicht vielleicht doch erzählen, was zwischen euch passiert ist? Vielleicht hilft es dir ja", schlug sie vor und als wir in meinem Hotelzimmer saßen und sie mir einen Ingwertee besorgt hatte, erzählte ich ihr alles. Von meinem ersten Tag in London, unserer kleinen Auseinandersetzung im Club, dem wundervollen ersten Date, wie er mir versehentlich sagte, dass er mich lieben würde und dem letzten Abend in Paris und was passiert war. Einschließlich dem, was wir uns an den Kopf geknallt hatten.
„Oh, Süße. Ich sag’s dir nur ungern, aber das hast du dir selbst eingebrockt“, sagte Gal und ich wusste, dass sie recht hatte. „Sei mir nicht böse, aber ich hätte an Henrys Stelle ähnlich reagiert. Es gehören immer zwei dazu. Ich verstehe, dass du durcheinander warst, aber warum hast du nicht nochmal mit ihm geredet? Ich wette, das hätte sich ganz schnell geklärt.“ Meinte sie sanft und ich senkte den Blick. „Ich konnte einfach nicht. Ich war zu aufgewühlt, und zu durcheinander. Außerdem auch sauer, wenn auch zum Teil zu Unrecht“, gab ich betreten zu. Ich wischte mir eine weitere Träne weg. „Rede mit ihm. Gleich morgen. Ich weiß, er wird dir zuhören.“ Versuchte sie mich aufzumuntern und ich nickte. Ich blieb an ihr gelehnt sitzen und spürte die Müdigkeit in mir hochkriechen. „Du solltest schlafen.“ „Ich will nicht alleine sein", gestand ich. „Geh ins Bett. Ich bleibe noch ein bisschen“, versprach sie mir und ich umarmte sie. „Danke, dass du mir eine Freundin bist. Ich weiß gar nicht, wie ich das verdient habe. Ihr seid alle so lieb zu mir.“ „Das machen wir gerne. Wir passen aufeinander auf und du gehörst nun mal dazu“, lächelte sie und schob mich ins Schlafzimmer. „Und jetzt schlaf. Du siehst miserabel aus", schmunzelte sie und ich gab mich geschlagen, legte mich ins Bett. Ich dachte an Henry, seinen Anblick und wie er gerochen hatte. Er hatte mir so sehr gefehlt.Mein Flug war umgebucht worden und so hatte ich schon einige Stunden vorher starten müssen. Er war mir endlos lange vorgekommen und war heilfroh, als ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Kal hatte ich dieses mal Zuhause gelassen. Der ständige Ortswechsel wäre zu viel für ihn. „Willst du noch mit in die Stadt? Ben sagte, sie ziehen um die Häuser“, fragte ich Lil, meine Tante und PA. „Nein, ich leg mich schlafen. Ich bin hinüber. Aber ich wünsche dir viel Spaß. Grüß mir die Anderen und pass auf dich auf", bat sie mich und ich nickte. Ihr war nicht entgangen, dass es mir die letzten Wochen nicht besonders gut gegangen war. Ich hatte versucht, Sonja anzurufen, hatte ihr geschrieben und ihr mehrmals gesagt, wie leid es mir tat, doch das einzige, was sie mir geantwortet hatte, war, dass sie Zeit bräuchte. Die gab ich ihr, mit dem Wissen, sich jederzeit bei mir melden zu können. Vier Wochen waren seitdem vergangen, und ich hatte nichts von ihr gehört. Sie fehlte mir. Und obwohl ich stinksauer sein könnte, wollte ich nur, dass sie wiederkam. Ich liebte sie. So sehr, dass es wehtat. Ihr Sachen, die sie in meinem Apartment gelassen hatte, schickte ich über Post zu ihr nach Hause. Wenigstens hatte sie mir ein Dankeschön dafür geschrieben.
Im Hotel angekommen, zog ich mir nur kurz frische Sachen an und ließ mich dann von einem Taxi zum Club fahren, in dem Ben und Konsorten zur Zeit waren.
Als ich die Tür öffnete, sah ich eine Rothaarige rückwärts auf mich zugehen, gestikulierte mit den Armen und sprach mit Jason und Ben. Die Haare, die Stimme… jetzt hatte ich schon Halluzinationen? Und dann prallte sie gegen meine Brust, ihr Geruch lullte mich ein und ich wusste, sie war hier. Sie drehte sich um und ich blickte in ihre tiefsinnigen, grünen Augen. Sie trug ihre Brille und die Jeans die ich so toll an ihr fand. „Sonja…“ hauchte ich und sie erstarrte. Sie wurde blass, hielt sich die Hand vor den Mund und hechtete an mir vorbei aus der Bar, um sich dort heftig zu übergeben. Verwirrt stand ich da und schaute zwischen den Leuten hin und her. Jason hatte mich kurz begrüßt, um dann mit einem Glas Wasser nach draußen zu verschwinden. „Was macht sie hier?“ fragte ich verwirrt an Ben gerichtet. Das machte keinen Sinn. „Sie ist unsere Fotografin, Henry. Sie begleitet uns seit zwei Wochen“, erklärte er. Oh, das machte Sinn. Gal begrüßte mich ebenfalls kurz, um gleich darauf ebenfalls nach draußen zu verschwinden. Ich deutete auf die Tür, ließ dann die Hand sinken. Ich war durch den Wind und wusste nicht, was ich tun sollte. „Sie hat vermutlich zu viel getrunken“, erklärte Cally, doch Ben stritt es ab. „Sie hat überhaupt noch gar keinen Alkohol getrunken. Nicht einen Abend.“ Oh Gott, bedeutete das etwa…? „Ich muss weg", murmelte ich und Wand mich zum gehen, doch Ben hielt mich zurück. Ich sah, das Jason wieder reinkam, jedoch ohne Gal und Sonja. „Sie sind zum Hotel zurück. Sonja hat sich die Seele aus den Leib gekotzt. Ben nickte und sah mich dann an. „Und du erzählst mir jetzt mal, was los ist. Kennst du sie?“ forderte er. „Ja, ich kenne sie und ich muss zu ihr. Ich erkläre dir das später. Ich muss mit ihr reden“, erklärte ich nur knapp und verließ sogleich wieder die Bar. Ich versuchte ein Taxi zu bekommen. Als ich endlich eins hatte, brauchte es eine Ewigkeit bis zum Hotel. Dort angekommen fluchte ich. Ich hatte noch nichtmal eine Zimmernummer. Ich fluchte und rief Ben an, denn an der Rezeption würde ich keine Information bekommen.
„Was ist, hast du dich verlaufen?“ erklang die Stimme von Ben. „Kannst du mir sagen, in welchem Zimmer ich Sunny finde?“ fragte ich. „Sunny? Du meinst Sonja. 713 glaube ich“, gab er mir Auskunft. „Danke. Wir sehen uns morgen", verabschiedete ich mich und suchte das Zimmer. Ich hoffte, dass es die richtige Nummer war. Vorsichtig klopfte ich und wartete. Ich hörte etwas und Gal öffnete die Tür. „Oh, du bist es. Ich wollte eigentlich zu Sonja“, seufzte ich. „Das hier ist ihr Zimmer. Sie schläft“, erklärte sie. „Wie geht es ihr?“ wollte ich wissen. „Geht so.“ „Ist sie… hat sie dir was gesagt?“ fragte ich stammelnd und fuhr mir durch die Haare. „Henry, das ist eine Sache zwischen dir uns ihr. Ich bin nur als Freundin hier. Redet miteinander, aber warte bis morgen. Sie wird mit dir reden, da bin ich mir sicher“, sagte sie sanft und legte ihre Hand an meinen Unterarm. Ich nickte nur stumm. „Ok, dann… gute Nacht", murmelte ich und ging. „Henry…“ sagte Gal und ich drehte mich nochmal um. „Ihr kriegt das wieder hin", lächelte sie mir aufmunternd zu und ich hoffte, sie hatte recht.
Ich verzog mich auf mein Zimmer und versuchte zu schlafen, aber an Schlaf war bei mir nicht zu denken. Ich war hellwach und mein Hirn ratterte. War sie nun schwanger oder nicht? Wurde ich Vater? War ich überhaupt schon so weit? Oder besser gesagt wir? Ich warf mich von einer Seite auf die Andere und stöhnte irgendwann genervt auf. Ich stand auf und genehmigte mir einen Drink. Vielleicht halt mir das ja zum müde werden. Ich schaltete den Fernseher an und blieb bei irgendwas belanglosen hängen, bis ich irgendwann auf dem Sofa einschlief.
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When superman is lovin' you
Fiksi PenggemarSunny und Henry kennen sich seit der Schulzeit und sehen sich bei einem Schultreffen wieder. schnell wird aus Freundschaft liebe, aber kann sie auch standhalten?