SEVEN ✔️

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Liam, mit Hund(Farbe und Rasse stimmen nicht)

Liam:

Ring Ring

Mein Wecker weckte mich wie jeden Donnerstagmorgen um 6.30 Uhr. Müde rieb ich mir die Augen und stand langsam auf. Dann begab ich mich ins Bad, wo ich erstmal kurz unter die Dusche sprang. Danach zog ich mir Jeans und ein einfaches T-Shirt an und meine dunkelbraunen Haare ließ ich lufttrocknen. Ich schlurfte in die Küche, wo schon meine Mutter, mein kleiner Bruder Luke und so wie eigentlich jeden Morgen der kleine Bruder von Isabella waren. Aber ich bemerkte das eigentlich gar nicht mehr. Dieser Junge wohnte eigentlich bei uns. Er schlief bei uns, hatte sein eigenes Bett in Lukes Zimmer, aß bei uns und verbrachte auch sonst eigentlich immer seine Zeit bei uns. Aber am Wochenende oder in den Ferien verbrachten er und Isabella Zeit mit ihren Eltern, da diese sonst immer arbeiteten. Auch wenn wir sogar diese Zeit meistens zusammen mit Familie Johnson verbrachten. Immerhin waren meine und Ellas Mutter seit 16 Jahren beste Freundinnen. Auch Ella verbrachte viel Zeit bei uns, aber sie schlief trotzdem immer oben oder wenn ihre Freundin da war oder wenn sie lernte. Die zwei Jungs aßen ein Müsli und meine Mutter werkelte an irgendwas herum. Ich murmelte einen guten Morgen und setzte mich auch an den Tisch. Meine Mutter kam zu mir und küsste mich auf die Stirn. "Guten Morgen!" Luke und Seth beachteten mich gar nicht und unterhielten sich weiter eifrig über Autos. Ich schüttelte nur den Kopf und füllte mir eine Schale mit Natur Joghurt und Haferflocken. Dabei fragte ich meine Mutter: "Ist Zoe schon wach?" Da meine Mutter jeden Dienstag und Donnerstag früher aus dem Haus musste als wir Kinder, brachte ich meine kleine Schwester dann immer vor der Schule an ihre Schule. Die Jungs liefen alleine. Ihre Schule war nur 5 Minuten von unserem Haus entfernt.

"Ja sie ist gerade noch in ihrem Zimmer und packt ihre Schultasche. Ich muss jetzt gleich los. Ach und Liam", sie fasste sich an die Stirn. "Dein Vater hat Yeti heute mit zur Arbeit genommen.", sie lief geschäftig durchs Wohnzimmer und packte ihre Tasche. Yeti war meine golden Retriever Dame. Sie hieß Yeti, weil sie eher weiß, als gold-gelb war und liebte lustigerweise auch noch innig den Schnee. "Zoe muss noch etwas frühstücken. Und geht rechtzeitig los. Oh und schick die Jungs auch früh genug los." Sie blieb stehen und sah sich suchend um. "Hab ich alles? Ja ich glaube schon." Sie zog ihre Jacke an, rannte nochmal schnell in Zoes Zimmer, um sich zu verabschieden und küsste uns Jungs alle auf die Stirn und lief aus der Tür. "Bye Zoe, bye Jungs. Ich hab euch lieb. Schönen Schultag" Mit einem lauten rumms knallte die Tür zu und es war bis auf das Geschnatter der Jungs wieder still. Ich aß weiter meinen Joghurt und dachte an meine Mutter. Sie war immer so aufgedreht, aber die liebensvollste und tollste Mutter die man haben kann. Als Zoe kam, machte ich ihr ein Erdbeermarmeladen-Toast, da sie keinen Joghurt mochte und schickte die Jungs sich anzuziehen. Die zwei mussten bald los. Da ihre Schule 15 Minuten vor meiner und Zoes anfing. Nachdem auch die zwei endlich weg waren, ging ich schnell Zähne putzen. Mit der Zahnbürste im Mund, immer versuchend nicht zu tropfen, rannte ich durch die Wohnung, um mein Schulzeug zusammen zu suchen, da ich natürlich meine Schultasche nicht schon gestern Abend gepackt hatte und jetzt mal wieder in Hektik auszubrechen drohte. 5 Minuten voller Stress, hatte ich meine Zähne geputzt, Zoe hatte fertig gefrühstückt und auch ihre Zähne geputzt, ich hatte meine Schultasche fertig gepackt auf dem Rücken, meine Schuhe und Jacke an und auch Zoe war fertig gerichtet. Ich zog mit einem erleichterten Seufzen die Haustüre hinter uns zu. Jeden Dienstag und Donnerstag der gleiche morgen. Ich nahm Zoe an die Hand und wir gingen die Treppen hinunter zu meinem Auto. Ein kleiner weißer VW. Meine Schwester setzte sich in ihre Sitzerhöhung auf dem Rücksitz und ich half ihr beim Anschnallen. Sie war zwar schon 6, aber damit hatte sie immer noch Schwierigkeiten. Nachdem ich die Fahrertüre geöffnet hatte, warf ich meinen Rucksack auf den Beifahrersitz, stützte mich ein bisschen am Dach ab und sah hinauf zu Isabella Johnsons Wohnung. Unser Haus war ein dreistöckiges, weißes Mehrfamilienhaus. Im ersten Stock wohnte eine schon etwas ältere Frau, mit einer Vorliebe für Unordnung. Sie war aber echt nett. Im zweiten Stock wohnte ich mit meiner Familie, meinen Eltern , meinem kleinen Bruder, meiner Schwester und meinem Hund Yeti. Und über uns, im dritten Stock, unter dem Dach, Familie Johnson. Mike und Anna, Isabella und ihr kleiner Bruder Seth. Mein Blick schweifte zu dem Fenster mit den blauen Vorhängen ganz links. Ellas Zimmer. Klein aber fein. Früher war ich öfter in ihrem Zimmer, aber seit 6 Jahren hatte ich keinen Fuß in dieses Zimmer gesetzt. Ich war ja sowieso schon sehr selten in der Wohnung. Meistens waren die zwei bei uns unten, aber da ich oft gar nicht zu Hause war und wenn nur in meinem Zimmer, sahen wir uns nicht oft. Und das war meine Schuld. Aber besser so, als, dass sie verletzt werden würde. Aber das hielt mich nicht davon ab, es ihr heute heimzuzahlen, sie hatte mich bloßgestellt vor der ganzen Schule mit diesen peinlichen Bildern. Auch wenn ich es mir nicht sehr angesehen lassen habe, war es mir sehr unangenehm. In Ellas Zimmer bewegte sich nichts. Aber das war eigentlich klar, da sie jeden Morgen extra eine halbe Stunde früher aus dem Haus ging, um mit dem Bus in die Schule zu fahren. Na ja, das sollte mir egal sein. Ich setzte mich ins Auto als Zoe nach mir rief: "Liaaaam, kommst du? Wir kommen sonst zu spät." "Jaja, wir sind ja schon auf dem Weg." Ich fuhr los, lud Zoe schnell an ihrer Schule ab und parkte schließlich vor unserer Schule. Als ich ausstieg klingelte es grade. Puh gerade so noch pünktlich.

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20. April 2021

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