SECHSUNDZWANZIG

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"Was hast du mich gefragt?" Er schaute mich mit seinem schiefen grinsen an, kam näher an mich heran und fragte diese Frage nochmal. "Möchtest du bei mir einziehen?" "Nein" kam es schneller aus meinem Mund, als ich es eigentlich dachte. Harry sah mich verwirrt und sogar enttäuschend an, wich auch ein Stück zurück. Ich bekam sofort ein schlechtes Gewissen, setzte mich auf und strich ihm durch die Haare. 

"Versteh mich nicht falsch, aber ich könnte mir nichts schöneres vorstellen, als mit dir zusammen zu wohnen. Und du hast auch echt ein wunderschönes Haus...aber" "Aber?" unterbrach er mir direkt, seine Stimme klang verletzt und irritiert. 

"Aber ich habe dort irgendwie alleine Angst...Es ist zu riesig...Ich verlaufe mich sogar bei dir. Du lebst dort auf 3 Etagen mit sooo vielen Räumen und alles...klar die Aussicht ist der Wahnsinn, aber ich...Ich fühle mich dort nicht zuhause, sondern nur als Gast in einem Traum...Ich möchte es schon kleiner und anders in meinem Zuhause haben." 

"Dann ziehe ich halt zu dir" Auch jetzt schüttelte ich den Kopf, verschränke meine Hand mit seiner und seufze einmal laut auf. "Ich habe dort nicht mal Platz für meine ganzen Sachen, wie sollen da bitte deine ganzen Klamotten reinpassen? Dein Kleiderschrank ist so groß wie meine ganze Bude" lachte ich ihn direkt an, was ihn animierte dieses auch zu tun. Er setzte sich nun auch auf, fuhr sich einmal durch die Haare und sah mich wieder an. Er hatte diesen nachdenklichen Blick, dabei legte er seine Stirn in Falten und schaute auch etwas grimmig. 

"Dann müssen wir uns halt ein neues Zuhause suchen" "Wie soll das den aussehen Styles? Du kannst dir alles kaufen. Ich würde mit meinem Verdienst vielleicht ein Raum in solchen Häusern kaufen können" Er nahm meine Hand, strich über den Handrücken und seufzte nun auch einmal deutlich auf. 

"chérie...Geld ist mir egal...lass mich doch auch mal etwas für uns tun...wir können ja einfach schauen und wenn uns etwas gefällt, dann...ja dann ist das so...Du kannst ja die Einkäufe bezahlen wenn dir soviel daran liegt...wir würden das schon aufteilen" grinste er nun in meine Richtung und küsste mein Hand. "Lass mich darüber nachdenken und dann sehen wir weiter...ok?" 

"Ok...aber dann lass mich dir vorher zeigen, was du alles verpassen würdest, wenn du nein sagst" Er zog mich an sich heran und legte direkt seine Lippen auf meine, sein Kuss wurde direkt fordernd und intensiver. 

"Ich würde dieses hier jede freie Sekunde und Minute machen" Er fing an meinen Hals zu küssen und strich mir liebevoll mit der einen Hand über meinen Oberkörper. "Ich würde dich in jedem Zimmer küssen und berühren" er flüsterte jedes einzelne Wort und fing an die Innenseite meines Oberschenkels langsam rauf zu streicheln. Ich wusste genau was er hier mit mir machte und es gefiel mir. Ich ließ mich auf dieses Spiel ein. 

Heute Nacht wurde an nichts mehr gedacht, es war nur ein Zusammenspiel unserer Körper. Die Frage mit dem Zusammenwohnen, würde damit aber nicht aus der Welt sein. Sondern nur aufgeschoben. Wie ich Harry kannte, würde ich jetzt jeden Tag nach einer Antwort gefragt werden und mich mit diesem Thema doch noch Zeitnah auseinandersetzen müssen. 

***

Die Sonne Italiens, das kühlere und nasse Wetter in Deutschland und nun das wechselhafte Frühlingswetter in England. Die Tage mit Harry und seiner Band auf Tour waren wirklich anstrengend, aber auch aufregend. Ich hatte viele neue Menschen kennengelernt und war meinem Freund so nahe wie noch nie.

Seid gestern Abend waren wir in meiner Heimat Birmingham. Ich hatte mich auf diesen Stopp am meisten gefreut. Da wir 2 Tage Aufenthalt hatten und ich meine Großeltern und Freunde besuchen konnte. Harry war sogar mit zu meinen Großeltern gekommen und stellte sich ihnen vor.

Meine Großmutter war hin und weg von diesem Mann. Sie liebte ihn und er hatte es wirklich drauf. Er war Charmant, hilfsbereit und gewann sie komplett für sich. Bei meinen alten Freunden musste er sich gar nicht anstrengen. Diese waren einfach von seiner Person und dem Namen begeistert. Man traf nicht jeden tag einen Weltstar, der einem so nah und sympathisch war. 

encounters (H.S)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt