DREIUNDDREISSIG

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Die Liebe zu sich zu finden war nicht immer einfach. Es war einfacher diese zu verlieren, wenn man nicht aufpasste. Der Abschied von Harry war wirklich schwer, doch es musste sein. Wir müssen wieder zueinander finden und dieses ging nur, wenn wir erstmal wieder eigene Wege gehen. Wir haben uns nicht getrennt, sondern habe ich aus beruflichen gründen eine Auszeit genommen. 

Diese Auszeit sollte auch ein bisschen die Medien beruhigen und mich als Zielscheibe in Ruhe lassen. Ich werde in Birmingham bei meinen Großeltern unterkommen und in einem Verlag Arbeiten.

Meine Arbeit soll dort so aussehen, dass ich täglich Berichte über meine Arbeit bei encounters schreibe und für den Verlag neue Interessante Autoren kennenlerne und mir alles dort anschaue. Ich habe dieses Praktikum durch meinen Großvater und auch durch Harrys Kontakte erhalten. Es wird gut bezahlt und ich könnte wieder etwas für mich machen.

Ich freue mich auf diese Zeit und war gespannt was sie mir alles bringen würde. Angedacht waren 6 Wochen, doch konnte dieses auch verlängert werden. Wenn ich es möchte. Harry und ich haben uns gesagt, dass wir abwarten was die Zeit mit sich bringt. 

Ich könnte es jederzeit abbrechen, wenn ich ihn zu sehr vermisse, oder er könnte sofort zu mir kommen. Doch erstmal waren wir beide der Meinung, dass es das Beste sei.

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Den ganzen Flug und die Fahrt zu meinen Großeltern habe ich mich frei gefühlt und es fühlte sich für mich wie ein Neuanfang an, der schon länger nötig gewesen war. Ich vermisste Harry, dass machte ich wirklich, doch mehr siegte das vermissen zu mir selber. Ich werde mir hier gut tun und versuchen nur an mich zu denken. 

Ich habe auch vor mich mit Lotti zu treffen, sie möchte mir einige Freunde vorstellen. Sie meinte ein bisschen Frauenpower mit Friseurbesuch und sowas würde mir gut tun. Ich lasse mich auf alle neuen Dinge ein und werde lernen offener zu sein.

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"Hallo meine Kleine, da bist du ja endlich" schloss mich meine Großmutter in den Arm. Ich freute mich so sehr sie zu sehen, dass ich sie so fest drückte und nicht mehr loslassen wollte. Die Ankunft bei meinen Großeltern war einfach toll. Ich genoss ihre Nähe, aß das leckere Essen und bezog das Gästezimmer im Erdgeschoss. 

In dem Haus meiner Großeltern hatte man immer seine Ruhe. Sie leben in einer ruhigen Gegend, hier konnte man zu fuß einkaufen gehen, oder in den Pub. Sogar die U-Bahn war nicht weit von hier. Ich fühlte mich hier immer zuhause und könnte endlich mal zur Ruhe kommen und Abschalten. 

Ich erzählte meinen Großeltern von den letzten Wochen, Monaten und der Zeit seit ich nicht mehr hier war. Wir sprachen über die Trennung von Finn und die Beziehung mit Harry. Auch über alles, was in den Medien über mich gesagt und geschrieben wurde. Ich zeigte mich meinen Großeltern mit all meinen Problemen und sprach über alle Sorgen die ich hatte. Sie hatten immer einen Rat und es tat mir einfach so unfassbar gut hier zu sein. 

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Nachdem es schon weit nach Mitternacht war, lag ich im Bett und schaute durch das Fenster auf die Straße. Es regnete leicht, dieser prasselte an die Scheibe und es schien windig zu sein. Es war mittlerweile Anfang September und der Herbst kündigte sich so langsam an. 

Ich genoss diese Zeit, denn in L.A waren diese echt wenig. Ich habe mich seit der Ankunft bei noch niemanden gemeldet, dieses holte ich jetzt nach. Ich schrieb meinen Eltern, meinen Geschwistern und auch Harry, dass ich angekommen war und den Tag mit meinen Großeltern verbrachte. Die Antwort von Harry kam wirklich sehr schnell und ich lies diese ohne eine Antwort auf meinem Handy zurück und drehte mich zum schlafen um. 

encounters (H.S)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt