Rose und David riefen nach mir, also gingen Noah und ich wieder zu den beiden. Während den ganzen Weg bis zu unserem Platz liefen wir still schweigend nebeneinander.
Sollten wir darüber reden? Ist das erwähnenswert? Schon oder? Aber ich will nicht immer alles bereden. Worte haben nicht so viel Bedeutung wie Taten.
Ugh, wieso muss alles so kompliziert sein?
„Mila?" sprach Noah zu mir und winkte mit seiner Hand vor meinem Gesicht.
„Hm? Ja, was ist denn?" erwiderte ich verwirrt und sah ihn an.
„Ich habe dir gerade was gesagt. Möchtest du nicht was dazu sagen?" fragte er mich.
Scheiße ich habe nicht zugehört. Was hat er wohl gesagt? Nachdenken, nachdenken.
„Du hast mir nicht zugehört oder nicht?" sagte er nach einer Weile und sah mich mit einem verschmitzten Lächeln an.
Meine Güte, dieses Lächeln. Das bringt mich aber auch immer aus der Fassung.
„Ja, tut mir leid." antwortete ich verlegen.
„Ist schon ok." meinte er grinsend und legte seinen Arm um mich. Ich bewegte meinen Kopf leicht nach rechts und starrte auf den Arm von Noah.
Es war so lange her, dass er das gemacht hat und trotzdem jedes Mal, wenn er mich berührt dann bekomme ich Gänsehaut. Ein kleines Lächeln schleicht sich über mein Gesicht, um das zu vertuschen, schaue ich auf den Boden bzw. auf meine Füße, die immer wieder mit Wasser bedeckt werden, wenn eine kleine Welle kommt. Was er wohl gesagt hat?
„Noah, was hast du denn vorhin gesagt?" fragte ich ihn.
„Ist unwichtig, passt schon." meinte er. „Komm schon, sag." bat ich ihn.
"Ne, ist wirklich ok." sagte er und lächelte. Nach vielen Versuchen ihm das aus der Nase zu kitzeln - woran ich gänzlich gescheitert bin - gab ich es auf. Ich blickte nach einer Weile wieder nach oben als wir bei David und Rose angekommen sind.
Das wusste ich, weil als wir dort waren, nahm Noah sofort seinen Arm von mir. Womöglich weil mein Bruder vor uns stand.
„Na, wo ward ihr beide denn eigentlich die ganze Zeit?" fragte Rose uns und sah mich dabei mit einem Grinsen an.
„Wir..eh ich war kurz spazieren und..eh ja." stammelte ich und sah hilfesuchend zu Noah rüber.
„Ja. Ich hatte Angst, dass sie sich vielleicht verirrt, also bin ich hinterher und dann sind wir wieder zurückgegangen." fuhr er meinen Satz fort.
Wow, das klang wirklich überzeugend. Rose schaue zwischen uns hin und her und wackelte dann mit den Augenbrauen.
David sah mich misstrauisch mit zusammengezogenen Augenbrauen an und verkreutzte seine Arme vor der Brust.
„Aha, und sonst habt ihr nicht gemacht?" hakte er nach.
David, bitte lass den Scheiß. Du weißt ganz genau, wie schwer ich es schon habe, mach's doch bitte nicht noch schlimmer.
Ich seufzte genervt und rollte meine Augen.
„Nein. Warum?" erwiderte Noah.
„Nur so. Mila, wieso hast du Josh dann so alleine hier gelassen?" fuhr er mit seiner Befragung fort.
„Eh, der war mit den Mädels beschäftigt." antwortete ich und sah zu Josh rüber, der nicht mehr dort war. Komisch, vorhin waren sie doch noch da.
„Bzw. sie sind bestimmt unterwegs." fügte ich hinzu. Mein Bruder drehte sich um und nickte dann.
"Wollen wir gehen?" schlug er uns vor. Wir nickten und packten das ganze Zeug ein. Noah und David verstauten das Zeug in den Kofferraum, während Rose und ich noch unsere Handtücher zusammenrollten und in die Taschen steckten.

DU LIEST GERADE
Strangers, again.
Teen FictionMila ist nun 18 Jahre alt, hat ihr Abi in der Tasche und fängt bald an zu studieren. Die letzten beiden Jahre hat sie sehr viel getan, um einen guten Schnitt für einen Platz an einer Eliteuniversität zu bekommen. Die Standford University ist ihr Tra...