19.

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"Du bist so scheiße, weißt du das Jack? Mutter, geht's noch?" schreit ihn gerade Scar an. Ich hab ihr alles erzählt, was ich mitbekommen habe. Gerade sind wir im Trainingsraum. Sam steht nur fragend neben Jack. "Er hat die Schlange Mutter genannt und ihr gesagt, dass Harp einfach herzlos ist. Dass er sie nicht schwängern kann, weil sie eben ist wer sie ist. Die Schlange will ein Kind von beiden, die hat irgendeine Krankheit! Aber das du, Jack, ihr auch noch zustimmst, das ist das letzte!" schreit Scar immer weiter.

Sam reißt die Augen auf, als er das geschriene versteht. "Hat sie recht Jack?" fragt er verwirrt und auch wütend. Jack steht zwischen den beiden und sieht nur zu mir, die gemütlich auf einem Hocker sitzt und zusieht. "Ja." sagt er leise. "Ich hab es nicht verstanden!" schreit Sam jetzt auch. "Ja!" Schreit Jack jetzt ebenfalls. Dabei blickt er mich immer noch an, er sieht nie weg.

Jetzt schreien alle, super!

"Mein Gott, ich musste es sagen man! Ansonsten hätte sie mir noch mehr Schmerzen zugefügt und euch allen auch. Mein Gott, ihr hattet die Schmerzen wegen mit okay! Nur weil ich mich gewehrt habe. Sie hat mir gesagt, dass ich mich an Harper hängen soll und sie umschmeicheln soll, doch ich wollte es so oder so, von meiner Seite aus! Ich wollte, dass sie mich so sieht, wie sie mich sehen will, und nicht wie sie mich sehen soll. Ich wollte, dass sie sich in mich verliebt, ohne dass sie es sollte!" sagt er normal.

Ich setzte mich leicht auf und höre interessiert zu. "Ich will das doch auch nicht, doch ich musste es sagen, ansonsten hätte sie euch noch mehr gefoltert. Meinst du, warum sie Harp nicht immer gleich geholfen haben, als sie fast gestorben ist? Sie wollten mich somit immer fest halten und somit ein Zeichen setzten, dass sie alles kontrollieren!" Er lässt seinen Kopf erschöpft hängen. "Also hast du das gesagte nicht so gemeint?" Frage ich normal nach. "Natürlich nicht. Ich bin zwar schon sehr lange hier, aber so etwas mache ich ganz sicher nicht! Ich hasse die Schlange noch mehr wie ihr alle zusammen." antwortet er mir und sieht mich wieder an. Ich nicke nur.

Okay also steht unser Plan noch.

"Jack, wie viele kannst du auf einmal teleportieren?" Frage ich ohne einen Zusammenhang nach. "So um die 100. Es kommt immer auf die Entfernung drauf an, warum?" "Wir planen unseren Ausbruch!" sage ich grinsend. "Wo sollen wir den Bitte hin? Über Tausende Leute mit Kräften verstecken? Wie stellst du dir das den bitte vor?" "Erstens haben nicht alle Kräfte. Das ist ungefähr ein Viertel von ihnen. Die Roten und wir sind dann die Anderen. Das sind dann ungefähr über 4000 Personen. Das Lager von hier ist nicht weit entfernt, vielleicht so 100 km. Also wie viele kannst du dort auf einmal hintelleportieren?" "Wenn es so eine Entfernung ist, dann ungefähr 500." antwortet er nachdenklich.

Gut die anderen kommen dann halt so mit, wir bekommen das hin!

"Wo habt ihr eigentlich die Unterkunft?" fragt Jack, der einzige, der davon noch nichts weiß. "Ist nicht so wichtig. Wir wollen in wenigen Tagen abhauen. Dazu müssen wir unserer Armbänder wegbekommen." sage ich nachdenklich. "Das kann ich machen." sagt Scar. "Ich hab schon immer die Waffen und die Messer geputzt. Dort liegen immer die Schlüssel für die Armbänder. Die kann ich besorgen." erklärt sie uns. "Gut, dann ist das auch schon geklärt. Jack kann nicht so oft hin und her teleporieren, das heißt wir nehmen einen der Laster. Dort bringen wir die anderen hinein und fahren dort zu Halle." sage ich.

"Wer hat das behauptet, dass ich nicht so oft hin und her springen kann?" fragt der Braunhaarige beleidigt. "Dann kannst du um die sechsmal hin und her springen mit 100 km Entfernung, ohne Anstrengung?" Frage ich abwartend. "Vielleicht!" antwortet Jack nur. "Ein vielleicht reicht nicht." er nickt nur ergeben. "Da wir das jetzt dann auch geklärt haben, bleibt nur noch eins, wer hat den Vorrang die Schlange zu töten? Und wer hat noch spezielle Wünsche?" "Also ich würde gerne die Wächter töten. Zumindest einen Teil und die ganzen Arzthelfer." sagt Scar und grinsend böse bei der Vorstellung.

"Dann töte ich die anderen Wächter." kommt es von Sam. "Bei den Wächtern hätte ich noch einen Wunsch, dass ich W34 töten darf und den Doktor natürlich." sage ich schämisch. "Dann bleibt die Schlange für dich Jack." teile ich ihm mit. "Warum? Warum nicht ihr?" "Weil du sie am meisten hasst." antworte ich und lege ihm meine Hand auf die Schulter. Er blickt mich durch seine Blauen Augen an. "Ich werde bei dir an der Seite sein. Du wirst nicht allein sein." sage ich ihm und blicke genauso zurück. Kurze Stille, dann räupere ich mich, nimm meine Hand wieder zu mir und schaue in die Runde.

"Wenn jemand einen Wächter oder einen Gegner sieht, ausschalten. Scar, bring bitte noch ein paar Walkie-talkies mit, dann kann man sich verständigen." sage ich und sie nickt. "Gut, dann lasst uns mal trainieren. Das letzte mal, bevor wir abhauen." sage ich und gehe zu den Boxsäcken. Ich tauche direkt in meine Welt ein. Ich denke an die Frische Luft, die ich atmen kann und nicht danach wieder in das Labor muss. In mein Zimmer, das mir schon so bekannt ist. Wenn wir das schaffen, sind wir wirklich frei, frei von der Schlange und den Wächtern. Doch dann kommt die Welt auf uns zu. Wie wollen wir dort nur wieder reinpassen? Dort je wieder zurecht kommen?

Wo soll ich hin?
Zu meiner Familie? Auf keinen Fall!
Ich werde sie aber noch ein einziges Mal besuchen. Einfach nur um sie nochmal zu sehen. Einfach nochmal so tun als wäre das alles nicht passiert!

Ich schlage auf den Boxsacke ein, wie eine Irre, doch das ist mir egal. Mir ist auch bewusst, dass Jack mich beobachtet, während er Gewichte hebt. Mir ist das gerade alles egal, ich denke an die Zukunft, die wir alle führen werden. Wie wir sie führen werden.

Werden die Black's und ich zusammen bleiben oder werden sie zurück zu ihren Eltern gehen. Sie nur besuchen oder dort für immer bleiben. Werden wir auseinander gehen oder zusammenbleiben?

Experiment Nummer 143Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt