Gegen Abend machten sich Thomas und Sebastian auf dem Weg. Sie folgten dem Navi,der sie zu dem Parkplatz hinführte. Es war stockdunkel draußen. Sie stiegen beide aus und liefen in den dunklen Wald hinein. Man hörte verschiedene Tiergeräusche. Es war fast unheimlich. Thomas holte sein Handy heraus und schaltete die Taschenlampe ein. Er sah den Baum,wo er sich vorhin versteckt hatte. "Also der Mann kam von da drüben." flüsterte er. Sebastian sah in die Dunkelheit. "Na dann mach das Licht aus. Wir müssen uns unauffällig umsehen. Vielleicht finden wir einen Hinweis." Thomas schaltete das Licht aus und alles färbte sich wieder pechschwarz. Sie warteten einen Moment bis die Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten,dann tasteten sie sich weiter. Äste knackten und ab und an erschreckte Thomas sich wenn ein Tier rief. Sebastian lachte. Sie gingen tiefer in den Wald hinein. Alles war voller Bäume und Gebüsche. Irgendwann kam eine Weggabelung zum Vorschein. Sie sahen sich an. Dann nahmen sie den rechten Weg. Sie liefen und sahen sich um,doch nichts war zu sehen. Also kehrten sie wieder um und nahmen den linken Weg. Doch auch dort traten sie wieder den Rückweg an. Auf einmal meldete sich Thomas. "Ich geh mal eben in die Büsche." Sebastian verdrehte die Augen,aber wartete geduldig. Als es etwas zu lange dauerte rief er leise: "Musst du etwa kacken oder was?!" "Nein. Sieh mal Basti ich habe etwas entdeckt." Sebastian folgte den Klang der Stimme und stand schon bald neben Thomas. Vor ihnen erstreckte sich ein weiterer Pfad. "Wie viele Wege gab es denn hier? Ist ja wie ein Labyrinth..." Sie gingen den Weg entlang. Er war schmal und durchwachsen. Sebastian stolperte mehrmals und fluchte. Jetzt lachte Thomas. Doch schon bald hatten sie das Ende des Weges in Sicht. Sebastian und Thomas sahen sich um und entdeckten ganz versteckt eine kleine Hütte. Erstaunt sahen sie bei längerem Hinsehen, dass sie restauriert wurde. Beide sahen sich an. Sebastian hielt Thomas zurück und zeigte nach hinten. Sie gingen einige Schritte zurück. Als sie außer Rufweite waren flüsterte Sebastian: "Das ist ja interessant. Eine restaurierte Hütte in diesem Wald?" "Eigenartig. Wer wohnt denn hier?" "Das müssen wir uns genauer ansehen, aber vorsichtig man darf uns nicht sehen."
Mit jedem Tag der verging wurde meine Angst stiller. Anfangs war ich noch angespannt und vorsichtig. Doch jetzt nach einigen Monaten fühlte ich mich sicherer. Klar war da immer noch eine gewisse Vorsicht da, doch ich lief nicht mehr wie ein aufgeschrecktes Huhn herum. Diego brachte mir immer die nötigen Lebensmittel. Ich war erleichtert, denn so waren Rosa und Natascha erstmal gesichert. Ich konnte das immer noch nicht glauben,dass wir es geschafft hatten! Etwas einsam fühlte ich mich in diesem großen Wald schon,aber es war nicht mehr so wie bei der Wohnung in der anderen Stadt. Hier war ich freier und musste mich nicht hinter Bergen von Klamotten verstecken. Ich konnte stundenlang durch den Wald spazieren und mit meinen Freunden den Tieren verbringen. Sie waren noch immer meine Freunde. Trotzdem fragte ich mich oft wie es Rosa und Natascha erging. Diego konnte mir auch nichts genaues sagen, da er nicht immer Kontakt mit ihnen hatte. Ich fragte mich,ob ich jemals hier raus konnte und wieder als freier Mensch durch die Straßen laufen durfte. Ohne Angst zu haben entdeckt zu werden. Manchmal stellte ich mir Sebastian vor, wie wütend er war. Oder wie er mich suchte. Es war schon seltsam,aber innerlich war ich etwas schadenfroh. Zweimal hatte ich es geschafft vor ihm zu flüchten. Aber lange hielt die Freude nicht an,denn meine innere Stimme warnte mich immer davor, was wäre wenn er mich nun doch finden würde. Dann bekam ich immer eine Gänsehaut und vertrieb den Gedanken sehr schnell. Das wäre mein Ende. Ich glaube wirklich, dass Sebastian mir dann entweder etwas sehr Schlimmes antun oder dass er mich umbringen würde. Es war wieder Abend und ich hatte mich Bett fertig gemacht. Wie immer schloss ich alle Türen und Fenster. Ich legte meine Schuhe vor die Tür und den Schlüssel unter meinem Kopfkissen. Morgen wollte ich Beeren sammeln gehen und einen Kuchen backen. Dann könnte ich Diego auch mal etwas zurück geben. Ich fand es so niedlich,dass er mir immer half. Dann fühlte ich mich nicht so einsam. Lächelnd schlief ich mit dem Gedanken ein und träumte von Kuchen mit roten Früchten.
Rosa wusste dass es so hätte laufen können. Sie kannte Kenneth. Er konnte zärtlich und liebevoll sein,aber auch grob und brutal. Als er mit ihr im Zimmer war,dauerte es nicht lange bis er sie ins Bett zerrte und mit ihr Sex hatte. Sie hatte es einerseits vermisst ihn an ihren Körper zu spüren,aber andererseits auch nicht. Wenn er seine zärtlichen Momente hatte war alles in Ordnung. Doch die groben brutalen Momente waren dagegen Folterungen. Auch heute vergang er sich an ihr nicht gerade auf die zärtlichste Weise. Ihr Schreien hallte durch die Zimmerwände. Es vermischte sich mit seinem Grunzen und Stöhnen zu einem Musikstück. Als er endlich von ihr abließ,spürte Rosa dass ihr alles wehtat. Sie konnte sich nicht bewegen. Kenneth stütze sich auf seinen Ellbogen und sah sie immer noch keuchend an. "Du warst ein böses Mädchen Rosa. Ich musste dich bestrafen." Er besah sich ihre Narben im Gesicht und strich zärtlich darüber. Rosa wagte es nicht sich zu rühren. Der Schmerz ihres Körpers pochte unangenehm weiter,aber sie ließ keinen Laut aus ihren Mund entweichen. "Basti hat dich wohl nicht mehr im Griff gehabt. Er verunstaltet dich und du bist trotzdem ungezogen wie ich höre. Brauchtest wohl wieder meine harte Hand du Schlampe was?" Weg war der liebevolle zärtliche Kenneth. Vor ihr lag der böse Zuhälter Kenneth. Der,der sie so lange fickte,bis sie sich fügte. Der sie so lange schlug,bis sie gehorchte. Den,den sie hasste. Sie schluckte als er sich zu ihr hinüber beugte. Er sah sie mit seinen Augen durchdringend an. "Du widersetzt dich also schon wieder. Ich dachte du hättest wenigstens etwas gelernt, aber anscheinend ist deine Wildkatze immer noch nicht gebändigt was?" Er gab ihr plötzlich eine Backpfeife. Rosa spürte den Knall und ihr Kopf flog etwas zur Seite. Was war hier los? Verwirrt schaute sie zu ihm. "Immer noch stur wie ein Pferd. Ja Rosa ich bin damals weggegangen,dass heißt aber nicht, dass ich dich vergessen habe. Ich weiß noch ganz genau was ich tun muss um dich wieder zur Vernunft zu bringen und dann wirst du hoffentlich wieder das süße kleine brave Mädchen werden dass der Kenneth belohnen wird." Er grinste sie schmierig an. Rosa bekam Angst. Sie realisierte zwei Dinge. Erstens Kenneth war wegen Sebastian hier hergekommen und zweitens seine Aufgabe war es Rosa zu bestrafen. Alles drehte sich in Rosa's Kopf. Ihr wurde übel. Irgendetwas musste passiert sein. Irgendetwas musste Sebastian entdeckt haben. Nur was? Hatte er Jasmin gefunden? Nein das konnte nicht sein. Diego ist doch da. Ihre innere Stimme sprach zu ihr. Versuchte sie zu beruhigen. Rosa versuchte darauf zu vertrauen. Es durfte jetzt nicht alles wieder von vorne anfangen.
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Always Mine
RandomEndlich hat er sie wieder gefunden. Ein ganzes Jahr hatte er sie gesucht und jetzt kann sie ihm nicht mehr entkommen. Dies ist der zweite Teil der Geschichte "You broke me"
