Kapitel 8

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Killian genießt die Eisbehandlung in vollen Zügen und ist auch kurz davor einzuschlafen. Es ist alles so angenehm. Nicolas streicht öfters mal durch seine Haare, was beruhigend ist und ihn um einiges schläfriger werden lässt.

Die Augen hat er geschlossen und spürt kaum noch etwas von den schmerzen, die er sich durch das Versohlen seines Hinterns eingefangen hat.

Seine Gedanken lässt er schweifen und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen muss er sich doch eingestehen, dass Nicolas kein so schlechter Dom ist, wie er es zu Beginn vermutet hatte.

Nicolas mustert Killian gedankenverloren. Das Eis ist inzwischen verbraucht und geschmolzen, wobei das geschmolzene Eis nun einen herrlichen Glanz auf Killians Körper zaubert, der ihn in seinen Bann zieht.

Er streicht sanft weiter über seinen Rücken und muss sich eingestehen, dass dieser Anblick von Killian, der so ruhig und unbekümmert da liegt, doch sehr reizend ist. Aber nicht auf sexueller Ebene. Auf der Ebene, die es wirklich schafft, ein Lächeln über Nicolas' Gesicht huschen zu lassen.

Eine Weile beschließt er die Stimmung beizubehalten, ehe er aber doch schließlich seine Hand entfernt. Er ist neugierig und will Killians Zustand ausnutzen, um mal eine ordentliche Antwort zu bekommen.

„Killian?", richtet er das Wort mit überraschend sanfter Stimme an seinen kleinen Eisengel, der doch darauf recht verschlafen die Augen öffnet und ihn ansieht.

„Ja?", nuschelt er leise, was Nicolas kurz schmunzeln lässt.

„Hat dir das gerade eben gefallen?", möchte er nun wissen und versucht seine Neugierde nicht so offensichtlich wirken zu lassen.

Killian beginnt zu lächeln. Es ist ein schönes Lächeln, denkt sich Nicolas, ehe der Kleinere nickt.

„Ja, mir hat es sehr gefallen. War entspannend", fährt er fort, worauf er die Augen zusammenkneift, sich katzenartig streckt und langsam aufsetzt.

Nicolas beobachtet ihn. Killian erinnert ihn wirklich sehr an eine Katze. So eigensinnig und klein. So kratzbürstig, aber auch schnell begeistert von etwas. Er wäre eine perfekte Katze von seinen Charakterzügen hergesehen.

Nicolas nickt und schweigt, während Killian mit wachsamen Augen zu ihm sieht. Es ist immer noch ein Rätsel für ihn, wie Nicolas so tickt. Er kann ihn sehr schwer einschätzen, da er nicht wirklich offen zu sein scheint. Jedenfalls kann Killian sich keine Theorie ausmalen, was wohl so in seinen Gedanken vorgehen mag. So gern er es auch wüsste.

„Danke für die Überraschung", meint Killian schließlich, worauf Nicolas ihn überrascht ansieht. Killian bedankt sich? Was läuft denn jetzt falsch?

Killian lächelt schief, ehe er die Decke auf dem Bett über seine Schultern zieht und zu Nicolas sieht. „Und was machen wir jetzt?", will er wissen, was ihn belustigt Schnauben lässt. Immer so schnell gelangweilt.

„Deine Strafe ist jetzt beendet. Die Überraschung ist auch vorbei. Wenn ich so überlege, steht da noch ein Punkt auf der Liste."

„Ja? Und welcher?", will Killian interessiert wissen.

Nicolas muss Schmunzeln und kann es sich nicht nehmen über Killians Wange zu streichen, ihm näherzukommen und an sein Ohr zu flüstern: „Du zeigst mir jetzt, wie gut du blasen kannst. Das Ergebnis entscheidet, wie die nächste Session ausfällt."

Er haucht es leise und Killian bekommt augenblicklich eine Gänsehaut. Mit leicht geöffnetem Mund sieht er zu Nicolas und schluckt unsicher. Sein letzter Blowjob ist eine Weile her. Und war sein Einziger bisher.

Er will nicht schlecht sein. Er will Nicolas gefälligst zeigen, dass er auch etwas auf dem Kasten hat. Da muss er sich wohl anstrengen.

„Geht klar", nuschelt Killian und zufrieden entfernt sich Nicolas wieder von ihm.

Something New (BoyxBoy)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt