Der Abschied

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Während ich duschte, dachte ich über das nach, was beinahe passiert wäre, wenn Steve nicht wieder einmal hereingeplatzt wäre. Kaum dachte ich an den Fast-Kuss, fing mein Magen an zu kribbeln und mein Herz klopfte so schnell, dass ich dachte, es würde mir jeden Moment aus der Brust springen. Ich spürte immer noch seinen Atem und das Prickeln auf meiner Haut, wo er mich berührt hatte. Seufzend stieg ich aus der Dusche, stellte das Wasser ab und wickelte mir ein Handtuch um. Ich ging in mein Zimmer, wo mein Dad auf mich wartete.

„Dad, was ist los?", fragte ich besorgt, als ich seinen Gesichtsausdruck sah. „Es tut mir leid, aber wir müssen den Tag, den ich dir versprochen hatte, verschieben. Wir müssen auf eine Mission",  er schaute mich traurig an und nahm mich in den Arm. „Dad, das ist dein Job. Das holen wir nach. Aber sobald ihr wieder da seid, will ich wissen, was du und Pietro mir sagen wolltet", ich löste mich aus der Umarmung und schaute meinen Dad an, welcher mich anlächelte und nickte. Die beiden machten ein riesen Geheimnis daraus, was sie mir sagen wollten.

„Natürlich, sobald wir wieder da sind." Zufrieden lächelte ich. „Gehen alle mit auf die Mission?" „Alle bis auf Bucky und Thor. Bucky darf noch nicht und Thor begleitet Loki nach Asgard", erklärte er mir. Bei dem Gedanken, mit Bucky allein zu sein, musste ich lächeln. „Warum lächelst du so?", fragte Dad misstrauisch. „Clint, wir müssen los!", hetzte Tony, nachdem er die Tür geöffnet und uns unterbrochen hatte. Dad nickte, gab mir noch einen Kuss auf die Wange und drehte sich um. „Warum du gelächelt hast, wirst du mir erklären, sobald ich wieder da bin." Damit war er aus der Tür verschwunden und ließ mich allein zurück. Da fiel mir Loki wieder ein und ich beeilte mich mit dem Anziehen. Auch wenn ich noch sauer auf ihn war wegen gestern, wollte ich mich dennoch von ihm verabschieden, da ich ja nicht wusste, wann ich ihn wiedersehen würde. In Windeseile zog ich mich an und ging nach unten, wo Thor und Bucky bereits in der Küche saßen und sich unterhielten.

„Guten Morgen", lächelte Thor mich an und ich lächelte zurück, während ich zur Kaffeemaschine ging und mir Kaffee nahm.

„Wo ist Loki?", fragte ich und nippte an meinem Lebenselixier. „Ich denke, dass er noch in seinem Zimmer ist. Ein bisschen Zeit haben wir ja noch, bis wir los müssen", erklärte Thor und Bucky schaute bitter auf den Tisch. „Ich gehe mich dann mal von ihm verabschieden", sagte ich und ging mit meinem Kaffee in Richtung des Aufzugs. Ich stieg in diesen und fuhr zur Etage von Loki. Dort stieg ich aus und klopfte an seine Tür.

„Was willst du?", fragte Loki mich kalt, was mich zusammenzucken ließ. „Eigentlich wollte ich mich von dir verabschieden", sagte ich leise und ging auf ihn zu. „Warum?", seine Stimme glich einem Eisblock. „Loki, bitte, ich mag dich. Ich mag dich als meinen Freund", antwortete ich und endlich drehte er sich zu mir um. „Geh doch zu Bucky", knurrte er mich an und vor Schreck ging ich einen Schritt zurück. „Loki, bitte. Für meine Gefühle kann ich doch nichts. Außerdem möchte ich nicht, dass du gehst, bevor wir uns ausgesprochen haben", meine Augen füllten sich mit Tränen, als ich das sagte und Loki mich nur gleichgültig ansah.

„Wenn du nicht mit mir zusammen sein möchtest, will ich die Freundschaft nicht mehr, und jetzt geh." Er drehte sich wieder zum Fenster und ich verließ stumm weinend sein Zimmer. Seine Worte taten mehr als weh, da er mir als Freund wichtig geworden war. Auf direktem Weg ging ich in mein Zimmer und ließ mich auf mein Bett fallen. Stumm weinte ich, bis es an der Tür klopfte.

„Lara, ist alles okay?", hörte ich Buckys gedämpfte Stimme. „Ja", schniefte ich und wischte mir die Tränen weg, als sich die Tür öffnete. „Was ist los?", fragte Bucky besorgt, als er mich sah. „Nichts", log ich und setzte ein Lächeln auf. „Lüg mich bitte nicht an", bat Bucky mich und setzte sich neben mich. Ich holte tief Luft und erzählte, was eben mit Loki vorgefallen war. Das, was ich über meine Gefühle gesagt hatte, erzählte ich natürlich nicht.

„Das wollte ich nicht", antwortete er und nahm mich in den Arm. „Du kannst doch nichts dafür, dass Loki so ist, wie er ist", antwortete ich traurig und versuchte trotzdem, ihn anzulächeln. „Darf ich dich heute Abend ins Kino einladen? Also zu einem Date?", fragte er lächelnd und ich nickte. Ich hoffte, äußerlich ruhig auszusehen, aber innerlich flippte ich vor Freude aus. „Weißt du schon, was für einen Film du gucken möchtest?", fragte er und ich schüttelte den Kopf. „Dann gehen wir so gegen 18 Uhr los. Passt dir das?" „18 Uhr hört sich super an", bestätigte ich ihm und musste dieses Mal wirklich lächeln. Lächelnd ging Bucky aus meinem Zimmer und vor Freude schrie ich in mein Kissen. Die Gedanken an Loki schob ich in die hinterste Ecke meines Hirns. Trotzdem wollte ich mich noch von Thor verabschieden, da ich ja auch bei ihm nicht wusste, wann ich ihn wiedersehen würde. Also ging ich ins Bad, um mein Gesicht zu waschen.

„Thor, ich werde dich vermissen", sagte ich und umarmte ihn. Loki, der neben ihm stand, ignorierte ich. „Ich werde dich auch vermissen", erwiderte er und drückte mich etwas fester. „Beim nächsten Mal nehme ich dich mit nach Asgard und zeige es dir", fuhr er lächelnd fort. „Sehr gerne." Ich ließ ihn wieder los und begleitete die beiden nach draußen.

„Können wir noch mal reden?", fragte Loki mich, als Thor sich mit Bucky unterhielt. „Wozu? Du hast mir vorhin deine Meinung gesagt", erwiderte ich und schaute ihn an. „Bitte, es tut mir leid", erwiderte er leise und schaute mir in die Augen. „Wenn du wieder da bist, vielleicht." Ich machte Platz für Thor, der kurz darauf nach Heimdall rief. Es tauchte ein regenbogenfarbener Strahl auf, und als dieser wieder verschwand, waren Thor und Loki ebenfalls verschwunden.

„Was hältst du davon, wenn wir vor dem Kino Eis essen gehen?", fragte Bucky mich lächelnd, was mich auch lächeln ließ. „Ich finde, das ist eine sehr gute Idee." Danach gingen wir wieder rein und lachten viel. „Ich gehe mich schnell umziehen", sagte ich, als ich sah, dass es schon 17 Uhr war. Die Zeit ging mit Bucky immer so schnell herum, dass ich es kaum glauben konnte.

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