„Lara, was ist los mit dir?", ertönte Steves Stimme hinter mir und ließ mich zusammenzucken, da ich gedankenverloren aus dem Fenster schaute. „Nichts, alles gut", log ich und wischte mir schnell die Träne von der Wange, damit Steve nicht sah, dass ich weinte. „Und warum glaube ich dir das nicht?", ich zuckte mit den Schultern und musste mich stark zusammenreißen, um nicht wieder loszuweinen. „Habt ihr euch wieder gestritten?", seine Stimme klang mitfühlend und besorgt. Als ich leicht nickte, drehte er mich um und nahm mich in den Arm. Da brachen alle Dämme und ich weinte mich an Steves Brust aus.
„Willst du vielleicht darüber reden?", fragte er leise, nachdem ich mich beruhigt hatte und wischte mir vorsichtig die Tränen von der Wange, die langsam trockneten. Bevor ich anfing zu erzählen, atmete ich einmal tief ein und aus. „Bucky verhält sich in letzter Zeit wirklich komisch. Er hat kaum noch Zeit für mich und wenn er mal hier ist und ich ihn auf sein Verhalten anspreche, streiten wir uns jedes Mal", erzählte ich schluchzend. „Und was war der Grund für den letzten Streit?", fragte der Captain vorsichtig weiter. „Es ging um Sharon. Darum, dass die beiden die ganze Zeit flirten und ich mich dabei nicht gut fühle. Steve, ich habe Angst, dass ich ihm nicht mehr reiche", gab ich zu und merkte, wie mir wieder Tränen in die Augen stiegen.
„Aktuell hat Buck viel zu tun und glaub mir, er liebt nur dich. Er würde dich niemals betrügen." Steves Worte halfen nicht wirklich und ich fing wieder an zu weinen. Sofort schlossen sich seine Arme wieder um mich und er strich mir beruhigend über den Rücken. „Und was mache ich, wenn er mich doch...", ich brach mitten im Satz ab und mein Schluchzen wurde wieder schlimmer. „Wenn er das tun sollte, bringe ich ihn um", ertönte die Stimme von Nat, die mich aufmunternd anlächelte und in mein Zimmer kam. Hinter ihr tauchte Wanda auf, die mich ebenfalls anlächelte. „Weißt du, was wir jetzt machen?", fragte Wanda grinsend und ich schüttelte den Kopf. Eigentlich wollte ich mich gerade einfach in mein Bett legen, allein sein und weinen.
„Wir gehen Shoppen. Keine Widerrede", sagte nun Nat. „Ein bisschen Ablenkung wird dir guttun", sagte Steve und schob mich zu den beiden. Ich gab mich geschlagen und so machten wir uns auf den Weg in die Stadt. „Sollen wir hier mal rein?" Wir standen vor einem Geschäft, wo es alles Mögliche an Kleidern gab. „Ich brauche keins", erwiderte ich und wollte weitergehen, als die beiden mich festhielten und ins Geschäft zogen. „Man kann nie genug Kleider haben", erwiderte Wanda und genervt setzte ich mich auf die kleine Bank, die vor den Umkleiden stand.
Nat und Wanda schauten sich nur an und gingen dann zwischen den einzelnen Gängen entlang. Als mein Handy klingelte, zog ich es aus meiner Tasche und musste kurz lächeln, als ich sah, von wem die Nachricht war. Dieses kleine Lächeln starb aber, als ich mir die Nachricht von Bucky durchlas. „Ich schaffe es heute Abend nicht. Ich liebe dich." Es bildete sich ein Kloß in meinem Hals und ich musste die Tränen runterschlucken. Heute vor einem Jahr hatten wir uns kennengelernt und wollten ihn eigentlich gemeinsam verbringen. „Was ist los?", ertönte Wandas Stimme, die den ganzen Arm voll mit Kleidern hatte. „Nichts", erwiderte ich. „Okay, wenn Buck dir abgesagt hat, gehst du heute mit uns feiern", beschloss Wanda und am liebsten hätte ich sie umgebracht dafür, dass sie schon wieder meine Gedanken gelesen hat. „Das sehe ich auch so und deswegen wirst du dieses Kleid jetzt auch anprobieren", damit drückte sie mir ein dunkelblaues, leicht glitzerndes Kleid in die Hand. Genervt verschwand ich in der Umkleide und hörte die beiden sich unterhalten, verstand aber leider kein Wort.
„Das Kleid und du seid wie füreinander geschaffen", sagte Nat lächelnd und Wanda nickte zustimmend. Danach zog ich mich wieder um und wir gingen bezahlen. Nat und Wanda hatten sich ebenfalls eins mitgenommen. Danach gingen wir noch durch verschiedene Geschäfte und so viel Mühe die beiden sich auch gaben, meine Laune wurde einfach nicht besser.
„Sei so gegen ungefähr 19 Uhr fertig, wir holen dich dann ab", sagte Wanda zum Abschied und damit trennten sich unsere Wege. Mein Weg führte mich direkt in mein Zimmer, wo ich die Tüten vor meinen Schrank stellte und mich auf mein Bett schmiss. „Warum tat Bucky das? Er hatte doch immer gesagt, dass er mich nie verletzten will und dann tat er es doch?" Meine Gedanken rasten und irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und ging duschen.
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Never Without you
FanfictionIn dieser Geschichte geht es um Lara ein, 16 Jahre altes, Mädchen welches von ihren Mitschülern gemieden oder gemobbt wird und Zuhause sieht es auch nicht besser aus. Von Ihrer Mutter und ihrer Schwester wird Lara ausgenutzt und fertig gemacht. Man...
