Als ich in die Küche kam, war sie fast komplett leer, nur Loki stand an der Theke und machte sich etwas zu essen. Sofort machte sich Panik in mir breit und es bildete sich ein Kloß in meinem Hals, den ich runterschluckte, als ich mich räusperte und so die Aufmerksamkeit von dem Halbgott auf mich zog. „Können wir vielleicht nochmal reden?", fragte er wie so oft die letzten Tage und wie jedes Mal ignorierte ich ihn auch dieses Mal und machte mir ein Brot. „Lara, bitte, es tut mir wirklich leid. Ich weiß auch nicht, was in mich gefahren ist", sagte er leise und man hörte ganz deutlich die Reue in seiner Stimme.
„Ich weiß aber, was in dich gefahren ist", damit drehte ich mich zu ihm um und schaute ihn so kalt wie möglich an. „Es hat an deinem Ego gekratzt, dass ich dir einen Korb gegeben und mich für Bucky entschieden habe", giftete ich ihn an und der Ausdruck der Verletztheit wurde mit jedem Wort größer. Ohne ein weiteres Wort verließ er die Küche und ich merkte, wie mir schlecht wurde. Schnell sprintete ich in mein Zimmer, wo Bucky gerade duschen gehen wollte, da er vom Training kam.
„Lara, ist alles okay?", gedämpft durch die Badezimmertür hörte ich Buckys Stimme. „Ja, alles bestens", antwortete ich und wischte mir den Mund ab, bevor ich ein Lächeln aufsetzte und die Tür öffnete. „Wirklich?", misstrauisch sah Bucky mich an. „Ja, wirklich", erwiderte ich und ging an ihm vorbei. Wie sollte ich Bucky erklären, was los ist, wenn ich es selbst nicht wusste? Das Einzige, was ich wusste, ist, dass mir seit der Hochzeit meiner Dads, die inzwischen auch schon einige Tage her war, morgens immer schlecht war.
„Doll, ich möchte, dass du dich von Bruce untersuchen lässt. Ich meine, irgendwo muss es doch herkommen, dass dir immer schlecht ist", riss Bucky mich aus meinen Gedanken. „Woher weißt du das?" „Auch wenn ich schon alt bin, bin ich nicht blind oder taub", erklärte er und setzte sich frisch geduscht und angezogen neben mich. Ich senkte den Blick und hatte ein schlechtes Gewissen. „Du bist doch gar nicht alt", sagte ich kleinlaut. „Warum lügst du mich an?", Buckys Blick durchbohrte mich fast. „Ich wollte nicht, dass du dir noch mehr Sorgen machst", sagte ich leise und hob vorsichtig den Blick. „Doll, ich werde mir immer Sorgen um dich machen", erwiderte Bucky und wollte mich gerade in den Arm nehmen, als ich wieder aufsprang, weil mir schlecht wurde.
„Du wirst sofort zu Bruce gehen und dich untersuchen lassen", bestimmte Bucky, als er meine Haare festhielt. Als ich fertig war, spülte ich mir den Mund aus und danach schleifte er mich sofort zu Bruce. „Hey ihr zwei, wie kann ich euch helfen?", begrüßte Bruce uns lächelnd. „Hey Bruce, kannst du Lara vielleicht mal untersuchen?", begrüßte Bucky Bruce. „Ihr ist die letzten Tage immer schlecht", erklärte Bucky dem verwirrt aussehenden Bruce. „Klar, Lara, leg dich auf die Liege und mach den Bauch frei, dann mache ich einen Ultraschall von deinem Bauch", antwortete Bruce sofort und Bucky schob mich zur Liege, auf welche ich mich legte. Schnell zog ich mein Oberteil nach oben und Bruce verteilte kaltes gelartiges Zeug auf meinem Bauch und dann fing er an, einen Ultraschall von meinem Bauch zu machen.
„Lara, wann hattest du das letzte Mal deine Periode?", fragte Bruce, ohne den Blick von dem Gerät zu nehmen. „Bucky, gib mir mal bitte mein Handy", bat ich ihn und überlegte. „Danke." Ich nahm ihm das Handy ab und schaute nach. Als ich sah, dass ich bereits eine Woche drüber war, wusste ich, wieso Bruce gefragt hatte. „Vor fünf Wochen", sagte ich leise und Bruce schaute mich über den Rand seiner Brille hinweg an. „Herzlichen Glückwunsch, ihr Zwei. Ihr werdet Eltern", sagte Bruce und lächelte uns leicht an.
Meine Gefühle überschlugen sich in diesem Moment. Ich wollte irgendwann Kinder mit Bucky, aber doch nicht mit 17. Unsicher schaute ich zu Bucky, der sehr blass geworden war. Besorgt schaute ich zu Bruce, der gerade meinen Bauch sauber machte. „Ich lasse euch dann mal alleine", damit gab er mir das Ultraschallbild und verließ sein Labor. „Bucky, sag doch bitte etwas", bat ich ihn leise und setzte mich an den Rand der Liege. Anstatt mir zu antworten, zog er mich in seine Arme und vergrub sein Gesicht an meinem Hals. „Ich freue mich", als wir uns lösten, strahlte Bucky übers ganze Gesicht, aber es lag trotzdem ein Schleier der Unsicherheit in seinen Augen. „Was meinst du, werden Clint und Pietro mich umbringen?", Bucky versuchte es lustig klingen zu lassen, doch ich wusste, dass seine Angst nicht unbegründet war. „Ich hoffe doch nicht", erwiderte ich und überlegte schon, wie wir es den beiden sagen könnten. „Doll, ich muss nochmal in die Stadt", kaum hatte er das gesagt und mir einen Kuss auf die Stirn gedrückt, war er auch schon verschwunden.
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Never Without you
FanfictionIn dieser Geschichte geht es um Lara ein, 16 Jahre altes, Mädchen welches von ihren Mitschülern gemieden oder gemobbt wird und Zuhause sieht es auch nicht besser aus. Von Ihrer Mutter und ihrer Schwester wird Lara ausgenutzt und fertig gemacht. Man...
