Ungewolltes Wiedersehen

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Dieser Abend war inzwischen einige Wochen her und wir hatten kaum noch Zeit zu zweit. Wenn wir doch mal allein waren, waren wir zu müde, um etwas anderes zu tun als zu schlafen. Immerhin hatten Dad und Pietro inzwischen die Adoption beantragt und einen Termin für ihre Hochzeit gemacht. . Diese sollte diesen Herbst stattfinden, was nur noch gut sechs Wochen hin war. Ich hatte mit Dad gesprochen, dass nicht Bucky Schuld an meiner Entführung war und Dad hatte sich bei Buck entschuldigt. In der Schule fing die heiße Phase der Klausuren an und ich war nur noch am Lernen, so auch jetzt.

„Hey, Princessa, bist du schon wieder am Lernen?", Pietro kam gerade in die Küche und holte sich etwas zu trinken. „Hey Dad, eher immer noch", erwiderte ich und pustete mir eine Strähne aus dem Gesicht, die sich aus meinem Zopf gelöst hatte. „Gönn dir auch mal eine Pause. Zu viel Lernen ist auch nicht gut", antwortete er und sah mich an. Als ich die Sachen nicht wegpackte, klaute er sie mir und rannte los.

„Lara, es ist jemand da für Sie", sprach mich Friday an und ich war verwundert. „Wer ist es denn?", fragte ich verwirrt nach und dachte, ich hätte mich bei Fridays Antwort verhört. „Es ist Ihre Mutter." Ich fing an zu zittern und bekam Panik. Was wollte sie jetzt hier?

„Princessa, was ist los?", Pietros besorgte Stimme ertönte hinter mir und ließ mich zusammenzucken. „Meine Mutter ist hier", brachte ich soeben hervor und fing noch stärker an zu zittern. „Friday, sag Bucky Bescheid, dass Lara ihn braucht und sag bitte auch Clint Bescheid", Pietros Worte an Friday drangen wie durch Watte zu mir durch, aber ihren Sinn verstand ich trotzdem nicht. „Pietro, was ist los?", hörte ich nun Dads Stimme. „Laras Mutter ist hier." „Was will sie?", erwiderte Dad fragend. „Ich habe keine Ahnung", antwortete Pietro und die beiden nahmen mich in den Arm, was mich aber nicht wirklich beruhigte.

„Friday, was will sie hier?", „Sie ist sehr wütend, mehr weiß ich nicht, Mr. Barton." „Was ist denn draußen los? Wer ist das?", hörte ich nun auch Tonys Stimme. „Laras Mutter ist hier", „Lasst sie rein, wer weiß, was sie will. Vielleicht geht es um die Adoption", sagte Tony und wies dann die KI an, meine Mutter reinzulassen.

„Was fällt euch eigentlich ein?", schrie sie los, sobald sich die Aufzugtüren geöffnet hatten. „Was willst du hier?", erwiderte Dad ruhig. „Was ich hier will? Ist das dein Ernst? Wie kommt ihr dazu, Lara adoptieren zu wollen?", schrie sie weiter und je lauter ihre Stimme wurde, desto mehr Angst bekam ich. „Du hast sie all die Jahre schlecht behandelt und dann rausgeschmissen. Du glaubst doch nicht wirklich, dass Lara jemals zu dir zurückkommen würde", erwiderte Dad wütend und ich spürte, wie sich eine Panikattacke aufbaute, also schloss ich die Augen und versuchte, mich auf meine Atmung zu konzentrieren.

Erst als sich zwei Arme um mich schlossen und ich an eine harte Brust gedrückt wurde, öffnete ich meine Augen und entspannte mich sofort, als ich sah, dass es Bucky war, der mich sanft anlächelte. „Alles okay?", fragte er leise und ich nickte, zuckte aber zusammen, als meine Mutter wieder schrie. „Ich diskutiere da nicht mit dir drüber. Lara bleibt hier und basta. Ich glaube, es ist das Beste, wenn du jetzt gehst." Damit schoben Dad und Steve sie in den Fahrstuhl. Die Türen schlossen sich und Bucky nahm mich auf seinen Arm. „Du solltest dir mal Ruhe gönnen", sagte Bucky leise, ging in Richtung seines Zimmers und nickend stimmte ich zu. Sofort legte ich meinen Kopf an seine Brust und kuschelte mich an ihn, während er mir beruhigend über den Arm strich.

Als wir bei Bucky im Zimmer ankamen, legte er mich auf sein Bett und stand wieder auf. „Wo gehst du hin?", fragte ich verschlafen und vermisste seine Nähe und Wärme. „Ich komme gleich wieder, schlaf ein bisschen", antwortete er leise, gab mir noch einen Kuss auf den Kopf und verließ dann das Zimmer. Wie die Tür zuging, bekam ich schon gar nicht mehr mit.

Buckys Sicht:

Ich schloss die Tür hinter mir und machte mich auf den Weg zu Clint und Pietro. Während ich durch die Gänge des Towers lief, überlegte ich mir schon mal, was ich sagen wollte und atmete noch mal tief durch, bevor sich die Türen des Aufzugs öffneten und Pietro mich besorgt ansah. „Ist was mit Lara?", seine Stimme klang besorgt. Seine Miene hellte sich auf, als ich mit dem Kopf schüttelte. „Nein, Lara schläft. Ich wollte euch was fragen", gestand ich und wurde immer nervöser. „Was willst du denn fragen?", ertönte Clints Stimme, was mich noch nervöser werden ließ. „Ich wollte mit euch über Lara und mich reden", brachte ich nervös hervor und wischte mir meine feuchten Hände an der Hose ab.

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