Der Abend, an dem Loki, meine Dads und ich den Plan nochmal besprochen hatten, lag nun einige Tage zurück und ich hoffte einfach, dass der Plan bald aufging. Bucky merkte langsam, dass ich ihm was verheimlichte und fing an, nachzufragen und ich wusste nicht, wie lange ich ihn noch anlügen konnte. Meine Dads taten so, als wären sie immer noch zerstritten und ich quälte mich, dieses Spiel mitzuspielen. Der Einzige, der scheinbar keine Probleme damit hatte, war Loki.
„Wann wirst du mir verraten, was du mir verheimlichst?", hauchte Bucky in mein Ohr und da war es wieder, das schlechte Gewissen, das sich meldete. „Ich verheimliche dir nichts", beteuerte ich und hörte mich nicht wirklich glaubwürdig an. „Ich dachte, wir sagen uns immer die Wahrheit", fauchte Bucky mich wütend an und verließ die Küche. „Ärger im Paradies?", fragte Wanda, die gerade die Küche betrat. „Ein bisschen", antwortete ich. „Wenn du reden willst, kannst du jederzeit zu mir kommen", sagte sie lächelnd, welches nicht echt wirkte. Ich nickte und stand auf, um Bucky zu suchen.
„Du brauchst Bucky nicht suchen, der hat gerade den Tower verlassen", ertönte Dads Stimme hinter mir. Mitleidig sah er mich an und strich mir dann über den Rücken. Ich wusste, wie Bucky sich fühlen musste, schließlich hatten wir so eine ähnliche Situation vor einiger Zeit schon mal.
„Du, Wanda, sag mal, bist du sicher, dass du Pietro und Loki gesehen hast?", Wanda sah meinen Dad an und für den Bruchteil einer Sekunde veränderte sich etwas in ihrem Blick. Doch da es so schnell weg war, wie es gekommen war, war ich mir nicht sicher, ob es echt war oder ich mich getäuscht hatte. „Ja, bin ich, warum fragst du?" „Loki und dein Bruder streiten weiterhin ab, dass das stimmt."
Steve und Sam kamen gerade vom Training, als sie die Unterhaltung mitbekamen und Loki aus dem Aufzug stieg. „Loki kann doch gar nichts anderes als lügen und warum mein Bruder lügt, weiß ich nicht." „Mag sein, dass ich früher so war, aber inzwischen bin ich nicht mehr so", mischte Loki sich wütend in das Gespräch ein. Sam und Steve schauten sich an und wollten schnell das Weite suchen, als die Stimmung immer explosiver wurde. Allerdings hielt ich sie am Arm fest und sie blieben, auch wenn sie sich so unwohl fühlten wie ich mich. Langsam kamen die anderen auch in die Küche, weil eigentlich Essenszeit war. Alle außer Bucky und Pietro waren da.
Das war eigentlich nicht der Plan, dass es jetzt so eskaliert und ich bekam Angst vor Wanda. Irgendwas veränderte sich an ihrem Verhalten und das merkte nicht nur ich, da Steve sich vor mich schob und Sam sich neben ihn stellte. „Loki, bei aller Liebe, aber wir kennen dich alle." erwiderte Wanda lachend. „Keiner von euch kennt mich", fauchte Loki zurück. „Gib schon zu, dass du lügst", forderte Loki. „Na und wenn schon. Dass mein Bruder und Clint mit in die Sache reingezogen werden, war gar nicht der Plan. Aber es ergab sich so", gab Wanda zu. Wir waren alle sprachlos und selbst Loki wusste nicht mehr, was er sagen sollte. Wir starrten sie einfach an und Steve spannte sich an.
„Wanda, was soll das? Was ist dein Problem?", kam es nun wütend von ihrem Bruder der auf einmal vor ihr stand. „Du und Clint seid mir doch auf die Nerven gegangen, dass ich mich mit Lara wieder vertragen soll. Aber wie soll ich mich mit jemandem vertragen, der alles bekommt ohne Wenn und Aber?", schrie Wanda nun und kam langsam auf mich zu, was meine Angst nur verstärkte. Mein Kopf schrie Flucht, aber meine Beine gehorchten mir einfach nicht. Ich hoffte einfach, dass das alles nur ein schlechter Traum ist, aber als Wanda anfing, die ersten Dinge nach mir zu werfen, wusste ich, dass es kein Traum war. Auf einmal stand Loki vor mir und wollte was sagen, als Messer ihn trafen, die für mich gedacht waren. Er ging zu Boden und hauchte ein „Ich liebe dich", bevor er bewusstlos wurde.
Eh ich mich versah und überhaupt reagieren konnte, war ich in meinem Zimmer und die Tür abgeschlossen. Ich fing an zu weinen und versuchte, Bucky zu erreichen, der mich aber wegdrückte, was mich noch mehr weinen ließ. Das Getöse wurde immer lauter und kam immer näher und es stieg immer mehr Panik in mir auf, bis es plötzlich ganz still war. Das nächste, was ich hörte, war ein lauter Knall. Voller Angst versteckte ich mich im Bad.
Buckys Sicht:
Mein schlechtes Gewissen plagte mich, dass ich Lara weggedrückt hatte und da sie nicht an ihr Handy ging, machte ich mich auf den Weg zurück zum Tower. Als ich dort ankam, war alles verwüstet. Sofort stieg Angst in mir auf, da kam Pietro um die Ecke. „Wo ist Lara?", fragte ich ihn und konnte die Augen nicht von dem Chaos nehmen. „Ich habe sie in ihr Zimmer gebracht", antwortete der Sokovianer und blieb vor mir stehen. „Wo sind die anderen?", „Die anderen sind hinter Wanda her. Ich bin nur hier, um nach Lara zu sehen." „Was ist überhaupt passiert?", fragte ich und war mir nicht sicher, ob ich die Antwort hören wollte. „Das kann Lara dir am besten beantworten. Die Tür habe ich abgeschlossen", war das Letzte, was ich hörte, bevor Pietro verschwand. Ich sprintete die Treppe zu der Etage hoch, wo unsere Zimmer waren und Friday öffnete mir die Tür. Als ich das Zimmer betrat, war es leer. Mein Blick fiel auf die Badezimmertür und diese öffnete ich vorsichtig. Mein Herz brach in tausend Einzelteile, als ich Lara in der Ecke gekauert sitzen und weinen sah.
Als sie mich sah, sprang sie auf und fiel mir in die Arme und weinte noch doller als vorher. Vorsichtig nahm ich sie auf den Arm und brachte sie in unser Zimmer. „Doll, es wird alles gut", flüsterte ich ihr zu und hielt sie einfach. „Es tut mir so leid", flüsterte sie, nachdem sie sich beruhigt hatte. Einzelne Tränen liefen ihre Wange hinunter, welche ich mit meinem Daumen vorsichtig wegwischte. „Magst du mir erzählen, was passiert ist?", fragte ich und sie erzählte mir alles. Von ihrem Plan bis dahin, wie dieser schief ging und Loki sich schützend vor sie stellte. Ich sagte nichts, sondern hielt sie einfach, bis sie schlief. Es klopfte und die Tür öffnete sich.
„Wie geht es ihr?", fragten ihre Dads und ich stand vorsichtig auf, um sie nicht zu wecken. „Nicht so gut. Ich glaube, sie steht unter Schock." „Wenn sie wieder wach ist, bring sie zu Bruce, der soll gucken, wie es ihr und eurem Baby geht", antwortete Clint und ich nickte zustimmend. „Habt ihr Wanda?", „Ja, Dr. Strange kam uns zur Hilfe", erklärte Pietro und das beruhigte mich ungemein. „Wie geht es Loki?", „Es könnte besser sein. Er ist immer noch bewusstlos, aber er lebt. Hätten diese Messer Lara getroffen, hätte sie es nicht überlebt", antwortete Thor. Hinter ihm standen zwei Personen, wo ich vermutete, dass es seine und Lokis Eltern waren. „Ich hätte nicht gedacht, dass Loki so selbstlos sein könnte", entfuhr es Pietro. „Ich wusste immer, dass Gutes in Loki steckt", sagte die Frau hinter Thor und lächelte leicht.
Laras Sicht:
Dieser Vorfall war bereits einige Wochen her und unsere Hochzeit stand kurz bevor. Wir hatten überlegt, die Hochzeit zu verschieben, aber die anderen bestanden darauf, den Termin beizubehalten. „Doll, was ist los?", Bucky legte seine Arme um mich und seine Hände schützend auf meinen Bauch. „Da ist noch was, was ich dir nicht gesagt habe", gab ich kleinlaut zu. Misstrauisch sah Bucky mich an. „Naja, ich war doch bei Bruce zur Untersuchung." „Ist was mit unserem Baby?", panisch unterbrach er mich. „Nein, den Babys geht es gut", antwortete ich und er schaute mich perplex an. „Hast du gerade Babys gesagt?", fragte Bucky und wurde blass. Vorsichtig nickte ich und hatte Angst, dass er gleich umkippt. „Bucky, alles gut?", fragte ich ängstlich. „Meinst du das ernst? Wir bekommen 2 Babys?", fragte er erneut und wieder nickte ich.
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Never Without you
FanfictionIn dieser Geschichte geht es um Lara ein, 16 Jahre altes, Mädchen welches von ihren Mitschülern gemieden oder gemobbt wird und Zuhause sieht es auch nicht besser aus. Von Ihrer Mutter und ihrer Schwester wird Lara ausgenutzt und fertig gemacht. Man...
