Der Plan

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„Wo warst du?", wollte Nat wissen, als ich die leere Küche betrat. „Ich war bei Loki." Sie schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ich erzählte ihr von meinem Gespräch mit dem Gott. „Glaubst du Loki etwa?", fragte sie skeptisch.
„Wer glaubt Loki?", mischte Bucky sich ein und betrat mit einem niedergeschlagenen Pietro die Küche. „Deine Verlobte", antwortete Nat und Bucky sah mich ungläubig an. „Das kann nicht dein Ernst sein", kam es von Bucky. „Doch, das ist mein Ernst. Ich glaube nämlich nicht, dass Pietro meinem Dad fremdgehen würde." antwortete ich und Bucky schaute mich mit einem Blick an, den ich nicht deuten konnte. „Wo schläfst du heute Nacht?", fragte ich meinen Dad und dieser zuckte mit den Schultern. „Dann schläfst du in meinem Zimmer und ich schlafe bei Bucky", bestimmte ich.

Nachdem wir Pietro in mein Zimmer gebracht hatten, konnte ich Bucky zu einem Spaziergang überreden. „Wieso glaubst du Loki? Hast du vergessen, was er uns angetan hat?", durchbrach Bucky die Stille und ich hörte, dass er vor Wut kochte. „Nein, natürlich habe ich das nicht vergessen. Aber ich habe einen ganz anderen Verdacht", sagte ich und stellte mich vor meinen Verlobten, der mich verwirrt ansah. „Kommt es dir nicht auch komisch vor, dass ausgerechnet jetzt so etwas behauptet wird?" Ich schaute ihm in die Augen und ich sah, dass der Groschen langsam bei ihm fiel, worauf ich hinauswollte. „Du meinst, dass Loki unschuldig ist und jemand anders hinter dieser Lüge steckt?" Ich nickte zustimmend. „Ich finde es schon komisch, dass Wanda sich mit uns verträgt und kurze Zeit später tauchen solche Behauptungen auf", klärte ich Bucky auf. „Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, hast du recht", stimmte mein Verlobter mir zu und wir setzten uns auf unsere Bank im Park. „Vielleicht sollten wir Thor sprechen, dass er nochmal mit seinem Bruder spricht", schlug ich vor. „Das machen wir, wenn wir wieder im Tower sind", sagte Bucky und zog mich in seine Arme.

Ich lehnte mich an seine Brust und genoss den Moment der Ruhe. Mein schlechtes Gewissen machte sich bemerkbar, weil ich nicht komplett ehrlich zu Bucky war, aber es war das Beste, wenn nicht so viele von meinem Plan wussten. Bei Loki wusste ich, dass Wanda seine Gedanken nicht lesen konnte. „Was ist los?", „Ich mache mir einfach Gedanken um meine Dads", erwiderte ich und schaute hoch, wo sich unsere Blicke trafen.
„Habe ich dir eigentlich schon mal gesagt, was für wunderschöne Augen du hast?", fragte ich Bucky und verlor mich in diesen. „Nein, ich glaube nicht", antwortete er und verband unsere Lippen. „Kann ich mich zu euch setzen? Zuhause werde ich sonst wahnsinnig", ertönte die Stimme meines Dads hinter uns und wir lösten uns widerwillig. „Klar", mit dieser Antwort kam mir Bucky zuvor und mein Dad setzte sich zu uns. „Können wir dir irgendwie helfen?", fragte ich und suchte den Blick von Dad. „Nein, da kann mir aktuell keiner helfen", entgegnete er mir traurig. Ich lehnte mich an ihn und versuchte so, wenigstens für ihn da zu sein. „Wo ist Pietro jetzt?", „Er schläft erstmal in meinem Zimmer und ich schlafe bei Bucky", antwortete ich. „Warum hat er das getan?", „Darauf können wir dir keine Antwort geben, das kann nur er selbst", erwiderte der braunhaarige Supersoldat. „Vielleicht solltest du nochmal mit ihm reden", schlug ich vor und erntete einen gequälten Blick. „Wer hat dir überhaupt davon erzählt?", fragte ich und konnte mir die Antwort schon denken. „Wanda hat es mir erzählt", hauchte der Bogenschütze und verstärkte so meinen Verdacht.

„Sollen wir zurückgehen? Dann kannst du vielleicht nochmal mit ihm reden", schlug Bucky vor und zumindest mit dem ersten Teil war Dad einverstanden. „Soll ich mitkommen?", fragte ich vorsichtig, als wir vor meiner Zimmertür standen, was mein Dad mit einem Nicken quittierte. „Ich bin in unserem Zimmer, für den Fall, dass du mich brauchst. Dann bin ich in ein paar Sekunden da", hauchte Bucky mir zu und ging in sein Zimmer. „Bereit?", fragend schaute ich Dad an, der die Augen geschlossen hatte und tief ein und ausatmete, um dann zu nicken.
Ich klopfte an die Tür und wenige Sekunden später öffnete diese sich. Wir traten ein und sahen einen komplett verheulten Pietro. Ihn so zu sehen, brach mein Herz. „Bitte glaub mir, dass ich dich nicht betrogen habe", flüsterte Pietro so leise, dass man es fast nicht hören konnte. Unschlüssig stand mein Dad in der Tür und ich sah, dass er hin und hergerissen war. Meine Dads so zu sehen, tat mehr als weh. Langsam ging mein Dad zum Bett und setzte sich. „Sieh mir in die Augen und schwör mir, dass du nicht fremdgegangen bist", forderte der Bogenschütze und Pietro tat genau das. Hilfesuchend schauten die beiden mich an. Ich ging zu den beiden und setzte mich in die Mitte meiner Dads.

„Ich glaube Pietro", sagte ich leise und schaute meinem Dad dabei direkt in die Augen. „Aber warum sollte Wanda sich das ausdenken?", fragte Clint leise und darauf hatte ich keine Antwort und Pietro offenbar auch nicht. „Kannst du mich in den Arm nehmen?", Pietro war von dieser Frage mehr als überrascht und brauchte einen Moment, um diese zu verarbeiten. Als er begriff, was Dad ihn gefragt hatte, rutschte er zu ihm rüber und nahm ihn in den Arm. Beide fingen an zu weinen und auch mir liefen Tränen über das Gesicht.

„Friday, ist jemand in der Nähe meines Zimmers?", fragte ich die KI und diese verneinte. Meine Dads schauten mich fragend an und ich erzählte ihnen von meinem und Lokis Plan. „Aber ihr dürft nicht darüber nachdenken. Außer uns vieren weiß keiner davon und das soll auch so bleiben", damit endete meine Erklärung und beide willigten ein, bei dem Plan mitzumachen. „Bucky weiß auch nichts?", hackte Speedy nach und ich schüttelte den Kopf. „Wann fangen wir mit dem Plan an?" ich schaute zwischen meinen Dads hin und her und bat dann die KI, Loki Bescheid zu sagen, dass ich ihn sprechen möchte.

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