Kapitel 16 - Zukunft

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Auf dem Schiffsträger aufzuwachen ist ein echt komisches Gefühl, denn in den letzten Monaten war ich nur auf dem Top Gun Stützpunkt in einem richtigen Bett, nicht so wie hier, wo sich bei jeder Welle das Schiff leicht ruckelt. An Deck merkt man dies weniger als hier unten auf den Zimmern. Phoenix war bereit, mit Rooster das Zimmer zu wechseln, so dass Rooster die Nacht bei mir verbringen konnte. Sie wiederum verbrachte die Nacht mit Hangman. Denn auch wenn Sie mir nicht genau gesagt hat, was zwischen Ihnen läuft, weiss Sie, dass ich bescheid weiss. Denn sonst hätte Sie das Angebot nicht angenommen.In der Navy sind Frauen und Männer Zimmer immer getrennt, ausser es gibt keine freien Zimmer mehr, was hier nicht der Fall war. Somit mussten wir aufpassen.

"Du bist niedlich wenn du schläfst" flüsterte Rooster und ich grinste. "Du wirst wohl nie damit aufhören, mich im Schlaf zu beobachten oder?" meinte ich und drehte mich zu ihm. Seine Augen waren noch geschlossen, er war noch zu Müde von gestern. Von der Mission versteht sich, denn andere Dinge hätte man bei diesen dünnen Kabinenwänden im ganzen Schlaftrack gehört. "Ich kann es einfach nicht begreifen, dass ich so eine schöne Frau an meiner Seite habe." sagte er und öffnete seine Augen.

"Im Ernst, du bist die erste Navy Pilotin die ich wirklich Hübsch finde und zu dem so Attraktiv" sprach er weiter. "Ach somit gab es schon Navy Pilotinnen vor mir?" wollte ich wissen und sah ihm in die Augen. "Es gibt einige Hübsche, aber keine ist so wie du." dabei strich er über meine Wange. "Hattest du schon mal mit einer was?" diese Frage kling leicht Eifersüchtig, dass ist mir Bewusst. Aber das muss ich einfach wissen.

"das eine oder andere mal, aber es waren eher One-night Stands, keine Beziehungen" flüsterte er. "mit dir ist es etwas anderes, es fühlt sich echt an" er schaute auf meine Lippen. "Ich weiss nicht, wie du das geschaft hast, aber du bist der ganze Tag in meinen Gedanken. Ich kann nicht anders, ich muss den ganzen Tag an dich denken." meinte er lächelnd.

"Du bist verliebt Rooster" stellte ich fest und grinste. "Ich muss auch ständig an dich denken, was mich ab und zu ziemlich nervt." gestand ich nun ebenfalls. "Sobald du in der Luft bist, und du angegriffen wirst, habe ich angst, dich nicht mehr in die Arme schliessen zu können oder deine Stimme, deine Lippen und deine Wärme zu fühlen."

"Wir sind echt verliebt" sagte er leicht lachend. "Ich liebe dich Gomez" ,"Ich liebe dich Bradshow" wiedergab ich und küsste ihn, worauf er mich auf sich zog. Seine Hände lies er an meiner Hüfte und sah mir in die Augen. "Das möchte ich jeden Tag, für den Rest meines Lebens fühlen" sprach er. Ich lächelte und küsste ihn erneut. "Wir sollten aufstehen, schliesslich gibt es gleich eine Besprechung." meinte ich. "Können wir noch zwei Minuten so bleiben?" fragte er mich und sah mich mit einem hundeblick an.

Ich nickte und schmieg mich an seine Brust. "Wir sollten wirklich mal darüber sprechen, wie es nach Top Gun weiter geht." flüsterte ich. "Wir arbeiten an verschiedenen Orte Rooster, wie soll das Funktionieren?", "Wir sehen uns in unserer Freizeit. Wir werden weiter Missionen zusammen haben." meinte er. "Oder, die wohl absurdeste Idee, wir lassen uns auf den gleichen Stützpunkt versetzen." sagte er anschliessend und sah mich an.

"Nun ich denke nicht, dass du in die kälte gehen möchtest" flüsterte ich und lachte leicht. "Aber was ist, wenn es mit uns nicht klappt? wenn wir uns streiten? oder trennen?", "Wir sind professionell, wir werden Trotzdem zusammen arbeiten können." meinte Rooster und strich durch mein Haar.

"Du könntest dich zu mir versetzten lassen oder zumindest in meine Nähe." flüsterte er. "in die wärme?" meinte ich lachend. "Das währe ein Gedanke wert, immerhin müsste ich dann meinen Jet nicht mehr warmlaufen lassen.", "ist es dort wirklich so kalt?" wollte wissen. "Auf der Atlanktikflotte ist es Eiskalt. Insbesondere wenn wir auf dem Nordpol sind. Aber ich befinde mich selten auf der Flotte, mir werden immer irgendwelche Einsätze in nähe Kanadas aufgetragen. Und dort musste ich das eine oder andere mal auch von einer Schneepiste aus starten."

"Dein Leben klingt ziemlich abenteuerlich" antwortete er lachend. "Wir können uns das ja noch überlegen, schliesslich haben wir noch genügend Zeit." fuhr er fort.





"Der Einsatz gestern war nervenzerreissend. Hut ab, ihr habt ihn sehr gut gemeistert. Die Patrouille hat eine aussergewöhnliche Arbeit geleistet." meinte der Admiral. "Einige von euch haben das Potential die nächste Top Gun Jahrgänge auszubilden." sprach er weiter. Wir sahen uns gegenseitig an. Dies währ eine Ehre, doch mit fast 27 Jahren möchte ich gerne noch einige Jahre fliegen. Der Admiral sah jeden einzelnen an.

"Es warten zwar noch Missionen auf euch, aber ihr habt euch eine Woche Urlaub verdient. Die Top Gun Schüler werden euch von euren Patrouillen ablösen. Verbringt Zeit mit euren Familien."

Eine Woche Urlaub? das mag für andere Willkommen sein, doch meine Arbeit ist genau das, was ich liebe. Ich brauche keinen Urlaub. Tage ohne Einsätze fühlen sich bereits wie Ferien an, da muss ich nicht noch zurück in meine Wohnung an der kanadischen Grenze. Rooster schien genau zu wissen woran ich dachte;" was wirst du an deinen freien Tagen machen?" fragte er. "ich denke, ich werde hier auf dem Stützpunkt bleiben." meinte ich und sah kurz zu ihm.

"Willst du nicht nachhause gehen?", "Mein Zuhause ist der Stützpunkt. In meiner Wohnung bin ich nur wenn ich gerade von einer Mission nachhause komme und auf meine nächste warte. Denn die Wohnung befindet sich auf dem Stützpunkt." sagte ich.

"Du lebst auf dem Stützpunkt?" wollte er wissen. "Nun in den Bergen gibt es keine andere Wahl als auf dem Stützpunkt zu wohnen. Wenn ich Ferien habe, verbringe ich Zeit in Kanada." sagte ich. "Dann komm mit zu mir, ich habe eine Wohnung die gross genug ist. "schlug er vor. Ich schüttelte den Kopf. "Ich muss mein Knie schonen und das kann ich nun mal hier am besten wo Ärzte sind und ich einige Übungen machen kann." sprach ich. "Gut, dann bleibe ich auch hier und wir suchen uns ein Hotel."

"Du willst dir ein Hotel suchen mit mir?" fragte ich ihn unglaubwürdig. "Nun wir müssen natürlich zurück ans Land, denn hier auf dem Schiff könnte es problematisch werden ein Hotel zu finden." sagte er lachend. Wir standen auf und verliessen den Besprechungsraum, denn jetzt müssen wir unsere Sachen packen und unsere Jets bereit machen. In paar Minuten sollten wir bereits auf dem Weg zurück an Land sein.

Auf meinem Zimmer packte ich die Tasche, die wir mit dem nötigsten für solche Einsätze bepackt hatten und schloss Sie, schnappte mir mein Handy und schloss die Türe hinter mir zu. Phoenix war bereits an Deck, ihr Bett war gemacht. Ich lief die Treppen hoch und schnappte mir meinen Helm. An solchen Tagen eine zweite Person im Cockpit zu haben, so wie Phoenix und Bob oder Payback und Playboy ist schon Luxus. Denn mein Flug wird langweilig sein.

Der einzige Kontakt den wir während des Fluges haben, ist per Funk an die anderen. Wenn wir mit einem Pilot die Frequenz wechseln müssen wir die verschlüsseln, damit es nur unsere Flotte die in der Luft ist hören kann oder nur der andere Pilot. Dies ist wirklich ein Nachteil an unserem Beruf.

Ich zog meinen Helm an und legte die Tasche hinter meinen Sitz, sah kurz zu Rooster und nickte. "Und wie war eure Nacht?" wollte Phoenix wissen die kurz vor meinem Jet stehen blieb. "Gut und bei dir und du weisst schon wer?" fragte ich und zwinkerte Ihr zu. "Gut" meinte Sie und lachte leicht.

"gehst du zurück an die Kanadische grenze im Urlaub?" fragte Sie, ich schüttelte den Kopf. "Ich bleibe in Nevada" antwortete ich und lächelte leicht. "mit ihm?", ich nickte. "ihr seid wirklich süss mit einander." sagte sie. "Wir sehen uns später, guten Flug" mit diesen Worten verabschiedetet Sie sich und liess die Treppe von Ihrem Jet hinunter.

Ich zog meinen Helm an und startete den Jet. "Dagger 1 Starterlaubnis nach Top Gun" gab ich im Funk durch. "Dagger 1 Starterlaubnis erteilt. Guten Heimflug" ertönte es und ich liess die Bremsen los, so das mein Jet auf die Startbahn rollte. Dann liess ich meinen Jet beschleunigen und hob ab. Die anderen folgten mir im Dreissig Sekunden Takt. "Alle Daggers in der Luft" meldete der Schiffsträger und verliess unsere Frequenz. Jetzt waren wir auf uns selbst angewiesen. Falls uns etwas passieren sollte, müssten wir uns schleunigst mit dem nächsten Schiffsträger in Kontakt setzten.

"Und, was macht ihr an euren Freien Tagen?" fragte Coyote, der seinen Jet neben meinem fliegen liess. "Nun ich lasse mein Knie ein wenig Ruhen" meinte ich und lachte. "Das klingt gut" sagte er und lachte ebenfalls. "Ich werde zurück aufs Land gehen" meldete sich Hangman. Das er auf dem Land aufgewachsen ist, dass hat er mir mal erzählt. Auch das seine Eltern einen Hof mit vielen Tieren besitzen und er dort in seiner Freizeit aushalf.

Wir alle beschleunigten unsere Jets, als wir über die Italienische Küste flogen, denn ab hier ist wieder unser Gebiet und wir konnten so schnell fliegen wie wollten, wir brauchten nur auf andere Flieger aufzupassen und Sie nicht zu stören.

𝖺𝗅𝗅 𝗂 𝗇𝖾𝖾𝖽Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt