Eine Stunde später sitzt die ganze Band gemeinsam mit mir am Tisch. Wir haben Pizza bestellt und essen diese genüsslich. Flake klaut ab und zu ein Stück von Tills Pizza und erntet dafür ein paar böse Blicke. Richard und Paul albern herum und ich unterhalte mich mit Christoph und Oliver. Die beiden sind auch echt sehr nett. „...Ja- Und deshalb bin ich jetzt hier." Wir drei lachen, da ich den beiden soeben die Geschichte von Richard und mir erzählt habe.
„Undddddd obwohl sie so ein großer Fan von uns ist, stellt sie nichts ins Internet oder macht sonst irgendwelche Anstalten von einem Fangirl", Richard zwinkert mir stolz zu und ich werde rot. Ich hasse es wenn man selbst Gesprächsthema ist. „Ist doch selbstverständlich", nuschle ich, doch Till schüttelt den Kopf. „Ist es nicht. Wir mussten schon so viele rausschmeißen, sogar dann als ein Musikvideo schon fast fertig war." Ich sehe ihn an. Ich kann nicht verstehen, warum so Leute etwas tun? Natürlich sind sie alle bekannt und Stars, aber trotzdem sind sie noch Menschen.
„Eine Frage hätte ich aber doch, um mein inneres Fangirl zu beruhigen." Setze ich an und Till und der Rest schaut mich erwartungsvoll an.
„Wer von euch dichtet eigentlich immer die Songtexte? Oder macht ihr das zusammen?" Die Frage hat mich tatsächlich schon immer interessiert. Ich hätte auf jeden Fall noch mehr Fragen, aber überfallen möchte ich sie ja nicht.
„Ich", murmelt Till und wendet seinen Blick ab, als jeder anfängt zu lachen. Auch ich. Warum habe ich mir das nicht gedacht? „Till hat meistens die Ideen. Wir müssen diese dann eben etwas- wie soll ich sagen- netter rüber bringen. Also mit nicht ganz so viel schlechter Wortwahl." Versucht Paul zu erklären und Richard lacht weiter.
„Ey!" Ruft Till empört, was mich zum Lachen bringt.
- - -
Nach einer Weile, in der wir wieder nur rumgealbert haben, schaue ich auf die Uhr.
Schon 0:40! Ich sollte langsam ins Hotel gehen.
Da ich dummerweise getrunken habe, wäre es mir nicht ganz so recht wenn ich jetzt fahre. Auch wenn es nur ein paar Minuten mit dem Auto sind, muss ich schließlich ordentlich fahren können, und das werde ich jetzt nicht mehr schaffen. „Ich glaube ich sollte jetzt mal gehen. Wenn's okay ist lasse ich mein Auto hier stehen und laufe ins Hotel. Fahren wäre jetzt zu unsicher." Sage Ich und warte auf eine Antwort. Ich bin nicht betrunken, denn ich kann noch komplett klar denken, aber nüchtern bin ich auch nicht. „Klar", sagt Richard und ich nicke ihm dankend zu. „Dann Ehm bis morgen, denke ich? War wirklich sehr schön mit euch. Danke." Spreche ich ehrlich die Worte aus. Es war wirklich toll. Ich bin zwar die einige Frau, aber was soll's? Ist irgendwie auch witzig.
„Ich begleite dich." Platzt Till in die Stille und ich weite meine Augen. Was soll das denn jetzt? „Es ist schon spät und ich möchte nicht, dass du noch alleine da draußen rumläufst. Es ist Berlin. Da weiß man echt nicht was kommt." Redet er schnell weiter und ich lächle innerlich. „Oh Ehm gerne, das wäre echt nett", stottere ich und sehe zu, wie er aufsteht. Er ist bestimmt 1,85 m groß.
Und ich dachte immer ich wäre mit meinen 1,70 m groß-
„Komm", sagt Till und deutet mir an, ihm zu folgen. „Tschüss, bis morgen dann?" Frage ich noch schnell die anderen, welche nicken.
Zum Abschied winke ich noch einmal und gehe dann mit Till in die Dunkelheit. „Du hättest das echt nicht machen müssen." Sage ich und bin gerade ziemlich erleichtert, dass es dunkel ist. Denn typischerweise bin ich wieder rot geworden. „Schon in Ordnung, wirklich." Antwortet Till und ich glaube ich kann trotz der Dunkelheit ein Lächeln erkennen.
„Omg fuck!!" Platzt es auf einmal aus mir heraus und Till bleibt erschrocken stehen. „Isabel?? Was ist passiert?"
„Ich habe vergessen meinem Chef zu sagen, dass ich weg bin- Verdammt! Ich hab mir am Konzert Tag schon freigenommen! Wir verstehen uns zwar gut, aber er meinte letztes Mal war das letzte mal!" Panisch schnappe ich mir mein Handy und schaue verwundert, als ich Till lachen höre. „Ich dachte es ist sonst was passiert. Komm, dein Chef versteht das schon- Und ansonsten lässt du einfach mich and Telefon", er zwinkert mir zu und schon wieder könnte ich dahinschmelzen. „Ja Ehm..." Ich bekomme nicht richtige Worte raus. Mir ist mein Job eben wichtig. Obwohl ich nur im Café arbeite werde ich echt gut bezahlt!
„Ja genau", ich lache auf und rufe an.
„Isabel?"
„Uhm hey, du, das gibt da ein kleines Problem zum Thema arbeiten-"
„Nein! Sag bloß du kannst morgen nicht!"
„Nicht nur morgen.. Wahrscheinlich die nächsten zwei Wochen-" Ich bereite mich schon darauf vor gekillt zu werden und werfe Till einen schnellen Blick zu, welcher sehr- amüsiert schaut!
„Das kann doch nicht dein Ernst sein! Du bist doch die einzige Mitarbeiterin! Wie soll ich das denn hinbekommen!"
Das stimmt. Ich bin wirklich die einzige, da das Café „privat" ist. Ich darf nur dort arbeiten, da meine Eltern mit meinem Chef befreundet sind.
„Tut mir leid, aber es geht nicht anders. Ich bin auch gerade nicht in Stuttgart, sondern in Berlin."
„Berlin?! Du verarschst mich doch?"
Als ich daraufhin nichts mehr sage, antwortet er: „Schön! Aber das gibt diesen Monat deutlich weniger Gehalt."
„Okay- meinetwegen." Dann arbeite ich die nächsten Wochen eben wieder mehr.
„Bis dann. Viel Spaß, bei was auch immer du tust." Er lacht am Telefon und ich verabschiede mich: „Alles geklärt. Sorry für den Trubel grade." Entschuldige ich mich bei Till, welcher bloß abwinkt. „Ist das dein Hotel?" Fragt Till und deutet auf eines vor uns. Ich lese den Namen und nicke. „Jap. Danke, dass du mich begleitet hast."
„Gerne. Ich will ja nicht, dass du bevor das Video gedreht wird abhanden kommst."
Ich lache und versinke in Gedanken. Es ist schon krass, dass ich das Glück mit diesem Video habe. Ich meine jede Frau dieser Welt würde sich das wahrscheinlich wünschen. Und so billig es klingt, vielleicht sollte Till ja über Nacht hierbleiben? Aber sonst denkt er noch ich wäre doch so eine Bitch?
„Isabel?"
„Isabel?!" Fragt Till mehrmals und ich schüttle meinen Kopf, um ihn klarzubekommen. „Über was hast du nachgedacht?" „Soll ich ehrlich sein?" Er nickt. „Ob du nicht doch mitkommen willst." Er reißt die Augen auf. „Nur das wir uns richtig verstehen, du redest von Sex oder?" Warum schaut er so überrascht? Hat er nicht unzählige, die das mit ihm wollen.
Ich nicke dennoch. „Du bist sehr direkt", stellt er fest und ich sage schnell: „Manchmal."
Dann fährt er fort: „Jede andere hätte sich Ewigkeiten drumherum geredet."
„Und was findest du besser?" Frage ich neugierig und seine Antwort kommt schnell: „Deine Variante." Er grinst und folgt mir ins Hotel. Ist das nicht doch ein wenig zu früh?
Ich meine ich hatte schon Typen, so ist das nicht, aber- dass das so schnell geht, ist mir neu? Und seit wann bekomme ich Stars rum?
Ich checke blitzschnell ins Hotel ein und Till versteckt sich leicht hinter mir, dass die Frau an der Rezeption in nicht erkennt, was natürlich misslingt. Allerdings wird Frau nur knallrot und nervös. Nach einem Foto traut sie sich auch nicht zu fragen.
Wir schleichen uns leise in mein Hotelzimmer und ich sehe mich um. Echt nett.
„Kommen wir direkt zur Sache oder lassen wir uns noch etwas Zeit?" fragt er und grinst.
Ich kann es nicht fassen, dass ich das hier ernsthaft mache-
Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und ziehe ihn zu mir. Und dann küsse ich ihn.
Ich küsse Till fucking Lindemann!
Und es fühlt sich nicht einmal falsch an.
————
Dafür, dass die letzten Tage nur so kurze Kapitel kamen, wollte ich heute mal wieder ein etwas längeres schreiben.
Für die, die denken das geht alles zu schnell zwischen Till& Isabel, nein glaubt mir, geht es nicht. Sie kommen schließlich nicht direkt zusammen ;)
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concert love [Till Lindemann| Rammstein]
FanfictionIsabel Montgomery: hübsch, unglaublich aufgedreht, keine Lust auf ihren Job und das wichtigste: Ein riesiger Rammstein Fan. Till Lindemann: Rammstein- Sänger, ebenso aufgedreht, viel auf Reisen wegen den Tours - - - - Wer hätte gedacht, dass die...