Kapitel 31

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~ 2 Wochen später ~
Heute ist es soweit. Wir fliegen los ins Ausland. Der Flug geht um 16 Uhr und erstmal geht's nach Österreich und dann weiter nach Frankreich, usw. Meinen Eltern habe ich ebenfalls erzählt, dass ich das nächste halbe Jahr nicht da sein werde und auch meinen ‚Chef' dass ich die nächste Zeit wieder nicht arbeiten werde. Ich glaube er ist mittlerweile echt sauer auf mich- Aber ich muss den Job sowieso bald kündigen und mir in Berlin etwas suchen.
Meine Mum war eigentlich voll locker damit, dass ich mit Till weggehe. Sie hat ihn echt gern und findet, dass wir gut zusammen passen. Mein Dad hat da eher ein paar Probleme gemacht. Auch wenn er die Band echt gerne mag, ist der doch nicht ganz einverstanden gewesen, und die Beziehung zwischen Till und mir war ihm auch nicht ganz Recht. Ich weiß, dass Till mein Vater sein könnte, dass muss er mir nicht erzählen, aber uns ist das egal. Wir lieben einander, und? Wo ist dann das Problem?
Meine Mutter konnte meinen Vater allerdings doch noch überzeugen und so waren sie einverstanden. Und selbst wenn nicht, ich bin volljährig, also hätte ich tun und lassen können, was ich will.
Gerade bin ich dabei meine Sachen für den Flug zu packen. Die Koffer sind bereits gepackt, nur den von Till natürlich noch nicht. „Till!" Rufe ich quer durch die Wohnung und ich ernte ein „jaa?" „Pack jetzt endlich die Koffer, es ist schon 14 Uhr. Wir müssen in ner Stunde los!"
„Jaja mach ich. Außerdem wartet der Flug auf uns. Keine Sorge." Er kommt die Treppen hoch und gehe zum Kleiderschrank.
Stimmt ja- ganz vergessen. Wir fliegen ja mit seinem Privatjet. Ich weiß nicht, ob ich mich an das hab Luxusleben gewöhnen kann...
Ich schaue zu Till welcher irgendwas in seinen Koffer schmeißt, was er grade findet. „Till- Meinst du nicht, dass dein Koffer bisschen unordentlich ist? Und willst du nicht mal mehr als zwei Shirts mitnehmen? Schließlich kommen wir mehrere Monate nicht wieder zurück." Ich deute auf seinen Koffer und Till zieht eine Augenbraue hoch. „Warte ich helfe dir." Kopfschüttelnd betrachte ich seinen Koffer. Ich schnappe mir die Klamotten welche er eingepackt hat und lege sie ordentlich zusammengefaltet wieder hinein. Dann laufe ich selber zu seinem Schrank und suche Shirts und Hosen, welche ich ebenfalls einpacke. „Hast du genug Unterhosen, Socken?" Frage ich und Till nickt und kommt auf mich zu. „Ich wäre da eher gespannt, was du so an Unterwäsche eingepackt hast." Flüstert er und auf meiner Haut breitet sich eine Gänsehaut aus. „Mhh. Wirst du schon sehen. Es gibt leider keine Kostprobe, ist alles schon eingepackt." Ich zwinkere ihm zu und entferne mich von ihm um seinen Koffer zu schließen. „Manno." Jammert er und zieht einen Schmollmund. Ich muss lachen und ziehe mir mein Outfit für den Flug an.
Eine halbe Stunde später, sitzen wir im Taxi auf dem Weg zum Flughafen. Richard und Paul sind uns gefahren und der Rest kommt selbstständig hin. Till hatte mal wieder recht, denn von der Zeit her hat alles perfekt gepasst.
Obwohl ich den Privatjet schon öfter gesehen habe und auch schon mit geflogen bin, so staune doch immer wieder, wenn ich das Flugzeug betrete.
Wir machen uns es auf der Couch bequem und ich lege meinen Kopf auf Till's Schulter ab. Die Bedienung bringt uns Getränke und etwas zu Essen.
Knapp 1 Stunde später landen wir am Flughafen, wo auch schon ein Taxi auf uns wartet. Morgen Abend geht es dann mit den Konzerten los. So haben wir heute noch den restlichen Abend Freizeit. 
Wir beschließen nichts mehr im Hotel essen zu gehen, da wir ja schon den ganzen Flug lang bedient worden sind. Also geht jeder auf sein Zimmer und macht es sich bequem. Till und ich haben natürlich ein gemeinsames Zimmer und so liegen wir auch schon nebeneinander im Bett.
Wir hatten eigentlich vor früh schlafen zu gehen, damit wir, beziehungsweise Till fit für morgen ist, allerdings wurde daraus nichts. Wir konnten beiden mal wieder nicht die Finger voneinander lassen und so haben wir die Nacht mit Sex verbracht.
-
Mein Wecker klingelt. Es ist jetzt 7 Uhr und ich zwänge mich langsam und vorsichtig aus Till's Armen, um ihn nicht zu wecken. Er sieht echt süß aus, wenn er schläft.
Ich gehe auf Zehenspitzen ins Badezimmer und fange an mich fertigzumachen. Nachdem meine Haare und mein make up gemacht sind, tapse ich zurück ins Schlafzimmer und suche in meinem Koffer nach einem tragbaren Outfit. Ich entscheide mich einfach für eine schwarze Jogginghose und ein langärmeliges ebenfalls schwarzes crop Shirt. Eine Kette und Ohrringe dazu und fertig. Ich denke, dass ich heute nicht mit aufs Konzert gehe, denn ich bin immer noch etwas müde von letzter Nacht und außerdem habe ich heute irgendwie Lust auf einen Shopping Trip und auf einen chilligen Abend alleine. Ich war schon lange nicht mehr in Österreich und so ist es die perfekte Gelegenheit etwas von der Gegend zu sehen. Vielleicht gibts hier ja auch nen coolen Club? Wer weiß. Wobei ich seitdem ich Till kenne, in keinem Club mehr war. Ich denke ohne ihn würde ich auch in keinen mehr gehen.
Da ich keine Lust habe, zu warten, bis Till aufgewacht ist, beschließe ich einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Ich verlasse also das Hotel und schlendere die Straßen entlang. Mit meinen AirPods im Ohr genieße ich die menschenleeren Straßen.
Nach knapp 10 Minuten sehe ich, dass Till mich anruft. Wahrscheinlich ist ihm jetzt aufgefallen, dass ich nicht mehr da bin.
„Ja, Till?"
„Wo bist du hin? Alles gut?" Upps, ich wollte nicht, dass er sich Sorgen macht.
„Ja, alles in bester Ordnung. Ich mache nur einen kleinen Spaziergang, da du so lange geschlafen hast. Sorry, dass ich dir keine Nachricht hinterlassen habe. Ich komme jetzt aber auch wieder zurück."
„Dann bin ich ja beruhigt. Ich mache mich schnell fertig, dann können wir ja frühstücken gehen. Ich denke der Rest ist jetzt auch langsam wach."
„Okay bis gleich!"
Ich schlage den Rückweg an und betrete erneut das Hotel. Nach ein paar mal umsehen habe ich auch das Buffet entdeckt und kann schon Till erkennen, wie er mit Paul und Richard an einem Tisch sitzt und lacht. Ich geselle mich dazu, und nachdem auch endlich die anderen eingetroffen sind, fangen wir an zu Essen.
Ich muss Till gleich Bescheid sagen, dass ich heute nicht mit aufs Konzert gehen werde. Wahrscheinlich findet er es nicht so toll, aber es stehen ja noch tausende an, auf die ich gehen kann.
Er soll froh sein, dass ich überhaupt mit auf Tour gegangen bin.

concert love [Till Lindemann| Rammstein] Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt