[•Célest•]
„Ich finde, wir Mädels sollten kochen und ihr könnt euch um die Deko kümmern. Seht ihr das auch so? Super! Danke! Kommt, Mädels!" sagte Miriana grinsend und marschierte in Richtung Küche. Doch bevor sie weit kam, stellte sich Marcus ihr in den Weg.
„Nein." Miriana blieb abrupt stehen „Nein? Was meinst du mit nein? Es gibt kein Nein!" Ihre Augen funkelten vor Wut und auch wir anderen musterten ihn genervt. Ich ließ mich stöhnend auf die Couch fallen. „Wir haben einfach keine Lust auf euch." Valeria nickte zustimmend. „Ja, ehrlich. Es reicht schon, dass wir Weihnachten ohne Okthevia feiern müssen und jetzt auch noch mit euch?" Sie verdrehte die Augen. „Wir wollen die Zeit mit euch verbringen und euch besser kennenlernen" erwiderte Marcus ruhig und verschränkte die Arme. „Außerdem gibt es Köche."
Ich seufzte. „War ja klar..." „Was, könnt ihr nicht selbst kochen?" fragte Miriana spitz.
„Nein, das mein—"
„Ja also" fiel sie ihm ins Wort. „Die armen Angestellten haben gerade erst die Küche geputzt. Kochen können wir ja wohl selber, oder nicht?" Sie hob herausfordernd eine Augenbraue. Marcus' Kiefer mahlte, während er sich merklich anspannte. Doch nach einem Moment presste er ein „Ja, können wir" hervor.
Die Spannung im Raum war beinahe greifbar. Ich lehnte mich noch tiefer in die Kissen der Couch „Hier ist eine komische Stimmung" murmelte der Zwillinge. Sofort erntete er wütende Blicke von uns allen. „Also, ich sag dann mal, wer wohin geht!" rief Cami entschlossen. „Amira, Santiago, Juan, Andrés Valeria und ich kümmern uns um das Mittag- oder Abendessen.
Valeria stöhnte genervt, als Andrés sich neben sie stellte und Richtung Küche nickte.
„Ich werde dich dafür töten, Cami" flüsterte Valeria ihr beim Vorbeigehen zu, bevor sie mit Andrés alleine in die Küche ging, gefolgt von Amira und ihren Liebsten. „Na, das wird ein Spaß" sagte ich grinsend und erntete einen bösen Blick von meiner besten Freundin. Ich umarmte ein Kissen und beobachtete abwartend den Rest der Gruppe, die einfach nur herumstand. Carlos räusperte sich, kratzte sich am Nacken und schaute in die Runde. „Der Baum kommt in ein paar Stunden und ich hole jetzt ein Teller voller Plätzchen. Dann komme ich zurück, hoffentlich ist es dann nicht mehr so komisch." Mit diesen Worten verschwand Carlos in die Küche. „Carlos, bring mir was mit!" rief ich ihm hinterher. „Werd ich tun, Lieblingsschwägerin!" brüllte er zurück. Ich lachte und verschränkte die Beine. „Gezwungene Schwägerin!" rief ich noch, während Carlos verschwunden war.
„Seine Schwägerin bist du trotzdem" sagte Álvaro ruhig. Mein Lachen erstickte, als ich ihn ansah. Er setzte sich neben mich und legte seinen Arm um mich. Ich stieß ihm meinen Ellenbogen in die Brust. „Fass mich nicht an" sagte ich genervt „Gestern durfte ich es" meinte er grinsend, und ich spürte, wie meine Wange heiß wurde. Schnell schlug ich ihm mit dem Kissen in meiner Hand. „Sei leise, du Idiot" flüsterte ich ihm an, weil ich nicht wollte, dass die anderen es hörten. Er lachte und schaute mich von oben an. „Werden wir hier schüchtern, mi amor?" Ich wusste, dass ich jetzt sicher rot war. Keine Chance, das zu verbergen. Ich griff schnell nach einem Kissen und versteckte mein Gesicht darin, atmete tief ein und versuchte, mich zu beruhigen. „Hör auf zu lachen" zischte ich, als er weiter lachte. „Es ist witzig" sagte der Spanier, immer noch grinsend „Nein, ist es nicht" brummte ich genervt.
„So, kommt, wir fangen schon mal an" sagte Miriana und nickte mir zu. Álvaro stand auf und reichte mir die Hand. Zögernd nahm ich sie, doch ehe ich reagieren konnte, zog er mich ruckartig zu sich. Ich knallte gegen seine Brust und atmete seinen maskulinen Duft ein. Ein Moment der Stille und ich schloss für einen Augenblick die Augen. Doch als mir bewusst wurde, was gerade passierte, öffnete ich sie wieder schnell. Ich drehte mich schnell um und lief zu den Mädels, versuchte, mich zu sammeln, damit meine Gedanken nicht weiter abdriften. Es war schwer, nicht an den Moment mit Álvaro zu denken. Aber ich musste mich auf die Dekoration konzentrieren, auf das Hier und Jetzt.
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Amor a la Mafia
Jugendliteratur𝐌𝐚𝐟𝐢𝐚 𝐑𝐨𝐦𝐚𝐧𝐜𝐞 Band 1 𝐶𝑒𝑙𝑒́𝑠𝑡 𝑦 𝐴́𝑙𝑣𝑎𝑟𝑜 🝮︎︎︎︎︎︎︎🝮︎︎︎︎︎︎︎🝮︎︎︎︎︎︎︎ Kapitel: 15 Ich habe eindeutig zu viele Filme gesehen, und genau deshalb will ich nicht, dass er meine Haare zur Seite streicht, mir langsam die Kette umbi...
