[•Celést•]
Ob er wohl je jemand Neues finden würde? Ob er nach mir suchen würde – oder einfach irgendwann aufgibt?
Gedanken, die still kamen, ohne Vorwarnung, während ich ihn betrachtete. Mein Ehemann Ich streifte vorsichtig ein paar Strähnen aus seinem Gesicht und ließ meine Finger leicht über seine Stirn gleiten. Er schlief tief und ruhig, sein Atem gleichmäßig. Das Sonnenlicht fiel durch die halb geöffneten Vorhänge, warf goldene Streifen über das Bett und ließ seine Haut fast glühen.
Es war selten, dass ich vor ihm wach war. Aber wenn es so war – so wie heute – dann kostete ich jede einzelne Sekunde aus. Diese Ruhe. Diese Nähe. Ihn einfach anschauen zu dürfen, ohne dass er es merkt.
Ich zog die Decke etwas höher über uns, rückte näher an ihn heran.
„Weißt du ..." flüsterte ich, meine Stimme kaum lauter als ein Hauch. Ich lag auf der Seite, eingekuschelt in die weichen Bettlaken, fest in seinen Armen. Sein warmer Körper neben mir, seine ruhige Atmung an meinem Ohr – es war einer dieser stillen, fast heiligen Momente.
„Bei dir fühl ich mich bis jetzt am sichersten", fuhr ich leise fort, vorsichtig, um ihn nicht zu wecken. „Bei den Mädels auch, natürlich. Aber dort ... da konnte ich nie wirklich schlafen. Nicht ohne diese Angst, mitten in der Nacht durch Schüsse geweckt zu werden." Mein Herz begann schneller zu schlagen. Die Gedanken, die Worte – sie kamen einfach, unaufhaltsam. Ich sprach sie aus und ich war dankbar, dass er sie nicht hörte.
„Bei dir kann ich durchschlafen. Ohne Sorgen. Ohne Furcht." Ich schluckte schwer und ein leiser, zitternder Atem entwich meinen Lippen. „Ich werde das vermissen."
Mein Blick glitt zu seinem schlafenden Gesicht. So friedlich. So vertraut.
„Aber vor allem dich", flüsterte ich. „Ich werde dich vermissen." Meine Stimme bebte. Eine einzelne Träne löste sich, rann über meine Wange, und ich wischte sie schnell fort. Meine Zähne gruben sich sanft in meine Lippe, als ob ich mich zurückhalten müsste – nicht vor dem Weinen, sondern vor dem nächsten Satz.
Doch ich sprach ihn aus.
„Vor allem die Gefühle, die ich bei dir fühle. Und die du mich fühlen lässt." Ich schloss die Augen, atmete seinen Duft ein – diesen unverwechselbaren, maskulinen Geruch, der mich mehr beruhigte als alles andere auf dieser Welt. Und dann, zögerlich, verletzlich, ehrlich:„Ich glaub ... ich verliebe mich in dich, Álvaro Martínez."
Ich hatte es gesagt. Leise, fast wie ein Geständnis an mich selbst. Und obwohl er schlief und die Worte nicht gehört hatte – sie waren ausgesprochen. Und das allein ließ meinen Magen Purzelbäume schlagen. Ich lag weiter einige Sekunden neben ihm und genoss diesen Moment, bevor ich begann ihn aufzuwecken.
„Monster, wach auf", flüsterte ich liebevoll und drückte Álvaro einen Kuss auf die Wange. Keine Reaktion. Ich küsste ihn erneut und stupste ihn sanft an der Schulter. „Es ist zu früh, mi Amor. Lass uns noch ein bisschen schlafen", murmelte er verschlafen und zog mich enger an sich. Er vergrub sein Gesicht in meinem Nacken, seine Arme hielten mich fest an seine Brust gedrückt „Nein, steh auf. Gleich wird das Frühstück serviert und später will ich an den Strand", kicherte ich. Er atmete tief durch. „Das können wir auch eine Stunde später." Ich verdrehte die Augen. Álvaro schnaubte genervt, ließ mich los und rollte sich auf den Rücken.
„Es ist erst elf Uhr morgens", sagte er, sichtlich müde. „Na und? Du weckst mich auch ständig schon um neun", konterte ich trotzig. Er setzte sich auf und streckte sich, und ich konnte nicht anders, als diesen Anblick zu genießen. Sein Rücken war einfach zum Anbeißen – muskulös, makellos, und seine Bizeps... ein Traum. Ich setzte mich auf, strich sein zerknittertes Hemd glatt, stand dann auf und reckte mich. „Ach, wie gerne ich jeden Morgen so aufwachen würde", seufzte ich verträumt, bevor ich zur Terrasse ging. Der salzige Duft des Meeres lag in der Luft, das Rauschen der Wellen erfüllte meine Sinne. Ich lehnte mich ans Geländer und schloss kurz die Augen. „Ich auch, mi Amor", murmelte Álvaro hinter mir. Seine Arme schlangen sich um mich, und er drückte einen Kuss auf meine nackte Schulter – mein Hemd war inzwischen locker heruntergerutscht. „Ich freu mich auf den Strand", sagte ich leise, während ich mich zu ihm umdrehte und meine Hände an seine Wange legte. „Wir könnten auch einfach zum Pool", schlug er vor.
Ich verdrehte genervt die Augen. „Du willst dicch sowieso nur sonnen – also ist es doch egal, wo." „Álvaro! Nicht schon wieder dieses Thema!" Ich drückte ihm das Gesicht zusammen, genervt von der Diskussion. „Da läuft jeder halbnackt herum, vor allem die Frauen. Die meisten schwimmen sogar oben ohne. Deshalb ist es egal", meinte ich gleichgültig. Er hatte wirklich Probleme damit, dass andere Männer mich im Bikini sehen. Ich seufzte, mein Blick genervt. „Genau deswegen solltest du ein bisschen eifersüchtig sein." Sagte er. „Warum sollte ich eifersüchtig sein, wenn ich dich eh immer ganz für mich habe?" Ein freches Grinsen schlich sich auf meine Lippen.
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Amor a la Mafia
Teen Fiction𝐌𝐚𝐟𝐢𝐚 𝐑𝐨𝐦𝐚𝐧𝐜𝐞 Band 1 𝐶𝑒𝑙𝑒́𝑠𝑡 𝑦 𝐴́𝑙𝑣𝑎𝑟𝑜 🝮︎︎︎︎︎︎︎🝮︎︎︎︎︎︎︎🝮︎︎︎︎︎︎︎ Kapitel: 15 Ich habe eindeutig zu viele Filme gesehen, und genau deshalb will ich nicht, dass er meine Haare zur Seite streicht, mir langsam die Kette umbi...
