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[•Célest•]

„Last Christmas, I gave you my heart..." Miriana sang und tanzte herum, während Gabriela lachend mitmachte.

„Aua!" meckerte ich, als Amira meine Hand wegschlug. „Camilla, lass mich doch nur bitte probieren!" bettelte ich und versuchte, ein Stück zu naschen, aber sie blockte ab. Wütend setzte ich mich auf den Boden und schaute ihnen allen zu. Es sah chaotisch aus. Gabriela und Miriana sangen und sorgten für Stimmung, Camilla und Amira waren in der Küche und bereiteten unser Frühstück vor und Valeria und ich hatten bereits den Tisch gedeckt, oder besser gesagt, ich wartete auf das Essen. „Miriana!" hörte ich plötzlich Gabriela brüllen. Ich blickte zu ihr und musste lachen. Gabriela war von Kopf bis Fuß in Ei bedeckt, es lief ihr den Kopf hinab, über das Gesicht und ihren Pyjama.

„Hört auf zu lachen!" kreischte sie empört. Als sie sah, wie wir alle vor Lachen fast zusammenbrachen, schien es noch schlimmer zu werden. Valeria stürzte sich am Tisch, Camilla klopfte Valeria auf die Schulter, Amira kicherte leise, Miriana setzte sich auf den Boden und ich konnte kaum noch atmen vor Lachen. „Das ist nicht witzig!" sagte Gabriela, aber ihre empörte Miene machte alles nur noch lustiger. „Oh doch, das ist unglaublich witzig" schnaufte Miriana, während sie versuchte, sich vor Lachen zu fangen.

„Wir haben doch gesagt, dass wir das nicht machen werden!" schimpfte Gabriela. Aber kaum hatte sie den Satz beendet, griff sie in die Mehlpackung und schaufelte eine riesige Menge Mehl in die Luft.
„Ach du Guacamole!" schrie ich und versuchte, nicht vor Lachen in die Hose zu machen, als ich sah, wie Miriana schreiend durch die Küche rannte. Camilla hielt sich schmerzhaft den Bauch und lachte gleichzeitig. „Miri, renn!" schrie Valeria, während sie sich die Tränen aus den Augen wischte. „Komm sofort zurück!" schrie Gabriela lachend, als Miriana kichernd die Küche verließ. „Du kannst dich nicht ewig vor mir verstecken, lieber jetzt als gleich!" fügte sie hinzu.

„Da hat sie recht!" brüllte Camilla und stürmte ebenfalls aus der Küche, um nichts zu verpassen. Ich folgte ihr schnell.

Plötzlich passierte alles viel zu schnell. Gabriela war hinter Miriana und holte aus, um sie mit Mehl zu bewerfen. Doch Miriana wich blitzschnell nach links aus und das Mehl landete auf jemand anderem.
Wir alle hielten schockiert den Atem an. „Oh mein Gott..." hauchte Valeria und hielt sich die Hand vor den Mund. Auch ich hielt den Atem an, gespannt darauf, was jetzt passieren würde. Gabrielas Gesicht konnte ich leider nicht sehen, doch sie starrte erstarrt nach oben und hielt ebenfalls den Atem an.

„Thiago..." murmelt Ela, als sie realisierte, wer das ungewollte Ziel des Mehlangriffs war. Ein Moment der Stille folgte, bevor sich alle unsere Blicke auf Thiago richteten. „Es tut mir leid, oh mein Gott" flüsterte Gabriela panisch und schlug sich die Hand vor den Mund. Ich konnte nicht anders, als zu grinsen und spürte, wie auch meine Freunde sich das Lachen kaum verkneifen konnten. Wenn ich sie jetzt ansah, würden wir alle zusammenbrechen, also starrte ich stur geradeaus. Alle Martínez-Männer standen im Wohnzimmer, als wären sie gerade zurückgekehrt. Warum waren sie so früh hier? Es war gerade mal kurz vor eins – normalerweise bleiben sie bis spät in die Nacht draußen. Sie standen da, mit verschränkten Armen, und beobachteten uns. Alle grinsen, außer Thiago, der mit finsterem Blick auf Ela hinab sah.

„Es tut mir wirklich leid" sagte sie und ein Kichern kam über ihre Lippen. Ich presste meine Lippen zusammen, versuchte, das Lachen zu unterdrücken. Thiagos Gesicht, Hals und Hemd waren voll mit Mehl und er starrte Ela mit einem angespannten Blick an, die Zähne zusammenbeißend. Gabriela zog eilig ihr Oberteil aus, das teilweise mit Ei bedeckt war und drehte es um. „Ich mach das sofort weg, es tut mir echt leid, wirklich" sagte sie, und ich konnte mir schon fast das Grinsen auf ihrem Gesicht vorstellen. Sie begann, das Mehl auf Thiagos Gesicht mit ihrem Shirt abzuwischen. „Es ist gleich weg" sagte sie konzentriert und bemerkte gar nicht, wie Thiago sich ein wenig entspannte und sie dabei musterte.

Amor a la MafiaWo Geschichten leben. Entdecke jetzt