Alles drehte sich nur noch um das Fest. Klar. Ich hatte es geschafft zu überleben, aber auch nur durch Samara . Ich wollte mich bei ihr bedanken und überlegte fieberhaft wie ich ihr eine Freude machen konnte.
Nachdenklich saß ich in meinem Sessel und kaute auf meinem Stift herum. Es war eine schlechte Angewohnheit von mir und die hatte mich schon einige Stifte in meinem Leben gekostet.
Claire kam zur Tür rein und schüttelte den Kopf. Ich wusste, sie hasste es, wenn ich Stifte zerkaute. Sie nannte mich dann immer einen Welpen. Erwischt hatte sie mich vor Tagen, als ich einen ihrer Lieblingskullis zerkaute. Ich hatte am diesem Tag ein schwieriges Telefonat zu bewältigen.
Claire setzte sich auf meinen Schoß, nahm mir den Stift aus dem Mund und legte ihn hinter sich.
< So kann ich dich besser küssen. > raunte sie und schloss meine Lippen mit ihren. Wir küssten uns als gäbe es kein Morgen mehr und die Minuten verstrichen. Beide schnappten wir nach Luft, bevor sie mich wieder küsste.
Claire lehnte sich nach diesem gefühlvollen Kuss leicht nach hinten und sah mich an. Sie strich eine meiner unbändigen Strähnen zur Seite und gab mir einen sanften Kuss auf die Stirn.
< An was denkst du? Du hast wieder einen Stift zerstört. Was beschäftigt dich?> fragte sie und legte ihr Gesicht an meine Brust. Ich strich mit der Hand an ihrem Rücken entlang und zog sie letztendlich fest an mich.
Ich nahm mir Zeit zu antworten und genoss einfach den Moment.
< Also? > fragte sie und kniff mir in die Seite. Ich erschrak und unterdrückte zu quieken wie ein Schweinchen, räusperte mich und holte erst mal wieder Luft von dem Schrecken.
< Ich will Samara eine Freude machen, aber ich weiß nicht wie oder was? Ich überlege schon die ganze Zeit, aber mir fällt einfach nichts ein. > sagte ich und stöhnte leicht als Claire ein Stück nach oben rutschte. So konnte es nicht weiter gehen. Ich hatte noch so viel zu tun auch wenn ich meine kleine Gefährtin gerne wieder im Bett gehabt hätte.
< Lade doch ihre Familie zum Fest ein. Sie hat doch noch Familie. Oder? > fragte sie und gab mir einen Kuss. Sie rutschte von meinem Schoss, was ich sehr bedauerte. Doch die Idee mit der Familie fand ich klasse. Sie verließ mich und schaute bevor sie die Türe schloss nochmal frech zu mir. Die hatte meinen Ständer wohl bemerkt. Dieses kleine Biest.
Dennoch war etwas anders. Ihre Augen sagten mir, das da eigentlich noch etwas anderes gewesen war, was sie mir sagen wollte.
Ich verlinkte mich mit meinem Vater und er versprach zu mir ins Büro zu kommen. Schon von weitem konnte ich meine Geschwisterchen hören und war immer noch dankbar, das ich sie kennenlernen konnte.
Die Tür öffnete sich und mein Vater kam mit den Zwillingen auf den Armen herein. Mit dem Fuß schloss er die Tür und ließ sich auf die Couch fallen. Freudig stand ich auf, setzte mich neben ihn und nahm meine kleine Schwester auf den Arm.
Mit riesengroßen Augen starrte sie mich an und schenkte mir ein strahlendes Lächeln. Ich musste sofort an die Zeit mit Lilly denken und seufzte.
< Also. Warum sind wir hier? > fragte er ohne große Umschweife und ließ mein Bruder an seinem Finger nuckeln.
< Ich wollte Samara eine Freude machen. Da wir das Fest feiern, wollte ich ihren Dad einladen. Soweit ich weiß, haben sie sich schon eine Weile nicht mehr gesehen. Kannst du mir da weiter helfen?> fragte ich ihn ohne Umschweife.
Verdutzt sah er auf. Aber sofort hatte er ein Lächeln im Gesicht, was mich hoffen ließ.
< Das ist eine tolle Idee Logan. Ich werde ihn gleich kontaktieren und ihn zur Feier einladen. Ich kümmere mich selbst darum. > sprach er und stand auf. Er stürmte mit meinem kleinen Bruder hinaus und ließ mich mit meiner Schwester alleine.
Mittlerweile schlief sie und so blieb ich einfach sitzen und sah ihr beim Schlafen zu.
Ich hatte keine Ahnung wie lange ich mit ihr dort gesessen hatte, den mittlerweile war sie wieder wach und schaute zu mir auf. Ich machte mich zum Affen und Schnitt Grimassen. Sie lächelte und griff mit ihrer kleinen süßen Hand nach mir.
Ich kam ihr entgegen küsste sie und pustete dann darauf was sie toll fand und sich zuckend bewegte.
< Sie steht dir gut.> sprach Claire plötzlich und ich erschrak. Meine kleine Schwester fing an zu schluchzten. Sanft legte ich sie an meine Brust und streichelte ihren Rücken.
< Hey Schatz. Ich hatte dich nicht bemerkt. Tut mir leid.> sagte ich entschuldigend. Sie lächelte und sah mir dabei zu wie ich meine Schwester beruhigte, die darauf hin wieder einschlief.
< Ein Welpe steht dir und du wärst bestimmt ein toller Papa.> sagte sie und ich sah zu ihr auf. Unsere Blicke trafen sich. Langsam senkte sie ihren Blick nach unten. Ich folgte ihren Blick und sah ihre Hand auf ihren Bauch liegen. Lächelnd sah sie wieder zu mir und nickte sanft.
Ich konnte es nicht fassen. Kein Wort kam über meine Lippen. Meine Gedanken drehten sich im Karussell, wo es mir dabei fast schwindelig wurde. Ich stand auf und mit großen Schritten überwand ich die Distanz zu meiner Gefährtin um ihre Lippen in Beschlag zu nehmen.
< Du machst mich zum glücklichsten Mann auf dieser Erde. Seit wann weißt du es? > fragte ich und küsste sie wieder. Hätte ich nicht noch meine Schwester auf dem Arm, würde ich meine süße Gefährtin auf Händen zu unserem Bett tragen und ihren Bauch küssen.
< Ich komme gerade von Jasper. Er hat mir es bestätigt. Durch die ganze Aufregung der letzten Zeit hatte ich von der Übelkeit nicht viel mitbekommen. > sprach sie und lehnte sich an mich. Ich hielt sie fest in meinem Arm und gab ihr einen Kuss auf ihren Kopf. Sie bewegte sich ein Stück von mir weg, was ich bedauerte. Doch sie zog nur etwas aus ihrer Tasche raus und hielt es mir vor die Nase. Neugierig nahm ich das Stück Papier und sah es mir an.
Grübelnd blickte ich darauf, doch waren da nur schwarze, weiße und graue Schattierungen zu erkennen.
Lachend nahm sie mir es aus der Hand und zeigte auf zwei Bohnenartige Gebilde.
< Das mein Schatz sind unsere Welpen. Siehst du?> fragte sie und deutet nochmal darauf.
Welpen? Sie sprach in der Mehrzahl. Ich schluckte und bekam etwas mit der Angst zu tun. Das erste mal werde ich Vater und dann gleich zwei. Damian erging es nicht anders.
Ich sah wie Claire plötzlich eine Träne an der Wange runterlief und drückte sie wieder an mich.
< Schatz. Ich freu mich. Wirklich. Ich war gerade nur etwas überfordert. Es sind Zwillinge.> lachte ich und küsste sie wieder.
Den Nachmittag verbrachten wir im Bett. Meine Schwester brachte ich vorher zu meinem Vater, der etwas bestürzt war, da er seine Tochter vergessen hatte. Das wir schwanger waren sollte erst mal unter uns und Jasper bleiben.
< Ich liebe dich. > flüsterte ich und küsste ihren Bauch. Sanft strich ich darüber und rutschte wieder hoch zu meiner Gefährtin um sie und küssen.
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LITTLE WOLF
WerewolfDas Moon Lake Rudel findet auf seinem Territorium eine Fremde Verletzte Wölfin. Sie versuchen alles daran zu setzten um herauszufinden, wer das getan hat und warum! Wer ist die Wölfin? Wo kam sie her? Wer wollte ihren Tot? Denn das jemand ihren Tot...
