Leise schlich ich durch den Wald. Er war wunderschön und am liebsten hätte ich mich auf die Lichtung ins Gras gelegt. Doch ich hatte einen Auftrag. Einen, an dem schon einige gescheitert waren.
Es war merkwürdig. Keiner von ihnen war zurückgekehrt. Man erzählte sich die abenteuerlichsten Geschichten darüber.
Soweit ich gehört hatte, sollte das Mädchen in einem Rudel Wölfe leben.
Nun gut! Ich würde mein Bestes geben. Ich war sicherlich nicht schwach und konnte es mit einem oder zweien aufnehmen.
Doch zur Sicherheit hatte ich die Patronen meiner Waffen gegen Silber ausgetauscht. Die waren etwas teurer, aber dafür viel effektiver.
Wölfe! Ich hasste sie nicht, aber dennoch blieb ich auf Abstand. Sie waren für den Tod meiner Mutter verantwortlich. Ich beobachtete sie immer genau und schätzte ab, was sie als Nächstes tun könnten.
Ich bin ein Halbvampir. Zu einem Teil Vampir, zum anderen Teil Hexe. Wobei der Vampiranteil in mir größer war. Ich hatte lange, gelockte und feuerrote Haare. Es waren die gleichen Haare wie Mum sie getragen hatte.
Ich erinnerte mich daran zurück. An den Tag, der mein Leben für immer veränderte. Ich war mit Mum im Wald. Sie zeigte mir wie ich meine Kräfte sammelte und einsetzte. Ich war damals zehn Jahre alt als es passierte und ich musste oft an diesen schrecklichen Tag denken.
Ich war damals fleißig am Üben, denn ich wollte die beste Halbhexe werden, die es gab, als plötzlich zwei Rouges knurrend hinter uns standen. Sie umkreisten uns und wollten uns trennen.
Meine Mutter gab ihr bestes, doch es tauchte noch ein Rouge auf. Er stand plötzlich hinter mir und hielt mich fest. Er war im Gegensatz zu den andern in seiner menschlichen Form und sah mich mit schwarzen Augen lüsternd an. Er hob mich hoch. Ich schrie, strampelte und schlug wild um mich.
Ich spürte eine Druckwelle und wir fielen zu Boden. Ich versuchte wegzukrabbeln, doch er zog mich an den Füßen zurück. Meine Mutter schrie vor Schmerz, doch ich konnte ihr nicht helfen.
Der Rouge lag auf mir und versuchte mich zu küssen. Plötzlich stand alles in Flammen. Die Rouges schrien und jaulten vor Schmerz. Sie verbrannten vor meinen Augen. Das gesamte Waldstück um uns rumstand in Flammen.
Ich stand auf und rannte zu meiner Mum. Sie lag auf dem Boden. Überall war Blut. Es floss an allen möglichen Wunden heraus. Ich wusste nicht, wo ich zuerst meine Hände darauf halten sollte.
Sie stöhnte und flüsterte meinen Namen. Ich beugte mich über sie. Mit traurigen Augen sah sie mich an und dennoch lächelte sie. Ich gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Sie nahm eine meiner wilden Locken und strich sie mir hinter mein Ohr.
Sie drückte noch einmal meine Hand und schloss die Augen.Ich schüttelte sie, doch sie öffnete sie nicht mehr.
Ich legte in voller Panik mein Ohr auf ihr Brust, doch ihr Herz schlug nicht mehr.
Ich brach damals in Tränen aus. Ich schrie meinen Schmerz und meine Wut in den Wald hinaus. Vögel stiegen auf und es wurde still.
Es war so, als würde der Wald Trauern. Ich legte mich neben meine Mutter und hielt sie fest. Ich wünschte mir das ich wieder aufwachte und dies nur geträumt hatte.
Aber dem war nicht so. Es fing an zu schneien. Es war Sommer und sehr warm. Dennoch kamen dicke Flocken aus dem Himmel herab. Sie löschen die Flammen, die immer noch um uns loderten.
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LITTLE WOLF
WerewolfDas Moon Lake Rudel findet auf seinem Territorium eine Fremde Verletzte Wölfin. Sie versuchen alles daran zu setzten um herauszufinden, wer das getan hat und warum! Wer ist die Wölfin? Wo kam sie her? Wer wollte ihren Tot? Denn das jemand ihren Tot...
