51. Logan

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Die Geschichte erschütterte mich maßlos. Was sein Ziehvater abgezogen hatte war nicht zu entschuldigen. Leider konnte man ihn nicht mehr dafür Belangen, da er bei einem Unfall verstorben war. Seine Frau hatte es nicht verkraftet und hat ihr Leben komplett aufgegeben und ist in ein Kloster.

<Aiden. Du musst dich beruhigen. Sonst wird dein Wolf die Kontrolle übernehmen und dafür bist noch nicht in der Lage.> sagte ich und mir kam noch ein Gedanke.

<Wie willst du eigentlich genannt werden? Denn dein richtiger Name ist ja eigentlich Liam.>fragte ich und sah zu seiner Mutter.

Sie so glücklich zu sehen, erwärmte mein Herz. Sie konnte seine Hand gar nicht mehr loslassen, als hätte sie Angst er könnte wieder gehen.

<Ich will mein altes Leben hinter mir lassen. Dennoch habe ich eine Idee. Wie wäre es, wenn ich die gegründete Firma eröffne und wir stellen von deinem Rudel welche ein. Es ist alles vorbereitet und es fehlen nur noch die Angestellten. Zu deiner Frage. Ich würde gerne Liam genannt werden und ich danke dir, das du mir eine Chance gibst um es wieder gut zu machen.>erklärte er und sah mich entschuldigend an.

Ich überlegte kurz und fand die Idee gar nicht so schlecht. Auf jeden Fall würde es einige Arbeitsplätze schaffen und so nickte ich ihm lächelnd zu.

<Toll. Dann können wir uns doch irgendwann zusammen setzte und das Konzept noch etwas ausarbeiten. Ich würde gerne duschen und mich etwas hinlegen. Das war heute sehr aufregend und auch anstrengend.> sagte er und sah etwas hilflos zu seiner Mutter.

Ich lachte und stand auf.

<Alles klar. Ich denke es ist das beste, wenn du erst mal zu deiner Familie ziehst und ihr euch näher kennen lernt. Danach sehen wir weiter.
So. Da das jetzt geklärt ist können wir zum nächsten Punkt kommen. In etwa drei Stunden kommt meine Gefährtin und eure Luna. Sie wollte in Ruhe packen und sich von ihrem Rudel verabschieden. Ich hoffe das ihr sie gut empfangt und alles in die Wege leitet.> hörte ich mich sagen und verließ den Gemeinschaftsraum.

Ich wollte mein Zimmer herrichten was ja auch Claires Zimmer werden würde.

So räumte ich meine Kleidung auf eine Seite um ihr für ihre Platz zu schaffen. Genauso machte ich es im Bad und war mit meiner Arbeit zufrieden.
Zu guter letzt öffnete ich die Fenster und wechselte die Bettwäsche.

Mit guter Laune ging ich runter in die Küche um den leckeren Duft von Kuchen und anderen Backwaren zu riechen.

Der Tisch war gedeckt und schöne Blumensträuße dekorierten die Tafel wo ich mir es nicht nehmen konnte eine Gabel zurecht zu rücken.

Mir kam es wie Stunden vor, als ich das Auto auf der Auffahrt hörte. Schnell wie möglich sprang ich zur Haustür, riss sie auf und stürzte fast die Treppe hinunter.

Vor dem Auto blieb ich stehen, als sich die hintere Tür öffnete und eine strahlende Claire herauskam und mir in die Arme fiel.

<Ich habe dich vermisst.> flüsterte sie, und ich gab ihr einen Kuss auf den Kopf. Ich hob sie hoch und trug sie im Brautstil zur Haustür, hinter der alle schon warteten.

Ich setzte sie wieder auf den Boden ab und hielt ihre Hand. Leicht zog ich sie mit mir und lächelte über ihre leichte Unsicherheit.

<Dad, darf ich dir Claire vorstellen, meine Gefährtin.> sagte ich und lächelte sie an.

Claire trat einen Schritt vor und streckte ihre Hand aus, doch er nahm sie nicht. Stattdessen kam er auf sie zu und nahm sie in seine Arme.

Ein leises Knurren entwich mir und er sah mich fragend an.

<Es tut mir leid. Es ist mir einfach so herausgerutscht.>entschuldigte ich mich und hörte alle lachen. Mir stieg die Röte ins Gesicht, aber ich lachte einfach mit. Ich war froh, dass sie so herzlich aufgenommen wurde. Von nun an gehörte sie zu unserer Familie und ich würde sie nie wieder loslassen.

Wir setzten uns an den Tisch und genossen den leckeren Kuchen und Gebäck. Die Küchencrew hatte sich mächtig ins Zeug gelegt.

Nachdem ich alle vorgestellt hatte und wir mit Kaffee und Kuchen fertig waren, nahm ich Claires Hand und führte sie in mein Reich. Ich hoffte, dass es ihr gefallen würde, aber selbst wenn nicht, würde ich alles so ändern, wie sie es sich wünschte.

Ich öffnete die Tür und führte sie hinein. Ich hatte extra noch einen Blumenstrauß besorgt, der nun auf der Kommode stand. Auf dem Bett lagen, wie Selina vorgeschlagen hatte, ein Herz aus Rosenblättern.

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