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Als es dann endlich Donnerstagabend war, war ich doch etwas nervös und zweifelte an meiner Entscheidung, Tanya als Begleitung ausgesucht zu haben, schließlich stand sie auf mich und ich nutzte sie einfach aus, um Bella nah sein zu können.

Gerade stand ich in meinem Badezimmer vor dem Spiegel und machte meine Haare zurecht, als mein Handy in meiner Hosentasche vibrierte. Sofort legte ich das Haargel zu Seite und fuhr mit der Hand in meine Hosentasche, um nach meinem Handy zu greifen. 

Als ich es dann anmachte, sah ich im Display eine Nachricht von Bella aufblitzen. Natürlich entsperrte ich mein Handy sofort und las die Nachricht:

Hey, Mike und ich holen eben Tanya ab und sind dann in ein paar Minuten bei dir. Bist du schon fertig?

Natürlich schrieb ich ihr sofort zurück:

Hey, alles klar. Und nein, ich bin noch nicht fertig. Was hast du an? Ein Kleid?

Dann legte ich mein Handy für einen kurzen Moment beiseite und hoffte, sie würde mir sofort zurückschreiben, was sie trug. Denn bei der Stylingberatung meiner Schwestern konnte es alles sein. Ich wollte sehen, dass sie sich nicht extra für ihn aufgebrezelt hatte, sondern einfach Bella war - praktisch un schlicht. So gefiel sie mir eigentlich am besten.

Noch einen Blick in den Spiegel verriet mir, dass es zwecklos erschien, Ordnung in meine Haare zu bringen, da sie sich schon wieder verselbständigten und in alle Richtungen abstanden. Doch das war okay, schließlich wollte ich bei Tanya nicht den Anschein erwecken, ich würde mich für sie zurecht machen, denn das wäre mehr als gelogen.

Ich trug ein einfaches weißes T-shirt in Kombi mit einer verwaschenen Jeans, dazu Sneaker und eine rote Collegejacke gegen die Kälte, die sich in Forks schon wieder breit gemacht hatte.

Mein Handy vibrierte erneut und ich schaute drauf.

Sehe ich so aus, als würde ich freiwillig ein Kleid tragen?

Ich lachte in mich hinein. Nein, Bella trug eigentlich nie Kleider, es sei denn, es lag ein besondere Anlass vor ihr, wie z.B. der erste Schultag, ein Geburtstag, ein Essen oder eine Party, doch heute schien es keiner dieser besonderen Tage für sie zu sein, was mich natürlich glücklich machte.

Nein, aber ich finde dich unglaublich schön in einem Kleid ;) , schrieb ich zurück, steckte das Handy wieder in die Hosentasche und machte mich auf den Weg nach unten.

Um ihnen meine Abholung zu erleichtern, lief ich ihnen ein Stück entgegen und schaute noch einmal auf mein Handy.

Bella hatte erneut geschrieben: Haha, aber heute geht es nicht um dich :)

Ich schüttelte belustigt den Kopf, denn sie hatte recht, heute ging es nicht um mich, sondern um sie. Es ging darum, zu verhindern, dass Newton ihr zu nahe kam oder zu etwas zwang, was sie nicht wollte. Es ging lediglich darum, ein Auge auf sie zuhaben und sie zu beschützen, sollte es brenzlich werden.

An der Einfahrt zu unserem Haus angekommen, kam mir auch prompt ein Auto entgegen. Es war das von Mike, das erkannte ich an seinem Fahrgestell sofort. Er fuhr einen schwarzen Chevy Suburban von seinen Eltern und hielt neben mir an, als die Scheinwerfer mich erfassten.

"Hey Cullen", begrüßte er mich mit einem kurzen Nicken, als er das Fenster herunter fuhr. "Spring rein, die anderen sind schon unterwegs" Ich nickte und sah einen Platz weiter, auf dem eine grinsende Bella saß und mir zu wank. Augenblicklich musste ich lächeln.

Sofern ich es sehen konnte, trug sie ein einfaches Shirt, eine Sweatshirt Jacke und eine Jeans. Ganz ähnlich gekleidet wie ich. War das ein Zufall oder hatte Alice gesehen, was ich mir heute Mittag herausgelegt hatte?

First LoveWo Geschichten leben. Entdecke jetzt