Die nächsten Tage und Wochen verstrichen wahnsinnig schnell, ohne dass etwas Großartiges passierte. Seit unserem Gespräch gingen Bella und ich uns größtenteils aus dem Weg. Klar, wir sprachen ab und an, sie kam auch noch zum Football, aber unsere Verbindung war nicht mehr so stark wie vorher.
Es machte mich wirklich fertig, obwohl ich alles in meiner Macht stehende dafür tat, es mir nicht anmerken zu lassen. Jeden Tag ging ich in die Schule, jeden Tag machte ich meine Aufgaben und ging zweimal in der Woche zum Training. Und jeden verdammten Tag saß ich neben meiner besten Freundin und verspürte dieses ständige Gefühl, sie zu berühren, sie in die Arme zu schließen und sie wieder zu küssen.
Verdammt, ich wollte einfach wieder ihre hinreißenden Lippen auf meinen spüren. War das denn zu viel verlangt?
Aber ich hatte Bella versprochen, ihr die Zeit zu geben, um sich über ihre wahren Gefühle bewusst zu werden. Doch wer hätte gedacht, dass sie mich solange zappeln lassen würde?
Würde man mich fragen, müsste man mir keine Sekunde geben, um zu antworten. Ich wüsste, was ich sagen würde. Und ich würde sagen, das ich dieses Mädchen liebe, von ganzem Herzen.
Deshalb tat es auch so verdammt weh, wenn sie mich wie Luft behandelte.
Durch diesen bescheuerten Kuss in der Nacht auf der Party hat sich einfach alles verändert und manchmal wünschte ich mir, es wäre nie dazu gekommen. Doch das würde nicht ganz zu treffen. Denn hätten wir uns nicht geküsst, wäre ich niemals in den Genuss ihrer Lippen gekommen. Ich hätte Bella nie in meinen T-shirt gesehen. Schon bei dem Gedanken, bekam ich einen Ständer.
Wie das Shirt, welches ihr mindestens drei Nummern zu groß war, dennoch ihren zierlichen, aber kurvenreichen Körper betont hatte und dabei nicht mal bis zur Mitte der Oberschenkel reichte.
Argh, ich würde nahezu alles tun, um sie noch einmal so zu sehen.
"Bella kommt heute nicht", reißt die Stimme meiner Schwester mich aus meinen Gedanken. Sofort wurde ich hellhörig. "Was meinst du damit?", fragte ich etwas verwirrt und wühle in meiner Hosentasche nach meinem Handy.
Dann checkte ich meine Nachrichten. Tyler und Mike hatten mich gefragt, ob ich heute Abend zur Party käme. Ich schickte nur kurz einen Daumen rauf und sah weiterhin auf das Display: Keine Nachricht von Bella!
Normalerweise schrieb sie mir immer, wenn sie nicht zur Schule kam, damit ich mir keine Sorgen machen musste. Aber heute kam keine Nachricht von ihr.
"Naja", setzte Alice zögerlich und dreht sich auf dem Beifahrersitz um, sodass sie mich ansehen konnte. Ihre Gesichtszüge wirkten verspannt und vielleicht auch ein wenig bedrück. Zudem mied sie meinen sorgenvollen Blick. Was war los? Warum sprach sie nicht?
"Ist ihr etwas passiert?", fragte ich bestürzt und stellte mir vor, dass sie einen Unfall gehabt hatte. Was bei Bella nicht unbedingt auszuschließen war. Ständig passierte ihr etwas: Sie fiel von der Treppe und brach sich die Hand, sie stolperte über ihre Füße und schlug sich die Knie auf und einmal wäre sie sogar beinahe vor ein fahrenden Auto erfasst worden, hätte mein Bruder Emmett sie nicht rechtzeitig zurück auf den Gehweg gezogen.
Mich wunderte es ein bisschen, dass sie die letzten Wochen und Monate heil überstanden hatte, mal abgesehen von der Tatsache, dass ihre Mom ihr das Herz gebrochen hatte, in dem sie Forks verlassen wollte.
"Nein, nein", sagte Alice schnell und ich atmete für einen Moment erleichtert auf. Meine Schwester sah wieder nach vorn auf die Straße und verstummt, was mich rasend machte. Konnte sie mir nicht einfach sagen, was Bella hatte? So schlimm konnte es nun auch wieder nicht sein.
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First Love
Fanfiction"Bella, bitte geh nicht", bat ich sie flehend und drückte ihre Hand fester. "Ich muss gehen, Edward", sagte sie ernst und löste die Hand energisch aus meiner. Eine Träne quoll aus meinem Auge und ich fühlte mein Herz brechen. Es zog sich ganz eng zu...
