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Den ganzen Samstag über blieb Bella bei uns und verbrachte die Zeit mit mir und meiner Familie. Nachdem gemeinsamen Frühstück, bei dem wir alle viel gelacht und erzählt hatten, spielten wir eine Runde Monopoly mit der ganzen Familie.

Carlisle, mein Dad, konnte sogar bis zum Ende mitspielen, da er dieses Wochenende keinen Dienst hatte. Das kam nur sehr selten vor und tat zur Abwechslung mal ganz gut. Ich mochte es, wenn er mit uns Zeit verbrachte. Denn wenn er den Arzt mal für ein paar Stunden nicht verkörperte , kamen Seiten in ihm zum Vorschein, die ich schon immer bewundert hatte. Seinen aufmerksamen Blick, der sofort bemerkte, dass sich zwischen mir und Bella etwas verändert hatte. Sein Interesse an unserem Leben, welches er uns immer wieder spüren ließ, wenn er nach unseren Spielen oder anderen Dingen fragte, die uns wichtig waren. Aber auch seine Selbstlosigkeit und seine Zurückhaltung, mit der er mich nur fragend musterte, während ich Bella einen Arm um die Schultern legte.

Natürlich entging es ihm nicht und das war auch gar nicht so schlimm für mich, denn wenn wir alleine sein würden - und das würden wir wohl an diesem Wochenende mehr als nur fünf Minuten sein.- würde ich ihn um seinen Rat bitten.

Sein Rat war mir schon immer besonders wichtig gewesen, ganz gleich, was ich mit Emmett oder Jasper zuvor besprochen hatte. Denn seine Ansichten waren neutral und manchmal hatte er einen besseren Blick auf das Geschen, als ich oder meine Brüder es hatten.

Aber auch Esmes Rat war mir von Zeit zu Zeit wichtiger geworden. Schließlich hatte sie mich größtenteils erzogen und mir beigebracht, was sich gehörte und was nicht.

Emmett hatte das Bella-Thema zu meinen Gunsten nicht mehr auf den Tisch gebracht und dafür war ich ihm mehr als dankbar. Bella und ich mussten selbst einmal verinnerlichen, was das für unsere Beziehung zueinander bedeutete.

Dennoch ließ er es sich nicht nehmen über meine Künste beim Bierpong zu spotten, und das, obwohl er gegen uns haushoch verloren hatte. Rosalie an seiner Seite schien glücklich und gelöst zu sein. Das Geständnis ihrer Gefühle für meinen Bruder hatte sie verändert - sie wirkte herzlich und nicht mehr so arrogant und selbstverliebt, als sie sich an Emmett Schultern schmiegte und leise seufzte.

Ich freute mich für die beiden, ebenso sehr, wie sich meine Eltern freute, die es ohnehin schon vorher bemerkt hatten, aber nicht die Blöße gehabt hatte, das Thema anzuschneiden. Esme und Carlisle waren einfach viel zu höflich, was so etwas anging.

Nachdem Spiel, was Emmett mal wieder gewonnen hatte - ich wusste zwar nicht wie, aber schaffte es irgendwie jedes Mal - beschlossen meine Eltern einkaufen zu gehen und ließen uns somit alleine.

"Wollen wir einen Film ansehen?", schlug Alice vor und lächelte in die Runde. Wir stimmten ihr alle samt zu und lümmelten uns auf das große, graue Sofa, welches an der riesigen Fensterfront zu unserem Garten hinaus stand.

Wahllos schob Jasper irgendeinen Film herein und legte sich neben Alice, die nun eine Schale gesalzenes Popcorn auf dem Schoß hatte und genüsslich davon naschte. Auch Bella und Rosalie hatten in der Küche nach etwas Essbarem gesucht und kamen nun mit ein paar Tüten Chips und Packungen Schokolade zurück.

Rosalie kuschelte sich sofort an Emmetts Brust, der nur grinsend einen Arm um sie schlang und enger an sich zog, während Bella etwas unsicher vorm Sofa stand und fieberhaft zu überlegen schien, ob sie sich zu mir oder zwischen meine Schwestern legen sollte. Doch als ich einladend die Arme ausbreitete, entschied sie sich dafür, meine Einladung anzunehmen und sich zu mir zu legen.

Mit dem Kopf an meiner Brust gelegt, fummelte sie in meinem Schoß an einer Packung Schokolade herum, öffnete diese und reichte mir dann eine Reihe, die ich dankend annahm.

First LoveWo Geschichten leben. Entdecke jetzt