Ivy saß am Gryffindortisch in der großen Halle. Sie war versunken in ihren Gedanken. "Lass den Kopf nicht so hängen!" "Bitte?" Verwirrt sah sie auf und blickte James an. "Was hältst du von einer Runde fliegen?" Sie lächelte ein wenig. Doch war es verhalten und nicht ehrlich. "Nein heute lieber nicht!" Sirius sah sie an. "Sicher? Ein wenig Wind in den Haaren tut dir bestimmt gut." Sie griff fester um den Messergriff und steckte es hart in die Tischplatte. "Ich will nicht fliegen. Ich fliege nie wieder! Quidditch bedeutet mir nichts mehr!" Ivy stand auf und ging versunken in ihren Gedanken hoch zum Gryffindorturm. Sirius sah ihr nach. "Krone, du Mugglehirn, gib ihr Zeit, sei froh das wir noch am Leben sind." Zischte er seinen besten Freund an.
James schwieg, während Sirius in sein Brot biss. "Sie ist im Moment so empfindlich!" "Sie war fast tot! Du hast ihre Schreie nicht gehört." Brüllte Sirius James an, so das es in der großen Halle ruhig wurde. Er wischte seinen Teller vom Tisch. "Schrei mich nicht so an!" Brüllte dieser zurück. Die beiden sprangen auf und standen auf der sich jeweils gegenüberstehenden Bank. "Alles nur wegen der Quidditchschnitte!" Sirius knallte sein Brot auf den Tisch. "Nimm das zurück!" "Ich denke nicht dran!" "Was habe ich mir denn Jahre lang angehört über Evans?" James kletterte über den Tisch, und die beiden begannen mit einem handfesten Gemenge. Remus sprang neben James auf und versuchte die beiden voneinander zu trennen. Auch ein paar andere Schüler, versuchten zwischen sie zu gehen. Auch Lily war zwischen James und Sirius gegangen und hielt beide auseinander, die jetzt schon ihre Zauberstäbe gezückt hatten und sich gegenseitig an die Kehle hielten. Von all dem bekam Ivy nichts mit. Sie saß in ihrem Zimmer, und blickte auf die kleine Figur. Die sie von Remus bei der Weltmeisterschaft bekommen hatte. Blickte auf ihr makelloses Gesicht. Das kleine Abbild ihrer selbst strich sich arrogant durch die Haare und schulterte ihren Besen. Ivy stand auf und blickte in den Spiegel. Blass war ihre Narbe, wie ein Brandmal zu sehen. Es schauderte sie, als sie an die Schmerzen dachte, als das Messer ihre Haut durchschnitten hatte. Tränen schossen ihr ins Gesicht. Lily kam in ihr Zimmer geplatzt. Ivy strich sich gegenwärtig die Haare wieder vors Gesicht. Lily erzählte ihr was passiert war. Doch Ivy blickte teilnahmslos weiter in den Spiegel. "Haben sie keine anderen Probleme?" Murmelte sie schließlich und fast geistesabwesend. "Hast du mir zugehört, Ivy?" "Ja!" "Wo ist dein Kampfgeist? Wo ist der Rebell? Wo ist die alte Ivy?" Diese antwortete nicht. Beleidigt ging Lily hinunter. Sie regte sich kein Stück, als die Tür knallte.
Ivy lief wie eine Marionette von links nach rechts. Zum Essen, wo sie nichts aß, in die Bibliothek, wo sie nichts lass. In den Unterricht wo sie nicht zuhörte. Sirius redete nicht mehr mit James und dieser nicht mit Ivy. Der junge Black wich ihr kaum von der Seite. Er machte sich große Sorgen um sie. Zwei Wochen war die Entführung nun her, das nächste Quidditchspiel der Nationalmannschaft stand an. Und Ivy dachte nicht einmal daran nur ein Besen in die Hand zu nehmen oder zu trainieren. Wenn er sich ihr nähern wollte, blickte sie oft teilnahmslos zu Boden. Wenn er sie berührte zuckte sie zusammen und grade jetzt brauchte er sie. Wo er und James sich zerstritten hatten und das wegen ihr.
Es war spät als Sirius und Ivy auf ihrem Stammplatz saßen. Als sie schließlich ihn mit klaren offenen Augen anblickte. "Ich muss spielen, das ist es Sirius. Spielen damit ich Vater warnen kann! Er wird beim Spiel sein dann kann ich mit ihm reden! Warum bin ich da denn nicht eher drauf gekommen?" Sie schickte noch am selben Abend eine Eule zu Tom, das sie zum Training bereit wäre. Es war nur noch eine Woche bis zum Spiel gegen Frankreich.
Es war Früh, als Ivy ihr Trikot anzog, sich ihren Besen schnappte und zum Quidditchfeld lief. Sie war allein, hatte die Augen geschlossen. Genoss die Stille und die kalte Luft die an diesem Wintermorgen in Hogwarts herrschte. Schweiß rann ihr die Stirn hinunter. Obwohl sie noch kein Stück geflogen war, hatte sie Angst. "Das hat mir deine Mutter auch gesagt!" Klingelte es in ihren Ohren. Ivy warf ihren Besen in die Höhe und schwang sich wie ein Westernreiter auf sein Pferd. Innerhalb weniger Momente hatte sie sich hoch in den Himmel geschraubt. Kälte peitschte ihr ins Gesicht, es war Mitte November und der Schnee war nah.
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Das Leben der Familie Black / Sirius Black
FanfictionKleine Abenteuer rund um James Potter und Sirius Black.
