9. Zettelstreich

125 4 6
                                        

Ivy war zurück in Hogwarts, sie war mit dem fahrenden Ritter gekommen. Sirius und Regulus hatten schon auf sie gewartet. Sirius las in einem Buch und hörte ihr kaum zu. Regulus unterhielt sie, er war ein höflicher junger Mann geworden auch wenn Sirius und er kaum miteinander redeten und sich fast hassten. Die junge Frau strich sich durch die langen blonden Haare und erinnerte sich daran wie sie alle damals zum ersten mal am Bahnsteig in King's Cross gewartet hatten um in den Zug zu steigen. Ivy war damals gerade mal ein paar Monate in England gewesen. Zuvor war sie immer mit ihrem Vater durch Europa gereist. Sie erinnerte sich daran wirklich klein gewesen zu sein. Sirius war wie heute schon damals einen Kopf größer gewesen. Er hatte mit verschränkten Armen vor seiner Mutter gestanden und geschmollt. Regulus der erst ein Jahr später zur Schule gehen würde, beschwerte sich lautstark bei Walburga, die ganz in schwarz und einem Schleier bei Dafodil Ivys Mutter gestanden hatte. Gerade erst war Orion verstorben. Die Blackbrüder hatte das schwer getroffen doch schienen sie ruhig und gefasst zu sein. Nur Walburga weinte oft und war darüber mehr als nur verbittert das ihr Mann so früh aus dem Leben geschieden war. "Ich will auch!" Jammerte Regulus. "Jus darf auch nach Hogwarts!" "Sie ist auch älter als du!" Grunzte Sirius und sah sich um. "Aber sie ist viel kleiner!" "Ich zieh dir gleich die Ohren lang!" Sagte Ivy und stiess ihn mit ihrem Ellbogen an. "Lass das!" Fauchte er zurück und knuffte ihr in die Wange. "Mach das noch einmal!" Grunzte sie und zog ihren Zauberstab. "Ich darf mich doch gar nicht wehren!" Kreischte er und rannte nun ein Stück weg von ihr. Sirius lachte. "Dad ich will nicht im Kerker wohnen!" "Wer hat das denn gesagt?" Fragte sie Arutha. "Alle!" Schmollte sie und Arutha legte eine Hand auf ihre Schulter. "Du kommst nur nach Slytherin wenn der sprechende Hut dich da hin steckt!" "Mum war bei Slytherin!" "Und ich bei Gryffindor!" Sagte er beruhigend. Er ging in die Hocke und nahm sie in die Arme. "Egal in welches Haus du kommst, sie werden eine gute Schülerin dazu gewinnen!" "Danke Dad!" Er stand auf und legte Sirius eine Hand auf die Schulter. "Und das gilt auch für dich!" Er nickte Ivys Vater zu. "So ihr beiden rein mit euch!" Rief ihnen Dafodil zu. Ivy und Sirius gingen in eins der Abteile. Arutha hatte ihnen geholfen die Koffer hinein zu bringen. Er küsste seine Tochter auf die Wange und war aus dem Zug gegangen. Sirius und Ivy sahen aus dem Fenster. Regulus hüpfte auf und ab. "Ihr schreibt mir doch oder?" Rief er ihnen zu. "Das wüsste ich aber!" Zischte Sirius leise. "Ist hier noch frei?" Die beiden drehten sich um. Ein Junge in ihrem Alter stand dort, mit dunklem zerzausten Haar und braunen Augen. "Deine Eltern haben dich wohl vergessen, als sie deinen Bruder hier hin gebracht haben!" "Er ist nicht mein Bruder!" Ivy sah weiter aus dem Fenster und sah ihren Eltern zu wie sie beim losfahren immer kleiner wurden.

"An was denkst du?" Fragte Regulus sie. Ivy sah zu wie der junge Mann neben seinen älteren Bruder im fahrenden Ritter saß. Sie schüttelte den Kopf. "Schon gut!" Murmelte sie. "Wie war es gestern noch?" Fragte sie nach einer Weile. "Es war total spassig!" Fauchte Sirius sie an. Ivy musste ihr lachen unterdrücken als sie ihn ansah. Er guckte noch nicht einmal auf und seine Haare hingen in einer unablässigen Eleganz in seine Augen und er sah hochmütig aus wie eh und je. Nach einer weiteren halben Stunde kamen sie in Hogsmeade an. Viel Schnee war gefallen und die drei hatten Schwierigkeiten zum Schloss zu kommen. Regulus kümmerte sich um die Koffer die er mit einem Schwebezauber vor sich her fliegen lies. Sirius kümmerte sich um Ivy. Die kleine zierliche Frau hatte mühe weiter voranzukommen. Immer wieder versackte sie in Schneelöchern, wo er ihr hinaus half. Sie fluchte unentwegt und es frustrierte sie das sie nicht einfach zur Schule fliegen durften. Sirius hatte sie fast unentwegt an die Hand. Seine ledernen Handschuhe hatten sich um ihre Finger geschlossen. Es war eine ungewohnte Situation doch fühlte es sich gut an. Sie brauchten eine ganze Weile ehe sie am Tor ankamen. Immer noch hielt er ihre Hand als sie an den beiden Wasserspeier vorbei gingen die das große Tor bewachten. "Was sehen da meine Augen?" Gluckste der eine. "Black und Macfoe?" Die beiden liessen sich los und gingen weiter hinein in die Schule. Ivy verabschiedete sich von Regulus der in den Kerkern von Slytherin verschwand. Als die beiden anderen im Gemeinschaftsraum ankamen warteten Remus, James und Peter auf sie. "Hi Jungens!" "Herzlichen Glückwunsch!" Sagte James freudig, doch Ivy rief nur ein Danke zu und ging nach oben ihr Schlafzimmer.

Das Leben der Familie Black / Sirius BlackGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt