Als ich am nächsten Morgen aufwachte lag ich nicht in meinem Bett, aber ich kannte es. Zayns. Warum musste ich auch immer einschlafen wenn ich mit ihm zusammen war. Langsam war es mir echt unangenehm. Trotzdem war gestern Abend aufregend. Ich wusste nicht, dass mein Körper so reagieren konnte wie er es tat. Mir wurde warm ums Herz als ich an Zayn dachte und ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht, das ich nicht mehr wegwischen konnte. Er hatte sich in meinen Kopf gebrannt.
Ich stand auf und sah erst Mal an mir runter. Ich trug nicht meine Uniform sondern ein weißes großes Hemd und meine Boxershorts. Ich wurde rot bei dem Gedanken, dass Zayn mich umgezogen hat und seine Augen auf meinem nackten Körper lagen. Etwas angetörnt biss ich mir auf die Lippen. Er war so heiß.
„Warum stehst du hier wie ein begossener Pudel?", hörte ich seine Stimme und sah ihn dann an wie er mich schmunzelnd musterte.
„Eh nein."
„Nein? Gute Antwort auf eine Frage die einen Satz als plausible Erwiderung verlangt.", grinste er.
„Oh mein Gott, du hast die richtige Berufswahl getroffen du Idiot.", antwortete ich immer noch total müde.
„Was denn, Li." Seine Stimme war immer noch amüsiert und ich verdrehte nur die Augen ehe ich an ihm vorbeiging.
„Hast du Kaffee?" Seine Küche war so pikobello aufgeräumt, dass sein ‚dreckig' das ‚Sauber' in meiner Welt wäre. Alles war auf Hochglanz poliert und die weißen Flächen glänzten sodass ich mich darin spiegeln konnte.
„Ja.", antwortete er knapp und ich zog nur eine Augenbraue hoch.
„Soll ich ihn aus der Wasserleitung zaubern oder was?" Ich war ein Morgenmuffel, unvorstellbar-nicht?
„Vielleicht hast du ja zaubern mittlerweile gelernt. Ich bin gespannt.", lachte er und erinnerte mich an unsere erste Begegnung. Ich schlug meine Hände über mein Gesicht und lachte nur bevor ich Zayn ansah wie er mit den Ellenbogen abgestützt auf der Kücheninsel lehnte.
„Halt den Mund.", schmollte ich und er kam nur lachend auf mich zu. Mein Herz war am Klopfen wie ein Presslufthammer nur weil er in meiner Nähe war. Alles in mir kribbelte und ich konnte meine Augen nicht von ihm lassen.
„Ich mach dir deinen Kaffee.", bot er mir an und stellte sich dicht vor mich. Ich lächelte ihn von ‚schräg unten' an und sah wie er sich auf die Lippen biss. Seine Hand fuhr vorsichtig über meine Wange und dann weiter hinunter zu meinem Kinn, das er zwischen seine Finger nahm und meinen Kopf in seine Richtung nach oben drückte. Ich konnte seinen warmen Atem an meinen Lippen spüren und ich musste kräftig schlucken. Nachdem wir uns eine gefühlte Ewigkeit in die Augen gesehen hatten wich er wieder etwas zurück. Ich atmete schnell und konnte meinen Puls kaum einkriegen. Mein Blutdruck musste irgendwo bei 150/90 liegen.
„Wie trinkst du deinen Kaffee?", fragte er mich dann mit einem spitzbübischen Lächeln. Ich kniff meine Augen ein bisschen zusammen.
„Ein Stück Zucker, 1 Schuss Milch." Er nickte und bereitete alles vor.
Schlussendlich saßen wir auf seiner Couch, ich in eine Decke eingewickelt und mit der Tasse Tee in der Hand. Heute war Samstag und das Wetter war schlecht. Es regnete dicke Tropfen und immer wieder erhellten Blitze den durch die schwarzen Gewitterwolken verdunkelten Himmel. Der Radio spielte im Hintergrund leise ‚Sound of Silence' gerade so, dass man es durch die lauten Geräusche des Regens noch hören konnte.
„Liest du mir was vor?", fragte ich in die Stille. Ich konnte nicht anders, ich liebte Bücher und gerade wollte ich nichts anderes als seine Stimme hören wie sie eine Geschichte erzählte.
„Was willst du hören, Hunny?" Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen und biss verzweifelt in meine Wangen um es zu unterdrücken.
„Egal.", nuschelte ich in meine Kuscheldecke. Er zog irgendein Buch raus und setzte sich wieder neben mich. Wie am Vortag legte ich mich auf den Rücken und mit meinem Kopf auf seine Oberschenkel und sah lächelnd zu ihm hinauf.
„Prolog", erklang seine wunderschöne weiche Stimme.
„Februar 2007
Geschichten sind ebenso einzigartig wie die Menschen, die sie erzählen, und am schönsten sind die Geschichten, die mit einer Überraschung enden. Wie oft hatte sein Vater das zu ihm gesagt, als er noch klein war! Travis Parker erinnerte sich lebhaft daran, wie Dad bei ihm auf dem Bettrand saß und wie seine Mundwinkel nach oben gingen, wenn Travis ihn anbettelte, doch noch eine Geschichte zu erzählen.
"Was für eine möchtest du hören?", fragte sein Vater immer.
"Die beste Geschichte der Welt", antwortete Travis.
Eine Weile lang saß sein Vater dann ganz still da, bis seine Augen aufleuchteten und er lächelnd den Arm um Travis legte. In dramatischem Tonfall begann er zu erzählen ... Und nachdem Dad das Licht ausgemacht hatte, lag Travis häufig noch lang wach, weil die Geschichten so aufregend waren, voller Abenteuer und Gefahren und spannend bis zum Schluss. Sie spielten immer in Beaumont und Umgebung. Beaumont war die kleine Küstenstadt in North Carolina, in der Travis Parker seit seiner Kindheit lebte.
Erstaunlicherweise kamen in den meisten Geschichten irgendwelche Bären vor, Grizzlybären, Braunbären, Kodiakbären. Sein Vater nahm es nicht so genau mit der natürlichen Lebenswelt der Bären, ihn interessierten vor allem die haarsträu-benden Verfolgungsjagden quer durch die sandigen Ebenen von North Carolina, und bis zur sechsten Klasse hatte Travis schreckliche Albträume, in denen er auf den Shackleford Banks von wild gewordenen Eisbären gehetzt wurde. Doch gleichgültig, wie viel Angst ihm die Geschichten seines Vaters einflößten - er fragte trotzdem jedes Mal: "Und wie geht's weiter?""
Ich konnte es nicht ändern, dass Zayn Malik in diesem Moment, in anderen auch, aber in diesem besonders, das schönste, atemberaubendste, faszinierendste Wesen im ganzen Universum war. Kein Model, kein Sänger, keine alte ‚Jugendliebe', nichts und niemand kam auch nur im Ansatz an die Zauberhaftigkeit dieses Mannes.
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Cause I'm in Love x
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Blossomed | z.m.
De TodoAls Liam einen Job in einem exklusiven Sommerresort annimmt, denkt er an Sonne, Strand und ein salziges Meer. Doch womit er nicht rechnet, ist ein versnobbter Gast, der es liebt, Liam seinen Sommer zu versauen. ☆-☆-☆-☆ boyxboy ziam mayne
