Das Dreiunddreißigste

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Ina

Ich ging mit erhobenem Kopf in den Flur bis ich vor seinem Zimmer ankam. 26. Mit einem kräftigen Schwung klopfte ich gegen die weiße Holztür und wartete bis sie geöffnet wurde. Und um die Wahrheit zu sagen, es dauerte ewig aber das war wiederum logisch, denn es war fast Mitternacht. Wahrscheinlich schlief er tief und fest. Als ich schon fast wieder gehen wollte wurde sie endlich mit einem Knacksen geöffnet.

„Was?" Er klang unfreundlich und verschlafen.

Er musterte mich mit undefinierbarem Blick ehe er wieder seinen Mund öffnete.

„Wer zum Teufel bist du?" Gut-er kannte mich nicht und musste wahrscheinlich denken, dass ich von allen guten Geistern verlassen bin.

„Ich, du....Arsch, bin Liams beste Freundin und du sollst bekommen was du verdienst.", keifte ich.

„Und was verdiene ich?" Seine Stimme war belustigt und ein bisschen spöttisch.

„Genau das Gleiche was Liam jetzt fühlt." Tja, und dafür sollte ich ihn eigentlich töten, denn Liam war mindestens genauso verletzt. Sein Blick glitt zu Boden ehe er wieder mich ansah und auf einmal wirkte er gar nicht mehr überheblich.

„Glaub mir, das hab ich schon.", murmelte er leise, dachte wohl ich würde es nicht hören.

„Was?" Verwirrt blickte ich ihn an.

„Nichts vergiss es. Richte Liam aus, dass es mir Leid tut." Er wollte die Tür schon schließen aber ich hielt ihn auf.

„Richte es ihm selbst aus, wenn er dir was bedeutet."

„Ich reise morgen ab.", sagte er und ich riss die Augen auf. Wie bitte? Das konnte er Liam nicht antun.

„Ob er morgen ansprechbar sein wird, kann ich dir nicht versprechen." Ich musste ein bisschen kichern obwohl es eigentlich überhaupt nicht lustig war.

„Was meinst du damit?" Ernst blickte er mich an.

„Naja, wahrscheinlich liegt er gerade betrunken am Strand und versucht über dich Arschloch hinweg zu kommen.", gab ich von mir und ab da war er wirklich hellwach.

„Du lässt ihn sich betrinken?", fauchte er mich an und ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ließ ich ihn? Ja. Aber Brandon war ja bei ihm.

Zayn

Ich konnte es nicht glauben. Seine sogenannte beste Freundin ließ ihn nach einer „Trennung" alleine. Solche Freunde wünschte man sich doch. Aber Liam hatte getrunken, und wahrscheinlich nicht gerade wenig. Wegen mir. Ich zog mir eine Skinny Jeans und Schuhe an bevor ich mit schnellen Schritten Richtung Strand lief um Liam aufzusammeln. Hinter mir hörte ich die schnellen Schritte von dem Mädchen, das mich so unglaublich anwiderte.

„Die Party ist nur für Mitarbeiter.", meinte sie hinter mir aber ich ignorierte sie nur. Ich konnte die laute Musik schon hören und sah das Lagerfeuer. Ab und zu bekam ich einen schrägen Blick aber sie feierten alle weiter.

„Ina.", hörte ich auf einmal eine Stimme und drehte mich um.

„Brandon. Wo ist er?", fragte sie und er nickte Richtung Toilette. Ich rannte in die Richtung und konnte schon die Würgegeräusche hören. Mit einem schnellen Blick drehte ich mich um und konnte sehen wie Brandon angeekelt ein paar Schritte weg ging und Ina sich auch die Hand vor den Mund hielt.

„Ich muss immer mit kotzen.", gab sie mir Bescheid und ich schüttelte nur den Kopf um ihr mitzuteilen, dass ihr Verhalten absolut abartig war. Ich öffnete leise die Tür und sah Liam. Er hockte zusammengekauert vor der Toilette und strich sich die verschwitzten Haare von der Stirn.

„Liam?", sagte ich sanft und kniete mich neben ihn. Er sah mich nur mit glasigen Augen an bevor er sich wegdrehte.

„Geh weg.", murmelte er schwach und genau in dem Moment übergab er sich wieder geräuschvoll. Zärtlich streichelte ich seinen Rücken.

„Du sollst das nicht sehen." Seine Stimme war kaum zu hören.

„Ich lass dich nicht alleine." Auf keinen Fall würde ich jetzt abhauen, dafür bedeutete er mir zu viel. Er wischte sich mit einem Stück Toilettenpapier seinen Mund ab, warf es in die Toilette und spülte anschließend.

„Komm ich bring dich weg." Er nickte nur zögernd und griff meinen Arm den ich ihm hinhielt. Mühsam und mit meiner Hilfe stand er auf. Sein Gesicht war so blass wie Casper und er torkelte etwas weshalb ich ihn stützte.

„Du musst das nicht...", nuschelt er aber ich ignorierte ihn mit einem ‚Shh' bevor ich ihn hochhob und über den ganzen Strand wegtrug. Mir war klar, dass wir beobachtet wurden und mir war klar, dass es nur eine Frage der Zeit war bis alle davon wussten und mir war auch klar, dass ich das nicht zulassen durfte aber im Moment war nur Liam wichtig. Sein Kopf lag auf meiner Brust und ich hörte seine ruhigen Atemzüge. Mit seiner rechten Hand spielte er am Knopf meiner Jacke herum, hatte die Augen geschlossen. Liam war mein Ein und Alles, obwohl wir uns nicht lange kannten.


Mit dem Rücken stieß ich die Tür zu meiner Suite auf und setzte ihn auf mein Bett.

„Ich...kann ich vielleicht...duschen?", fragte er leise und mir tat er so unglaublich Leid in dem Moment. Er sah so gebrochen aus und es war nur meine Schuld.

„Natürlich. Ich leg dir Handtücher raus.", antwortete ich ihm und bereitete alles vor ehe ich Liam ins Bad ließ. Er brauchte ewig und ich hörte auch noch einmal wie er sich übergab aber dieses Mal ließ ich ihn in Ruhe.

Aus meinem Schrank kramte ich eine Jogginghose und einen Pulli von ihm und legte sie aufs Bett bevor ich ins andere Bad ging um mich fertig zu machen. Liam war immer noch nicht fertig als ich zurückkam und mich mit einem Buch auf mein Bett schmiss.

„Liam, alles in Ordnung?", rief ich aus Sorge hörte aber ein leises 'Ja'. Beruhigt wandte ich mich wieder meinem Buch zu.

"Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand,
und wie wäre der möglich ohne Liebe!"

Die Tür knackste leise und ich hob meinen Kopf weil mir klar war, dass Liam rauskam. Und das tat er. Nur mit einem Handtuch bekleidet sah er mich unsicher an. Ich konnte nicht anders als zu lächeln, er sah so wunderschön aus. Ich deutete auf die Klamotten die er sich schnell griff und wieder verschwand.

„Nichts was ich noch nicht kenne.", rief ich ihm nach um ihn ein bisschen zu ärgern aber er ging nicht darauf ein.

„Ich sollte gehen.", sagte Liam als er wieder vor mir stand. Schnell legte ich mein Buch auf die Seite und sah ihn an.

„Nein. Das musst du nicht.", wies ich seine Aussage schnell ab.

„Doch Zayn. Ich bin hier nicht willkommen. Du hast es letztes Mal sehr deutlich gemacht." Er klang immer noch alkoholisiert aber zumindest bei halbwegs klarem Verstand. Ich mochte es nicht wenn er trank.

„Du bist immer willkommen. Das war...das....Ich", versuchte ich es erneut aber es fühlte sich so an als hätte ich ihn verloren.

„Und deine Freundin?" Ich seufzte. Meine Eltern und ihre Vorliebe für Scheinfreundinnen.

„Du bist das einzig Wichtige."

„Dir ist klar, dass du sie betrügst. Und das verletzt. Mehr als du dir vielleicht vorstellen kannst."

Oh doch Liam-allein der Gedanke an dich in der Nähe eines anderen lässt mich beinahe sterben.

Ich griff seine Hand und zog ihn näher zu mir und zum Bett.

„Ich...Ich will nur dich Liam.", hauchte ich und zog ihn das letzte Stück zu mir sodass er auf mir saß.

„Nur dich."

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Sorry für die Verspätung:0
Aber Stress und so weiter.
Morgen ist der 1. Schultag.....

Egal, hoffe euch hats gefallen xx

Vanessa


Blossomed  | z.m.Stories to obsess over. Discover now