Genau eine Stunde später klingelte es an unserer Haustür. Ich öffnete unserer Lehrerin die Tür. Zeitgleich ging oben Carlos Zimmertür auf und er kam langsam herunter.
>Packt alle eure Sachen. Wir fahren sofort zurück nach Hause. In der Schule wurde ein Verbrechen begangen< so schnell sie da war ist sie auch wieder verschwunden. Perplex stand ich da und sah hinaus. Einige Mitschüler schleppten schon ihre Sachen nach draußen.
>Leute wir reisen ab. Packt euer Zeug.< sagte ich mit lauter Stimme. Mein Blick heftete sich an Carlos. Er sah noch blasser aus als sonst. Seine Bewegungen waren verlangsamt und träge. Ich schätze der Biss hat seine Wirkung entfacht.
>wie geht's dir Schatz?< fragte ich ihn besorgt.
>beschissen, ich hab das ungute Gefühl das etwas passiert ist< sagte er leise. Mit der Hand fuhr er sich einmal über das Gesicht und mit einer flüssigen Bewegung richtete er seine leicht zerstruppelten Haare.
>Hmm stimmt. In der Schule ist irgendwas passiert. Wir sollten schleunigst von hier verschwinden.< bestätigte ich seine Vermutung.
>Soll ich ihm helfen sein Zeug ein zu packen? Ich bin schnell fertig mit meinen Sachen< bot Julia an.
Paul knurrte leicht aggressiv. >Wenn er sich nicht benimmt rufst du<
Carlos Blick war die ganze Zeit auf dem Boden geheftet.
>Ich bin okay< sagte er.
Ich sagte nichts dazu und packte so schnell wie möglich meine Klamotten in den Koffer. Nach zwanzig Minuten waren wir bereit und stellten uns zu den anderen. Es war inzwischen um einiges kälter geworden. Mit den Augen verfolgte ich die kleinen Wölkchen die ich beim ausatmen hinterließ. Carlos umarmte mich von hinten und legte seinen Kopf auf meinen.
>Was war los mit dir?< flüsterte ich. Er zuckte mit seinen breiten Schultern.
Als unser Gepäck im Bus verstaut war setzten wir uns alle auf unsere Plätze. Ich saß diesmal im Gang damit sich Carlos am Fenster anlehnen konnte.
>Ruft bitte eure Eltern an damit die in die Schule kommen können.< sagte eine Lehrerin durch das Mikrofon beim Fahrer.
>Scheint wohl doch etwas ernster zu sein< munkelte Julia hinter uns. Carlos lachte kurz auf. >na ohne grund reisen wir nicht innerhalb von 30min ab..<
Ich wählte in der Zwischenzeit die Nummer meiner Mutter. Sofort nahm sie ab und fragte ob alles okay sei.
>ja bei mir ist alles super. Wir reisen jetzt schon ab. In der Schule ist wohl etwas schief gelaufen. Was genau hat uns keiner gesagt. Kannst du bitte zur Schule fahren?<
Im Hintergrund hörte ich meinen Großen Bruder die Autoschlüssel vom Regal nehmen. Meine Ganze Familie wird sich wohl auf den Weg machen..
Ein kurzer Blick zu Carlos ließ mir ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Er lehnte an der Scheibe und schlief seelenruhig.
Plötzlich vibrierte sein Handy. Er hatte es auf seinem Oberschenkel liegen jedoch bemerkte er es nicht.
Ich nahm es in meine Hand und überlegte ob ich ran gehen sollte.
~Anonym~
Stand auf dem Display. Trotzdem wischte mein Handy über den grünen Höherer. Ich drückte das Handy an mein Ohr.
>Hallo?< fragte ich zögerlich.
~Hallo. Wer spricht da?~ fragte eine tiefe Männerstimme.
>Rose Parker. Mit wem hab ich die Ehre?< fragte ich. Erst wollte einen anderen Namen nennen jedoch entschied ich mich dagegen.
~Enzo Follador mein Name. Oberster Magier der Hohen Behörde. Wie geht es meinem Sohn?~ fragte er. Jetzt erkannte ich die Stimme wieder. Nicht nur das man diesen Mann oft genug in den Medien zusehen bekam, er hatte ja auch gemeint das Werwolfgift Carlos helfen wird.
>Carlos geht es einigermaßen gut. Er schläft grade und sieht sehr schwach aus. Ich weiß einfach nicht was ihm fehlt< gestand ich ihm.
~Gut. Ich hoffe er hat nicht mehr so extreme Schmerzen.~
>Er sieht nicht so aus nein. Oh warten Sie ich glaube er wacht Garde auf<
Carlos öffnete die Augen und schaute interessiert zu mir. Ich hielt ihm das Handy entgegen und formte mit den Lippen die Worte 'dein Vater'.
Er nickte und nahm mir das Handy hab.
Einige Minuten telefonierte er noch mit seinem Vater. Zwar auf Spanisch sodass ich kein Wort verstand aber egal. Hauptsache ihm ging es einigermaßen gut.
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Stiller Tod #wattys2016
ParanormalIch bin kein Mann der großen Worte... Ehrlich gesagt spreche ich mit niemandem außer meinem Vater. Nicht mit meinen Lehrern, meinen Mitschülern, einfach niemandem. Aber mal ehrlich, würdet ihr gern mit einer Leiche sprechen!? Mein Körper ist völl...
