Auf der Fahrt war es lange Zeit ruhig. John knetete nervös seine Hände während ich gelassen den Lamborghini durch die Stadt lenkte.
>hast du es wirklich getan?< platzte es aus John heraus. Ich warf ihm einen kurzen Blick zu und nickte.
>Ja. Hab ich.< sagte ich Monoton.
>krass. Hätte ich nicht von dir erwartet<
Ich holte tief Luft. Langsam füllten sich meine Lungen mit dem Sauerstoff.
>wieso warst du so .... Ekelhaft zu mir?< fragte ich ihn.
Er kratzte sich verlegen am Kopf.
>nun also... < fing er an. Sein Kopf hielt er gesenkt.
>Ich war neidisch< hauchte er aus. Mein Kopf fuhr zu ihm herum. Ein lautes auflachen konnte ich mir nicht verkneifen. Neidisch!? Auf was denn bitte!?
>Auf was?< sprach ich meine Gedanken laut aus.
>Man auf alles!! Du bist für jeden ein Vorbild. Die kleinen reden auf dem Hof über dich. Dazu kam das du ewig nicht gesprochen hast. Das hat mich rasend gemacht!!! Deine Selbstbeherrschung war einfach so.... Man ich weiß auch nicht. Du bist so talentiert, stark und gleichzeitig hast du ein so großes Herz.< sagte er. Schmerz belegte seine Stimme. So hatte ich ihn noch nie gesehen.
>Ich weiß das es falsch war. Wie ich dich behandelt hab und so. Dafür würde ich mich gern entschuldigen.< hing er noch dran.
Ich lachte Humorlos und schüttelte den Kopf.
>Da gibt es nichts zu entschuldigen. Es währe sowieso besser wenn ich durch den Jäger gestorben währe. Ich tu der Welt nicht gut.< sagte ich. Wie ich darauf komme John von meinen Problemen und Gefühlen zu erzählen weiß ich nicht. Aber jetzt ist es eh zu spät.
>Hallo?! Du bist Mitglied der hohen Behörde! Du bist mächtiger als so manch anderer hier... Du kannst die Welt verändern!!< sagte er begeistert. Ich atmete hörbar aus. Anscheinend war John zwar ein Jahr älter als ich, aber Geistig hing er mir dann doch hinter her.
>Eben. Ich kann die Welt verändern. Und das ist grade die große Last die ich nicht auf meinen Schultern tragen kann.< ein verständnisloser Blick von John brachte mich dazu meine Sätze weiter zu führen.
>Damit meine ich das ich die Welt sowohl zum Guten als auch zum schlechten Verändern kann. Und wenn ich die Falsche Entscheidung treffe leiden alle. Sag nicht das ich schon die richtige Entscheidung treffen würde. Denn da bin ich mir nicht so sicher. Wenn ich der Meinung sein werde das mir Werwölfe auf den Keks gehen und ich in ein Paar Stunden alle ausrotte findest du das sicher nicht so witzig oder?< fragte ich ihn an einem einfachen Beispiel. John wurde kreidebleich. Antwort genug für mich.
>Ich hatte früher Aggressionen der übelsten Sorte. Und das ist jetzt nicht anders. Das einzige was mich an falschen Taten hindert ist Rose. Sie ist mein Ruhepol. Ohne sie würden noch ein paar andere Seelen ihren Körper verlassen. John verstehst du das?< fragte ich ihn eindringlich. Irgendwie kam es mir so vor als würde ich mit einem Kleinkind reden.
>Ja.< sagte er leise. Seine Stimme brach am Ende ab Sodas er sich erst einmal räuspern musste ehe er weiter sprach.
>Was denkst du wie das Urteil lautet?< fragte er.
>Eigentlich Todesstrafe... Ich hab jemand unschuldiges umgebracht ohne richtigen Grund. "Er hat mich genervt" lassen die sicher nicht gelten. Da die mich jedoch nicht umbringen können werden sie es mit Anderen Maßnahmen regeln müssen. < sagte ich locker. Angst hatte ich nicht. Wovor auch?!
>Was wollen die eigentlich von mir wissen?< fragte John weiter. Sein Blick war auf die Straße gerichtet welche zu der Stadt führte wo sich das Gericht befand.
> sie wollen sicher wissen was wir für ein Verhältnis zueinander haben. Wie ich auf deine "Scherze" reagiert habe, wie ich mich in der Schule veralten hab und sowas. Du musst übrigens die Wahrheit sagen. Sag das du mich provoziert hast und sag das ich dir mal die ein oder andere rein gehauen hab. Ich steh für meinen Mist grade.< sagte ich.
Ich fuhr auf den Parkplatz und machte den Motor aus.
> Mich würde es nur freuen wenn wir ab heute nicht mehr so eine Kindergarten Scheiße abziehen wenn du weißt was ich meine. Wir sollten erwachsen genug sein um dem anderen einfach aus dem Weg zu gehen wenn man ein Problem mit ihm hat.< mit diesen Worten öffnete ich die Tür und stieg aus dem Auto. Den Blick auf das große Sandstein Gebäude gerichtet welches direkt vor uns lag.
Mal schauen was jetzt Sache ist.
Kurze Frage, möchtet ihr aus Carlos Sicht oder aus Roses Sicht bei der Verhandlung lesen?
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Stiller Tod #wattys2016
ParanormalIch bin kein Mann der großen Worte... Ehrlich gesagt spreche ich mit niemandem außer meinem Vater. Nicht mit meinen Lehrern, meinen Mitschülern, einfach niemandem. Aber mal ehrlich, würdet ihr gern mit einer Leiche sprechen!? Mein Körper ist völl...
