Hermine Grangers Sicht
Ich mustere den Slytherin vor mir, wie er seinem schnöseligen Freund hinterherblickt.
Wieso ist er überhaupt hier? Kümmert er sich um mein Wohlbefinden? Aber sowas ist doch unmöglich! Schließlich ist Blaise eine Schlange und sollte mich, wie der Rest des Hauses, abgrundtief hassen!
Die Gryffindors stehen noch immer um Lavender Browns Bett und werfen mir mörderische Blicke zu.
Bei Merlins Bart! Ich erinnere mich doch überhaupt nicht an die vergangenen Ereignisse! Weshalb liegen wir beiden im Krankenflügel? Ich habe keinen blassen Schimmer!
„Professor McGonagall?", murmle ich und schaue zu der strengen Professorin.
Unerwartet richtet sie ihren Blick auf mich und ein Stechen taucht in meinem Bauch auf. Die Professorin sieht mich angewidert an und schüttelt enttäuscht den Kopf.
„Dass Sie sich noch immer das Recht nehmen ein Wort zu sagen", spricht die Hauslehrerin der Gryffindors.
Harry faucht: „Sie gehört der Schule verwiesen!"
Unerwartet ruft Blaise: „Deine kleine hässliche Freundin hat Hermine zuerst attackiert! Dies dürft ihr schließlich nicht vergessen! Hermine ist unschuldig!"
„Hässlich?!", kreischt Lavender beleidigt und ihre Augen weiten sich.
Blaise hält sich die Ohren zu und knurrt: „Kreische nicht so! Ich habe Ohren und würde sie gerne noch behalten!"
Ich werfe panische Blicke zwischen den Gryffindors und Blaise, welcher mich zweifelsohne versucht zu beschützen.
In diesem Moment kommt es mir so vor, als hätte ich doch nie dem Hause der Löwen angehört. Vielleicht ist es die beste Entscheidung gewesen, mich von dort wegzuschicken.
Aus diesem Grund möchte ich nun meine neuen Freunde beschützen.
„Lavender spar dir deine dämlichen Kommentare", knurre ich mit einem genervten Unterton und starre die Gryffindor ohne zu Blinzeln an.
Es hat eine gewisse Auswirkung auf sie, da das Mädchen beginnt nervös zu werden.
Ich betrachte McGonagall und frage: „Wie leichtsinnig ist es von Ihnen, einer Gryffindor dabei zuzusehen, wie sie einer Slytherin Schaden zufügt?"
„Miss Granger!", ruft die Professorin empört und wirft mir strenge Blicke zu. „Ich verlange, dass Sie sich zusammenreißen und ordentlich mit Älteren sprechen."
„Ich soll Ihnen meinen Respekt zeigen?", frage ich und neige meinen Kopf schräg. „Wo bleibt denn Ihrer? Es heißt Nehmen und Geben."
Bevor die Professorin etwas einwenden kann, unterbricht Dumbledore das Gespräch und schickt alle Unerwünschten aus dem Raum. Zuletzt bleiben Blaise, ich, Ronald und Lavender. Den Schulleiter nicht zu vergessen!
Dumbledore bringt seine Finger zusammen und bittet: „Benehmt euch und macht Madame Pomfrey keinen Ärger."
Wir alle nicken einverstanden und der Direktor verlässt ohne weiteres den Raum. Ich atme erleichtert aus und werfe meinen Kopf in das Kissen.
Blaise setzt sich augenblicklich auf den Sessel neben mir. Er betrachtet mich besorgt und ein Lächeln huscht ihm kurz über die Lippen.
„Draco wird dich für diese Tat büßen lassen, nicht wahr?", möchte ich schuldig wissen und verziehe entschuldigend den Mund.
Blaise schüttelt grinsend den Kopf und meint: „Es ist unwichtig, welche kindische Aktionen er in der nächsten Zeit aufführen wird."
„Meinst du das wirklich?", frage ich neugierig und schaue den Slytherin vor mir mit großen Augen an.
DU LIEST GERADE
Misfit
Fiksi PenggemarDenke an einen Löwen. Woran denkst du genau? An ein prachtvolles Geschöpf, dessen Loyalität grenzenlos ist? Nun, denke an eine Schlange. Was siehst du? Ein hinterlistiges Tier, dessen Anwesenheit dir bloß schaden kann? Doch, lasse dich nicht blenden...
