Draco Malfoys Sicht
Verwirrt gehe ich auf und ab. Blaise und Theo betrachten mich verwirrt und im nächsten Moment taucht Terence auf.
„Was ist los mit ihm?", höre ich ihn fragen und seufze, da er mich beim Denken stört.
Blaise antwortet unwissend: „Er verhält sich wie ein Verrückter und wir sehen ihm dabei zu."
Ich stoppe abrupt und drehe mich schwungvoll zu den dreien. Sie starren mich neugierig an und die Wut in mir brodelt.
Wer hat meinen Namen in diesen bescheuerten Kelch geworfen? Habe ich je darum gebeten? Gibt es keine Möglichkeit diesen Zettel zurückzunehmen? Ich trete gegen die Bank des Tisches der Slytherin.
Zornig beginne ich zu fluchen und rege die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf mich.
Blaise fragt verwirrt: „Draco, was ist los?!"
„Ich habe meinen Namen nicht in diesen Kelch geworfen!", brülle ich und bei meinem letzten Tritt verletze ich mich am kleinen Zeh.
Knurrend setze ich mich auf die Bank und verziehe schmerzerfüllt das Gesicht.
Dieses dumme Mobiliar! Kann es nicht woanders stehen?
„Mister Malfoy!", höre ich McGonagalls Stimme und blicke auf. „Habe ich mich verhört? Sie haben Ihren Namen nicht in den Kelch geworfen?"
Ich nicke und richte meinen Blick auf Dumbledore, welcher sich einen Weg nach vorne verschafft. Nun steht die Hauslehrerin von Gryffindor hinter ihm und doch sieht sie mich noch immer verstört an.
Dumbeldore übernimmt das Sprechen und sagt: „Mister Malfoy, trotz der unfreiwilligen Teilnahme dürfen wir Sie nicht aus dem Turnier rausstreichen. Sie müssen antreten!"
„Ich habe es schließlich nicht anders kommen sehen", schnauze ich.
McGonagall spricht: „Beruhigen Sie sich, Mister Malfoy."
„Ich bin doch ruhig", verspreche ich lachend und betrachte die beiden Professoren. „Sehe ich nicht wie die Ruhe in Person aus?"
Harry erscheint im Hintergrund und neben ihm seine Gryffindor-Freunde. Vorerst bleiben sie hinter allen Schülern und betrachten das Geschehen.
Verdammt, wie ich es hasse im Mittelpunkt zu stehen. Selbst, wenn ich es stets anders deute.
Dumbledore und McGonagall verschwinden und PottiPotPot nutzt seine Chance, um nun den Idioten zu markieren. Der Verlierer stellt sich vor mich und hinter ihm tauchen seine Kumpane auf.
„Hast du Angst, Malfoy?", fragt Harry schelmisch grinsend.
Ich schenke ihm einen vernichtenden Blick und zische: „Sehe ich aus wie ein Junge, mit einer Blitznarbe auf der Stirn? Ich habe keine Angst und schon gar nicht vor jemandem, der sich seinen Ruhm durch den Tod seiner Eltern ergattert hat!"
Harry zückt seinen Zauberstab und knurrt: „Hör auf so über meine Familie zu sprechen!"
„Zeigst du etwa so deine Dankbarkeit?", frage ich entrüstet. „Ist dir der Ruhm zu Kopf gestiegen?"
„Womöglich", antwortet der Knecht. „Aber wen kümmert es?"
Hat der Typ noch alle Tassen im Schrank? Ich würde ihm am liebsten eine verpassen. Jedoch gebe ich mich nicht auf sein Niveau ab.
„Witzig", spreche ich leicht lachend. „Manchmal reicht es wohl nicht aus im Hause der Löwen zu landen, um die Schlange in sich zu verbergen."
„Du mieser", beginnt Harry und sofort unterbreche ich ihn.
Ich zische genervt: „Ich bin ein mieser Bastard. Wenigstens stehe ich dazu und verstecke mich nicht hinter einer falschen Fassade."
„Eine falsche Fassade?", wiederholt Harry meine letzten Worte und neigt den Kopf.
Ich zucke grinsend mit den Schultern und verlasse ohne weiteres die Halle. Potter bleibt wie angewurzelt stehen. Weder er, noch die anderen folgen mir.
Vor dem Kerker der Slytherins angekommen, erblicke ich jemanden, den ich jetzt am meisten brauche. Hermine Jean Granger.
Augenblicklich ziehe ich sie in eine Umarmung. Ihre Hände liegen auf meiner Brust und ich spüre ihre Verwirrung.
Hermine drückt mich weg von sich und starrt mir verblüfft in die Augen. Ihre braunen Haare liegen perfekt über ihren Schultern und ihr ungeschminktes Gesicht wirkt nahezu fehlerfrei.
Gott, bin ich verliebt.
Ich lächle sie glücklich an und doch reagiert Hermine nicht. Ihre Augen betrachten mich ohne Emotion und ich kann sie einfach nicht durchschauen.
Dieses Mädchen macht mich noch verrückt.
„Hermine, ich brauche deine Hilfe!", bitte ich sie und lege meine Hände auf ihre Schultern. „Mein Name wurde in den Kelch geworfen und ich habe keine Ahnung, wer diese Dummheit gemacht haben könnte?"
Hermine blickt mich unschuldig an und antwortet: „Ich weiß es nicht."
In meinem Kopf geht ein Licht auf und ich nehme einen Sicherheitsabstand. Meine Augen betrachten das Mädchen ungläubig.
Mein Gefühl sagt mir, dass diese unschuldigen Augen doch nicht so unschuldig sind, wie sie scheinen.
Hermine neigt den Kopf schräg und fragt: „Was ist los?"
Ich zische misstrauisch: „Wieso warst du heute nicht in der großen Halle?"
„Ich habe gelernt", lügt sie meiner Meinung nach. „Schließlich bin ich nicht an diesem Turnier interessiert."
„Lüge", knurre ich und durchbohre sie mit meinen Blicken. „Du bist eine miese Lügnerin!"
„Beweis es", meint sie und ich verstumme. „Du wolltest schließlich eine Verabredung mit mir."
Also ist sie es doch gewesen! Aber wieso begeht sie solch einen Fehler, wenn ihr bewusst ist, dass ich nicht teilnehmen möchte? Ich verzichte auf eine Verabredung mit ihr, wenn ich dafür noch leben darf.
Ich fauche: „Ich will dich nie wieder sehen."
Hermine blickt mich stumm an. Ihre Emotionen sind erneut verborgen und es ist schwer zu erraten, was sie in diesem Moment denkt.
„Ich gratuliere dir", sage ich klatschend. „Ich habe die Schlange hinter dem Löwen nie gesehen."
Mit diesen Worten schubse ich sie auf die Seite und betrete den Kerker der Slytherins. Hermine ist mir weder gefolgt, noch hat sie versucht mich aufzuhalten.
Irgendwas geht hier vor und ich habe keinen blassen Schimmer, was auf mich zukommen wird.
______________________________________________________
An alle Leser!
Ich bedanke mich, dass ihr mich seit 22 Kapiteln unterstützt! Ich bin jedem einzelnen Leser dankbar und stets glücklich Kommentare zu lesen, irrelevant ob sie positiv oder negativ sind.
Es tut mir nebenbei leid, dass die Kapitel nicht besonders lang sind. Ich habe selten Zeit an meinen Laptop zu kommen, jedoch möchte ich immer regelmäßig neue Kapitel hochladen. Also nehmt es mir nicht übel!
Einen schönen Tag an euch alle und genießt diesen auch!
DU LIEST GERADE
Misfit
ФанфикшнDenke an einen Löwen. Woran denkst du genau? An ein prachtvolles Geschöpf, dessen Loyalität grenzenlos ist? Nun, denke an eine Schlange. Was siehst du? Ein hinterlistiges Tier, dessen Anwesenheit dir bloß schaden kann? Doch, lasse dich nicht blenden...
