Als wir am Flughafen ankamen hörte ich sie schon von weitem schreien. Meine Kiefermuskeln taten vor lautem Lächeln schon weh, aber was sollte ich schon machen. Ich musste unangenehme Storys über mich vermeiden, obwohl ja „niemand“ irgendwann mal schlechte Laune hat, oder müde, oder lustlos ist. Natürlich nicht. Aber wenn ich es mal bin, geht die Welt gleich unter.
Ich konnte es meinen Fans nicht übel nehmen. Ich verstand ihre Gefühle, immerhin war ich vor wenigen Jahren genauso wie sie und glaubte jeden Mist, den ich im Internet las. Wenn ich also irgendwo las, dass Mike Shinoda von Linkin Park an einer tödlichen Krankheit erkrankt war, glaubte ich das tatsächlich. Nur weil er mal eine Woche nicht gesehen wurde. Deshalb war ich manchmal echt dankbar für Twitter. Da konnte ich jeden Tag was rein schreiben und alle waren glücklich ... wenn man es nicht versehentlich mal vergaß.
Kaum betraten wir die Flughafenhalle sah ich sie schon. Jede Menge Mädchen und sie wurden bereits in Zaum gehalten. So wie es aussah, wurde das Flughafenpersonal bereits vorgewarnt.
"JUSTIIIIIN", schrie eine ... und auch jede Andere. Es war irgendwie immer noch seltsam so oft meinen Namen zu hören aber es gefiel mir. Wenn ich ihn selber sagte, kam er mir nicht besonders vor. Ab und zu, wenn meine Mom oder mein Manager mich riefen, hörte ich schon gar nicht mehr hin. Weshalb man mir unzählige Spitznamen gab, nur damit ich wieder reagierte. Seltsam oder?
Eigentlich durfte ich es nicht aber ich winkte ihnen unmerklich zu. Ich fand es grausam meine Fans zu ignorieren aber manchmal tickten die einfach völlig aus und machten dann alles kaputt. Wir hatten schon oft Schwierigkeiten. Einmal hätte ich mir fast den Arm gebrochen, weil meine Fans das Absperrgitter fast umgerannt haben. Dummerweise stand ich davor aber ich hatte Glück im Unglück, es war nur geprellt. Ein Sänger lebte manchmal gefährlicher als ein Eishockeyspieler.
Ich wollte so gerne mit meinen Fans reden, Fotos machen und Autogramme schreiben, doch sie ließen es selber nicht zu. Das machte mich irgendwie traurig. Also hob ich meinen Finger an meine Lippen um ihnen zu signalisieren ruhig zu sein. Es war den Versuch Wert und tatsächlich hörten sie langsam auf zu randalieren und versuchten ruhig zu sein. Verwundert aber glücklich schaute ich zu meiner Mom, die kurz nickte. Das bedeutete so viel wie, sie erlaubte mir, Autogramme zu schreiben. Natürlich wich Kenny mir nicht von der Seite.
"Hey", sagte ich zu meinen Fans und lächelte sie an. Einige schrien ab und zu noch aber es war ruhiger als sonst. Witzig war, dass der größte Teil mich brav zurückgrüßte.
"Justin hier, bitte", rief eines der Mädchen höflich und wedelte mit einem Zettel in der Hand. Ich schnappte ihn mir.
"Wie heißt du?", fragte ich sie lächelnd. Ganz verblüfft schaute sie mich an: "Karen",
Also schrieb ich > Für Karen, die mich so lieb fragte! Justin Bieber< und gab ihn ihr wieder zurück. Als sie ihn las, schien ihr Herz schneller zu schlagen und ihr Gesicht erhellte sich augenblicklich. So was machte mich richtig glücklich.
Der Job konnte so ermüdend sein, so anstrengend und stressig aber solche Momente waren es die ich nie vergessen wollte. Solche Momente waren es, die mich immer weiter antrieben, weshalb ich den Job über alles liebte und normalerweise war mein Tag eigentlich noch viel länger und viel aufregender.
Ich schrieb noch ein paar Autogramme, ehe ich mich mit dem Flieger in Richtung England aufmachte.
"J? Schläfst du etwa immer noch?", hörte ich von weitem jemanden sagen. Ich bekam meine Augen kaum auf, so müde war ich.
"Ich bin schon zum dritten mal hier drin. Wenn du nicht gleich aufstehst und duschen gehst, rufe ich deine Mom", drohte die Person, die ich nun eindeutig als Kenny identifizieren konnte. Langsam setzte ich mich auf und rieb meine müden Augen. Auf meine Mom hatte ich in so einer Situation echt keine Lust, die würde eiskalt ein Glas mit Wasser füllen und in mein Gesicht kippen. Kaltes Wasser wohlgemerkt.
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How quickly everything can change!
Hayran KurguNur ein winziger Moment und alles ändert sich! Nur wenige Sekunden, die über deine Zukunft entscheiden! Justin ist gerade auf dem Höhepunkt seiner Kariere, da passiert etwas, das alle beteiligte Personen, aus ihrem gewohnten Leben reißt! „Verdammte...
