Veränderungen

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Irgendwas war seltsam ...

Ich bewegte meine Arme aber ich lag nicht auf einem kalten und harten Boden, hatte Mom mich ins Bett gebracht?

„Justin?“, hörte ich sie nun wieder besser, sie heulte, warum heulte sie?

Das Piepen war immer noch da aber gleichmäßiger, nicht mehr so nervtötend. Es tat weh zu atmen, auch mein Kopf schmerzte. Meine Augen waren wie zu gemeißelt.

„Justin?“,

Das ... Das war Grandpa ... Wo kam der so schnell her?

Ich spürte, wie jemand meine Hand nahm, sie war zierlich und kalt, eindeutig die meiner Mom. Ich hatte überall Schmerzen. Es fühlte sich so an als hätte man mich nun aus der schützenden, warmen Watte gepellt und sofort danach nackt ins Eiswasser geschmissen. Ich versuchte tief ein und aus zu atmen aber es klappte nicht, ich atmete nicht selbst, verwirrt versuchte ich, meine Augen zu öffnen.

„Oh mein Gott, er ist wach“, hörte ich meine Mom schreien.

„Pattie beruhig dich, ich hol den Doc“, sagte Grandpa.

„Justin Liebling? Mach doch die Augen auf“, sagte Mom. Am liebsten hätte ich ihr gesagt, dass ich das bereits versuchte aber nicht sehr erfolgreich war. Sie vielen, an der Hälfte angekommen, immer wieder zu. Erst nach weiteren endlosen Minuten schaffte ich es so langsam, es war gleißend hell. Meine Augen brannten, das Atmen, was ich nicht selbst tat, schmerzte in meiner Brust. Ich war erschöpft, fühlte mich als hätte ich hundert Jahre geschlafen und gleichzeitig auch überhaupt nicht geschlafen.

Endlich nach weiteren unzähligen Minuten verschwand das Weiß und wich verschiedenen Umrissen und dunklen Flecken.  Irgendwann konnte ich sehen, dass jemand neben mir saß und irgendwer am Fenster stand. Ich sah den dunklen, länglichen Fleck vor dem hellen Fenstern. Es mussten Fenster sein, da es die hellste Wand im ganzen Raum war.

Ich öffnete und schloss meine Augen noch ein paar Mal und konnte bereits meine Mom besser erkennen.

„Liebling?“, fragte sie und ich versuchte zu nicken. Sie fing an wie ein Schlosshund zu heulen, als sie bemerkte, dass ich auf sie reagierte. An den Fenstern stand meine Grandma und weinte ebenfalls, es waren tatsächlich Fenster.

Grandpa kam wieder rein mit einem Arzt im Schlepptau, der hielt mir eine kleine Taschenlampe in die Augen, weshalb ich diese sofort zukniff.

„Dr. James Smith, hallo Justin“, begrüßte mich der Doc.

„Folgst du dem Licht bitte?“, fragte er und fing an die Lampe zu bewegen, ich versuchte das, >Wo ist das Licht< Spiel so gut es ging zu meistern: “Sehr gut“,

„Wie sieht es aus Doc?“, fragte Grandpa.

„Tja, er scheint wieder völlig bei uns zu sein, zumindest reagiert er auf meine Anweisungen“, sagte der Doc und lächelte meine Mom nun aufmunternd zu: “Ruhe braucht er nun allerdings“,

Als Mom aufstehen wollte, hielt ich sie allerdings am Arm fest, wenn ich etwas nicht sein wollte, dann war es >alleine< zu sein. Mom lächelte, küsste mich auf die Stirn und setzte sich wieder.

„Ich bleibe hier, wenn es geht“, sagte sie bestimmt.

„Aber natürlich Miss Mallette“, sagte der Dr. und ging raus.

Nachdem ich mich versichert hatte, dass Mom auch wirklich blieb, viel ich in einen sehr tiefen und sehr langen Schlaf. Ich träumte absolut gar nichts. Ich viel in ein tiefes schwarzes Loch.

Irgendwann wachte ich wieder auf, Mom saß neben mir und schlief. Draußen war es hell und meine Augen taten immer noch weh, weshalb ich sie wieder leicht zu kniff. Während Mom tief und fest schlief, begutachtete ich mich erst mal. Der Schlauch in meinem Rachen war schon schlimm genug aber zusätzlich hatte ich auch noch einen im Arm und an meinem Bauch bzw. in meinem Bauch. Ich war blass, meine Haut schimmerte scheinbar durchsichtig. Als der Doc rein kam, schreckte Mom ganz plötzlich auf.

How quickly everything can change!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt