Eine Woche später war immer noch nichts passiert. Mom lies mich in Ruhe, obwohl noch so viel unausgesprochen war. Ich wusste, dass Scooter und Kenny sich nochmal gemeldet hatten, aber ich wusste nicht, was sie wollten, wahrscheinlich besprechen, wie es weiter gehen soll. Im Moment hatte ich allerdings weitaus größere Probleme.
Grayson ...
Die ersten zwei Tage wartete ich einfach darauf, dass sie sich meldete, ich wollte ihr Zeit, zum Nachdenken, geben aber es geschah nichts. Am dritten Tag schrieb ich ihr, aber auch darauf reagierte sie nicht. Ich war am Verzweifeln. Hinzu kam, dass ich wieder zur Schule sollte. Es trieb mir Schweißperlen auf die Stirn, nur daran zu denken, als Justin Bieber zur Schule zu gehen.
Ich hatte im Moment so viele Baustellen in meinem Leben, dass ich dachte, vorher pleite zu gehen, ehe ich sie repariert hätte ...
Es war fast schlimmer als vor dem Unfall. Ein Chaos.
Am Abend saß ich schweigend am Tisch und aß Auflauf, beziehungsweise, ich stocherte darin rum. Mom hatte ihn gemacht, er sah lecker aus aber ich hatte keinen Appetit. Die ganze Zeit betrachtete sie mich, ich wusste, dass sie mit mir reden, wollte aber ich versuchte, sie nicht zu beachten.
„Justin bitte, iss was und rede mit mir“, bat sie irgendwann ungeduldig.
Ab diesem Zeitpunkt gab es drei Möglichkeiten ...,
1. Braver Sohn spielen, essen und mit ihr sprechen ..., was überhaupt nicht in Frage kam.
2. Gar nichts von beiden tun und ignorieren. Dann würde sie allerdings irgendwann vor Ungeduld platzen.
3. Wenigstens eines von beiden Dingen tun, damit sie nicht platzt.
Da Essen einfacher war als sprechen, knabberte ich an ein paar Kartoffeln um sie zu beschwichtigen. Mom seufzte und aß erst mal schweigend weiter. Allerdings bemerkte ich nach wenigen Minuten bereits, wie ungeduldig sie wurde. Normalerweise reichte so ein Beschwichtigungsversuch den ganzen Abend aus.
„Justin, sie wird sich bestimmt bald bei dir melden“, sagte sie irgendwann plötzlich.
Seufzend sah ich sie an: “Lass gut sein Mom“, sagte ich und wendete mich wieder den Kartoffeln zu.
„Nein lass ich nicht, wir haben einiges zu besprechen. Ich habe dir eine Woche Ruhe gelassen aber so langsam wird es unausweichlich“, konterte sie.
„Du hast Recht, ich möchte morgen nicht zur Schule“, stimmte ich ihr zu.
„Bei dir pieps wohl“, antwortete sie daraufhin. Entweder du gehst zur Schule oder du singst wieder, dann bekommst du halt Privatunterricht aber lernen wirst du auf jeden Fall.“
„Na toll“,
„Ja toll nicht?, finde ich auch“, antwortete sie: “Was möchtest du Justin, eine Antwort wäre nicht schlecht“,
„Keine Ahnung“,
„Keine Ahnung ist keine richtige Antwort“,
„Keine Richtige aber eine Antwort“, konterte ich. Mom seufzte.
„Willst du nicht mehr singen?“, fragte sie mich nun geradeheraus. Eine Frage auf die ich, die Antwort nicht wusste. Ich liebte das Singen aber ich hatte keine Ahnung, ob ich für den Trouble bereit sein würde. Aber würde ich noch ein normales Leben führen können, jetzt wo alle Welt wusste, dass ich wieder in Ordnung war und wie ich aussah?
Nachdem Mom sich sicher war, aus meinem Mund keine Antwort mehr zu hören, stand sie auf, nahm die Teller und verschwand schweigend in der Küche. So schnell ich konnte verschwand ich in mein Zimmer und starrte wie so oft auf mein Handy. Keine Nachricht, natürlich nicht.
DU LIEST GERADE
How quickly everything can change!
FanfictionNur ein winziger Moment und alles ändert sich! Nur wenige Sekunden, die über deine Zukunft entscheiden! Justin ist gerade auf dem Höhepunkt seiner Kariere, da passiert etwas, das alle beteiligte Personen, aus ihrem gewohnten Leben reißt! „Verdammte...
