„Die Band ist doch voll scheiße“, meckerte Sam und starrte auf die Leinwand vor uns. Wir hatten es uns alle auf einer Rasenfläche gemütlich gemacht und guckten eine Liveübertragung eines Eishockeyspiels. Grayson hatte sich an mich gekuschelt, während ich im Gras lag und mich etwas mit meinen Ellenbogen abstützte.
„Für eine Halbzeitshow echt mies“, meinte nun auch Ryan, seinen Senf dazu geben zu müssen. Ich amüsierte mich einfach darüber. Es war schön mit all meinen Freunden zusammen zu sein.
„Hört auf zu meckern Jungs“, Jess stand auf und gab Chaz einen Kuss. Oh ja richtig gehört. Kaum hatte ich alle einander vorgestellt, war es um die Beiden geschehen. Irgendwie witzig. Jess kannte Chaz zwar aus dem Fernsehen aber sie verriet mir, dass er in Echt noch viel besser aussah. Ich musste darüber lachen und es freute mich.
„Komm Grays, wir holen den Raubtieren Verpflegung“, meinte sie und zog meine Freundin auf die Füße, ehe sich diese ebenfalls mit einem kurzen Kuss verabschiedete.
„Ob die Cullies zur Abwechslung mal gewinnen heute?“, murmelte Danny und sah ziemlich genervt aus. Die Cullies waren das Eishockeyteam von Stratford.
„Kopf hoch Alter, ist doch erst Halbzeit, außerdem liegen sie ja noch nicht zurück<,
„Du hast gut reden Justin“, antwortete er. Es war immer noch merkwürdig, dass Sam und Danny mich Justin nannten aber so langsam gewöhnte ich mich daran.
Tatsächlich hatte ich mir eine winzige Pause genehmigt. Nur um das mit meinen Freunden und vor allem Grayson in die richtige Bahn zu lenken und es hatte geklappt. Generell arbeitete ich nicht mehr so hart wie früher. Zwar wollte ich es wieder aber auch Scooter meinte es sei besser etwas langsamer zu machen. Mom lebte immer noch in Stratford, so hatte ich immer einen Rückzugsort bei meinen Freunden und meiner Familie und immer wenn ich etwas Zeit hatte, verbrachte ich sie in meiner alten Heimat.
Mit Grayson klappte es auch ganz gut, auch wenn ich dauernd unterwegs war. Nach dem Interview bei Ellen telefonierten wir stundenlang und kamen zu dem Entschluss es wenigstens zu versuchen. Das Interview war jetzt schon ein halbes Jahr her und bisher verlief alles gut. Zum Teil hatten wir auch echt Glück mit den Paparazzi. Mal ehrlich …, wir saßen hier am helllichten Tag und hin und wieder liefen hier Fotografen und Kameraleute entlang aber von mir nahm keiner Notiz. Vielleicht lag es daran, dass ich einigermaßen bequeme unauffällige Kleidung trug und in der Mitte lauter Jugendlichen einfach aussah wie ein normaler Teenager. Oder Stratford war für sie eine Tabuzone, keine Ahnung. Auf jeden Fall hatten wir einfach nur unsere Ruhe.
„Yeeehaaa Popcorn“, schrie Ryan plötzlich und riss mich aus meinen Gedanken. Verwirrt drehte ich mich zu ihm, als sich plötzlich von hinten zwei zierliche Arme um mich schlangen und mir ebenfalls Popcorn vor die Nase hielten. Sofort machte sich mein Magen bemerkbar, weshalb ich in die Tüte griff. Grayson platzierte ihre Beine jeweils links und rechts neben mir. So wurde mir wenigstens etwas warm, ich fror ein bisschen, da ich ihr meine Jacke gegeben hatte.
„Du hast Gänsehaut“, kicherte sie und rubbelte meine Arme etwas.
„AUUUAAA, ich will aber auch Popcorn“,
„Dann besorg dir eine Freundin, die es dir kauft oder geh selber!!“,
„Musst du mir deshalb auf die Handschlagen?“,
„Nur so lernen kleine Jungs ihre Langfinger unter Kontrolle zu halten!“
Danny, Grayson, Chaz und ich kugelten uns vor Lachen, nachdem wir das Wortgefecht zwischen Jess und Sam beobachtet hatten. Ryan kam gerade mit einer Tüte Popcorn wieder und beobachtete verdutzt Sam, der mit grummeligen Blick abrauschte. Ich hatte gar nicht bemerkt, das Ryan unterwegs war.
„Was denn nun passiert?“, fragte dieser und setzte sich wieder zu uns.
„Sam ist ein Popcorndieb“, lachte Grayson und klatschte Jess in die Hand.
Einer der Fotografen kam auf uns zu. Vermutlich angelockt aufgrund der Aktion von Jess. Er starrte mich merkwürdig an und grinste dann. Ich schluckte ertappt.
„Nur ein Foto von eurer Gruppe“, meinte er und sah mich fragend an. Also tatsächlich erkannt. Er fragte ganz eindeutig mich aber seit wann fragten die überhaupt? Ich sah kurz in die kleine Runde und bemerkte ihre, mir-doch-egal-Blicke, weshalb ich dem Fotografen kurz zu nickte. Wir rückten alle etwas zusammen und er schoss ein Bild von uns.
„Danke Justin“, meinte dieser und zog wieder ab.
„Was war das?“, fragte sich Ryan und sah uns alle an. Ich zuckte mit den Schultern.
Nach ein paar Minuten ging das Spiel wieder los aber natürlich verloren die Cullies mal wieder.
„Ich wusste es“, meckerte Danny, auf dem Weg nach Hause. Auf halben Weg trennten wir uns alle voneinander und gingen in verschiedene Richtungen. Grayson brachte ich noch an die Haustür.
„Sehen wir uns morgen?“, fragte sie und schlang ihre Arme um meinen Hals.
„Ich muss morgen nach Toronto, Radiointerview aber danach gern. Ich ruf dich an okay?“,
Grays nickte zufrieden und küsste mich, augenblicklich spürte ich das Kribbeln auf meinen Lippen, auf das ich mich schon freute. Mein Herz klopfte wie wild in meiner Brust.
„HUCH“, erschrocken fuhren wir auseinander.
„Entschuldigung, wollte euch nicht stören, mir war nur so als hätte ich Stimmen gehört und wollte mal nach gucken“, stotterte der hochgewachsene Mann, wie ein ertapptes, kleines Mädchen.
„Ähm, guten Abend Mr. Fields, Sir“, Graysons Dad sah uns freundlich an und lächelte leicht. Kaum zu glauben bei dieser Statur. Er war immerhin Ex-Marine.
„Guten Abend Justin“, begrüßte er mich, nach seinem langen Redeschwall. Er sah uns entschuldigend an.
„Na ja ich muss auch, bis denn Grays“, ich gab meiner Freundin noch schnell einen flüchtigen Kuss und verabschiedete mich auch noch bei ihrem Dad. Als dieser schon wieder im Haus verschwunden war, rief ich Grays noch ein: „Ich liebe dich“, zu. Grayson lächelte glücklich.
„Ich liebe dich auch“,
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How quickly everything can change!
Fiksi PenggemarNur ein winziger Moment und alles ändert sich! Nur wenige Sekunden, die über deine Zukunft entscheiden! Justin ist gerade auf dem Höhepunkt seiner Kariere, da passiert etwas, das alle beteiligte Personen, aus ihrem gewohnten Leben reißt! „Verdammte...
