Wie unauffällig!

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„Nicht so hastig Justin, du verschluckst dich noch“, mahnte sie mich, während lauter Leute um mich herum sich um mich kümmerten. Schon komisch, dass mir das nichts mehr ausmachte.

Zum Anfang meiner Karriere fand ich es noch unangenehm, dass jeder an mir herumzupfte.

Einer wusch mir das Gesicht mit einem Handtuch ab. Einer fummelte mir in meinen Haaren herum und wieder jemand Anderes an meinen Klamotten. Es waren ja nicht nur Mom und Kenny mit mir unterwegs, sondern auch meine Stylistin und so. Bei den meisten wusste ich nicht mal, wozu die gut waren. Mittlerweile war dies aber Alltag für mich und mir fiel es gar nicht mehr auf, dass sie um mich herum wuselten.

„So, nächster Radiosender“, sagte meine Mom und langsam verließen wir das Gebäude und stiegen wieder ins Auto ein. Von dem Gekreische am Anfang war nichts mehr zu hören, wahrscheinlich hatten meine Fans es aufgegeben auf mich zuwarten.

Der nächste Radiosender war wieder genau so langweilig wie die übrigen. Genau dieselben langweiligen Fragen, genau derselbe, langweilige Ablauf. Ich war froh das hinter mir zu haben.

„Vielen dank Justin, für deine Zeit“, bedankte sich noch der Moderator bei mir und schon wurde ich von Kenny wieder zum Auto gezogen.

„Besteht jetzt vielleicht die Möglichkeit ein wenig die Stadt zu erkunden? Ich hätte Lust mir ein Souvenir zu kaufen Mom“, fragte ich sie genervt.

„Ein Souvenir?“, fragte mich Mom und schaute skeptisch.

„Ja für Grandpa und Grandma. Bitte, ich geh sonst noch ein“, bat ich sie inständig. Sie schien lange hin und her zu überlegen.

„Na gut aber ich bleibe im Hotel“, erlaubte sie es mir: “Du passt mir ja auf ihn auf“,

„Keine Sorge, ich nehme noch Peter und Mike mit“, versicherte ihr Kenny. Peter und Mike waren noch zwei Bodyguards, die mit uns auf Reisen waren. Sie waren für den Notfall oder ungeplante Ausflüge mit gekommen. Ich hatte immer zusätzliche Bodyguards dabei aber um so was kümmerte sich meistens Scooter mein Manager. Mir war es egal, Hauptsache ich konnte mal an die frische Luft und doch noch etwas von London sehen.

„Nimm aber deine Sonnenbrille und deine Cap mit Justin, damit du nicht erkannt wirst“, forderte mich Kenny auf.

„Als wenn mich dann niemand erkennen würde, wenn drei Brecher um mich herumschleichen. Mal abgesehen davon erkennen die engsten Bieber Fans Kenny mittlerweile auch sofort! Wie soll das nicht auffällig sein?“, murmelte ich, folgte aber Kenny´s Anweisungen. Während er Peter und Mike holte, ging ich noch mal ins Bad und machte mich frisch. Danach zog ich mir noch neue und normalere Klamotten an. Frisch verpackt machte ich mich auf den Weg zurück, nur meine Sonnenbrille würde ich erst im Aufzug aufsetzen. Ich fand es schon so, lächerlich eine aufsetzen zu müssen aber leider war das auch notwendig.

„Hey JB Alter“, begrüßte mich Mike per Handschlag. Mike war ein Riese im wahrsten Sinne des Wortes. Der hatte einen so breiten Nacken, wie Hulk höchstpersönlich aber er war auch unglaublich nett. Ich glaube, der könnte nie einer Fliege was zu leide tun, wenn sie nicht unbedingt mein Leben bedrohte. Auch Peter begrüßte mich auf die typische Art. Er war allerdings ein kleines bisschen schmaler als Mike und ein wenig ruppiger.

„Na dann wollen wir mal, ich hoffe uns entdeckt keiner!“, sagte Kenny und marschierte voran. Eigentlich schwer zu glauben, dass uns so keiner erkennen würde. Drei Riesen und ein kleiner, schmaler Junge wie ich ... Denn so groß war ich ja leider nicht.

Draußen war es kühl und etwas nebelig, keine Spur von der Sonne aber das sollte meine Freude nicht trüben. Endlich war ich mal wieder für längere Zeit an der frischen Luft und ich konnte frei umherlaufen. Kenny lief vor mir her und Mike hinter mir. Peter lief immer so, dass ich in die Schaufenster gucken konnte. Ihr könnt euch vorstellen, wie auffällig das ausgesehen haben muss und natürlich blieben wir nicht lange unentdeckt. Es war ja außerdem bestes Wetter für eine Sonnenbrille ... Ich wette, wäre ich alleine draußen herumgeschlichen, wäre ich nicht so schnell entdeckt worden aber das hätte Mom mir nie erlaubt.

How quickly everything can change!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt